{"id":1179,"date":"2012-12-01T12:20:58","date_gmt":"2012-12-01T11:20:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/?p=1179"},"modified":"2017-02-08T14:00:35","modified_gmt":"2017-02-08T13:00:35","slug":"luang-pabang-und-pakse-die-reise-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/luang-pabang-und-pakse-die-reise-geht-weiter\/","title":{"rendered":"Luang Pabang und Pakse &#8211; Die Reise geht weiter"},"content":{"rendered":"<h2>Samstag, 24.11.2012<\/h2>\n<p>Wie geplant kamen wir in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Luang_Prabang\" target=\"_blank\">Luang Prabang<\/a> an und machten uns sogleich auf die Suche nach einem Guesthouse. Da Flo und Bazi hier schon 2008 waren, versuchten wir unser Gl\u00fcck in dem Hostel, in dem die beiden auch damals schon abgestiegen waren und in sehr guter Erinnerungen hatten. Und siehe da, es waren noch Zimmer im Khem Khong Guesthouse frei. F\u00fcr umgerechnet 10\u20ac pro Nacht und Zimmer hatten wir zwar kleine aber mit einem Ventilator und integrierten Bad ausgestattete Zimmer, also alles, was man braucht. Das Guesthouse k\u00f6nnen wir nur empfehlen, ist es doch sauber, die Betreiberfamilie freundlich und die Lage direkt auf der Halbinsel zwischen Mekong und Nam Khan einfach top!<br \/>\nNachdem wir und unsere amerikanische Gastreisende Kristin die Zimmer bezogen hatten, ging es auch gleich auf die Suche nach einem kulinarischen Leckerbissen f\u00fcr&#8217;s Abendessen. Nach dem obligatorischen Gut-Nacht-Beer-Lao ging es dann auch schlafzeitoptimiert in die Betten.<\/p>\n<h2>Sonntag, 25.11.2012<\/h2>\n<p>Jeden Morgen ab 6:00 Uhr bzw. zu Sonnenaufgang gibt es in Luang Prabang ein ganz besonderes Spektakel. Die buddhistischen M\u00f6nche gehen zum &#8222;Bettelgang&#8220; &#8211; touristisch liebevoll &#8222;Monkfeeding&#8220; genannt &#8211; , sie laufen dabei durch die Strassen an allerlei Gl\u00e4ubigen und Touristen vorbei und bitten um Spenden in Form von Essen. Im Normalfall sollte dies in Ruhe und W\u00fcrde stattfinden, jedoch mutiert dieser Gang mehr und mehr zur Touristenattraktion. Wir stellten uns unsere Wecker auf 5:30 Uhr und machten uns direkt nach dem Aufstehen auf den Weg zum Kloster Wat Xieng Thong, um auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite unsere Pl\u00e4tze einzunehmen und die Prozession der M\u00f6nche abzuwarten. Was mir hierbei jedoch gar nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass es, wie schon geschrieben, mehr und mehr zu einer Touristen-Attraktion mit gef\u00fchrten Touren usw. wird, sprich die Touristen werden dort abgesetzt und spenden ebenfalls Essen, welches aber oftmals von schlechter Qualit\u00e4t und daher f\u00fcr die M\u00f6nche ungenie\u00dfbar ist. Au\u00dferdem gibt es auch ein paar Exemplare jener Touris, die mit Kamera und Blitz vor den M\u00f6nchen herlaufen, um diese auch ja perfekt ablichten zu k\u00f6nnen. Mit Respekt hat dies meiner Meinung nach wenig bis gar nichts zu tun&#8230; Flo und Bazi hattten dies vier Jahre vorher wohl noch wesentlich typischer und w\u00fcrdevoller in einer sehr mystischen Stimmung mit einer Hand voll Touristen erlebt. Aber laut den beiden hat sich der Tourismus in Luang Prabang wohl ziemich gewandelt, auch wenn dieses koloniale St\u00e4dtchen sicher immer noch eine Reise wert ist!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Nachdem der Bettelgang abgeschlossen war machten wir uns auf den Weg zum Morgenmarkt, der ebenfalls jeden Tag stattfindet und auf dem man von allerlei unn\u00f6tigem Kleinzeug bis hin zu allem Vorstellbaren und Unvorstellbaren zu Essen kaufen kann. Von verschiedenen Fr\u00fcchten und Pilzen \u00fcber lebendige Krabben bis hin zu Fledermausfl\u00fcgel&#8230; man muss schon hart im Nehmen sein um schon am fr\u00fchen Morgen mit all den Ger\u00fcchen klar zu kommen, aber ein Land lernt man meist \u00fcber seine M\u00e4rkte am besten kennen und daher war dies echt toll dort!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholder ngg_shortcode_2_placeholder<\/p>\n<p>Da Clemi noch etwas m\u00fcde war, ging es f\u00fcr ihn zur\u00fcck ins Hostel, f\u00fcr Bazi, Flo und mich ab in den Wat Xieng Thong, um den Tempel nicht nur von au\u00dfen zu sehen, sondern auch die Geb\u00e4ude zu besichtigen, Kultur muss schlie\u00dflich auch sein. Dieser Tempel ist der \u00e4lteste und gleichzeitig auch sch\u00f6nste Luang Prabangs und stammt bereits aus dem 15. Jahrhundert. Gerade das 7-fache Holzdach, welches wie eine Glucke \u00fcber ihre Jungen h\u00fcttet und nach unten immer kleiner wird, ist ein architektonisches Kunstst\u00fcck f\u00fcr diese Zeit.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p>Nach einem Stadtspaziergang ging es dann auch f\u00fcr uns zur\u00fcck ins Hostel (Flo machte noch einen Abstecher bei einer laotischen Aromamassage), duschen und dann mit Clemi und Kristin, die immer noch mit uns unterwegs war, hinauf auf den Mount Phousi, von wo aus wir uns den Sonnenuntergang mit einigen anderen Touristen anschauen wollten.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholder ngg_shortcode_5_placeholder<\/p>\n<p>Nachdem die Sonne untergegangen war machten wir uns in der Finsternis daran, die 385 Stufen hinab nach Luang Prabang zu laufen, um den Nachtmarkt zu besuchen, den wir uns am Vorabend schon kurz angesehen hatten. Hier gibt es allerlei Textilien, Schals, T-Shirts usw. f\u00fcr wenig Geld zu kaufen und verhandelt muss man hier gl\u00fccklicherweise bei weitem nicht so viel wie in Thailand. Direkt an den normalen Nachtmarkt schlie\u00dft sich ein weiterer an, auf dem es wieder viele leckere und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftige Dinge zu Essen gibt.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Also suchten wir uns ein paar Leckereien aus, machten es uns an einem der vielen Tische gem\u00fctlich und genossen das laotische Abendessen, bevor sich Clemi und Kristin auf den Weg in ihre Betten machten und Bazi, Flo und ich noch eine Bar am Mekong aufsuchten, um &#8211; wie soll es anders sein &#8211; ein Gute-Nacht-Beer-Lao zu trinken. \ud83d\ude42<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<h2>Montag, 26.11.2012<\/h2>\n<p>Unsere beiden erfahrenen Laos-Reisenden Bazi und Flo (sie waren ja bereits vier Jahre vorher 6 Tage hier) hatten f\u00fcr diesen Tag einen Kochkurs gebucht, deshalb machten sich Clemi, Kristin und ich allein auf den Weg durch das sch\u00f6ne St\u00e4dtchen Luang Prabang. Wir hatten uns f\u00fcr umgerechnet 2\u20ac pro Person Fahrr\u00e4der ausgeliehen, um schneller voran zu kommen, damit wir m\u00f6glichst viel sehen w\u00fcrden. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es auch schon los Richtung S\u00fcden und um den Mount Phousi herum. Die Tour hatten wir im Lonely Planet gelesen und die erste Station sollte ein Museum sein, welches jedoch leider Montags geschlossen hatte. Darum ging es f\u00fcr uns direkt zu einem gigantischen Fu\u00dfabdruck Buddhas, welcher in einem Kloster auf dem Berg zu sehen ist. Sollte dies tats\u00e4chlich stimmen, war Buddha tats\u00e4chlich ziemlich gro\u00df \ud83d\ude42 Dort kamen wir jedoch auch mit ein paar Novizen des Klosters ins Gespr\u00e4ch, die mehr als nur Interessiert alle m\u00f6glichen Details aus unserem Leben wissen wollten, woher wir kommen, was wir arbeiten, wie viele Geschwister wir haben usw. Es war ein sehr nettes Gespr\u00e4ch, das wir leider aufgrund der knappen Zeit nach rund einer Viertelstunde unterbrechen mussten, jedoch versprachen, am kommenden Tag noch mal kurz vor unserer Abreise vorbei zu kommen. Direkt danach stand eine Bambusbr\u00fccke f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger auf dem Plan, welche nur in der Trockenzeit den zweiten die Halbinsel umschlie\u00dfenden Fluss Nam Khan \u00fcberquert. In der Regenzeit muss die Br\u00fccke abgebaut werden. Etwas wackelig und abenteuerlich, aber doch stabil f\u00fchrte uns die Br\u00fccke auf die gegen\u00fcberliegende Flussseite und wieder zur\u00fcck.<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p>Die letze Station vor dem Mittagessen bildete nochmals der Wat Xieng Thong, den die beiden anderen noch nicht gesehen hatten und weshalb ich einfach noch mal mit dort hin fuhr. Nach dem Essen trafen wir uns auch schon mit Flo und Bazi, organisierten uns ein TukTuk und besuchten den Tad-Se, einen Wasserfall in der N\u00e4he von Luang Prabang, der sich prima zum Schwimmen und f\u00fcr einen Spaziergang durch den Dschungel eigenet. Mit dem TukTuk fuhren wir also ca. zwanzig Minuten bis zu einem Bootsanleger am Nam Khan, von dort aus wurden wir weitere drei oder vier Minuten flussaufw\u00e4rts ans andere Ufer gefahren, wo sich der Wasserfall mit einem angrenzenden Park befindet. Nach einer kurzen Erkundungstour zogen wir unsere Badesachen an und st\u00fcrzten uns in das klare und angenehm k\u00fchle Nass.<\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p>Als au\u00dfer uns keine weiteren G\u00e4ste mehr dort waren, gab uns unser TukTuk-Fahrer, der die ganze Zeit bei uns war, zu verstehen, dass wir uns auch auf den Weg machen m\u00fcssten, leider war es jedoch schon zu sp\u00e4t, denn nur wenige Minuten sp\u00e4ter fing es heftig an zu regnen und bis wir mit dem Longboat wieder auf der richtigen Seite des Nam Khan waren und im TukTuk sa\u00dfen, waren wir alle bis auf die Knochen durchn\u00e4sst. Lustig war es dennoch und Klamotten trocknen ja gl\u00fccklicherweise auch wieder \ud83d\ude42 Nachdem wir wieder zur\u00fcck in Luang Prabang waren stand nur noch ein lockerer Abend auf dem Plan. Da wir alle Lust auf etwas anderes als asiatische K\u00fcche hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem laut Reisef\u00fchrer tollen Burger-Restaurant, Flo und Clemi besuchten danach nochmals den Nachtmarkt und wir drei anderen lie\u00dfen es uns w\u00e4hrenddessen bei einer laotischen Massage gut gehen. Au\u00dferdem bemerkten wir leider, dass wir uns bei den Flugzeiten vertan hatten. Unser Flieger am Folgetag sollte uns nicht erst um 13 Uhr nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakse\" target=\"_blank\">Pakse<\/a> bringen, sondern bereits um elf Uhr, weshalb es f\u00fcr mich leider unm\u00f6glich sein w\u00fcrde, mich nochmals mit den Novizen im Kloster zu treffen. Da ich es hoch und heilig versprochen hatte, sprang Kristin gl\u00fccklicherweise in die Presche und versprach, am kommenden Tag p\u00fcnktlich im Kloster zu sein, um die Sachlage zu erkl\u00e4ren, damit wir die Novizen nicht entt\u00e4uschen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Kochkurs war \u00fcbrigens laut den beiden anderen ein voller Erfolg. Es gab erst einen gemeinsamen Marktbesuch und eine Einf\u00fchrung in die Zutaten der laotischen K\u00fcche, anschlie\u00dfend wurde vorgef\u00fchrt wie dekorativ in der laotischen K\u00fcche gearbeitet wird und wie die Zutaten zu schneiden und zu pr\u00e4prerieren sind, um unterschiedliche Funktionen zu erf\u00fcllen. Anschlie\u00dfend wurden 7 Gerichte nach einander gekocht und auch verzerrt. Zum Abschluss gabe es ein Zertifikat und ein Kochbuch. Wir sind daher nun alle gespannt, wann wir von den beiden entsprechend verw\u00f6hnt werden. \ud83d\ude09<\/p>\n<h2>Dienstag, 27.11.2012<\/h2>\n<p>Der erste Teil unserer Reise sollte heute sein Ende nehmen, n\u00e4mlich der Norden von Laos&#8230; ab in den S\u00fcden, auf zu neuen Abenteuern!<\/p>\n<p>Um halb neun verabschiedeten wir uns nach eine Woche schlie\u00dflich von Kristin, die noch zwei weitere Tage in Luang Prabang bleiben w\u00fcrde und gingen zum Fr\u00fchst\u00fcck. Danach luden wir die Rucks\u00e4cke in ein TukTuk und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Dort angekommen bewunderten wir erst einmal den atemberaubenden Tower, so was m\u00fcsste man in Europa mal zu sehen bekommen, einfach Klasse \ud83d\ude42<\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p>Der Flug verlief problemlos und so konnten wir gegen 13 Uhr in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakse\" target=\"_blank\">Pakse<\/a> landen und nach einem Guesthouse in der Stadt suchen. Da in unserem favourisierten Hostel &#8222;<a href=\"http:\/\/www.tripadvisor.de\/Hotel_Review-g670161-d1583562-Reviews-Sabaidy_2_Guesthouse-Pakse_Champasak_Province.html\" target=\"_blank\">Sabaidy2<\/a>&#8220; noch genug Zimmer frei waren, blieben wir gleich hier. Das Hostel ist wirklich nett, die Zimmer sauber und das Personal freundlich und hilfsbereit.<br \/>\nW\u00e4hrend eines ausgedehnten Stadtspaziergangs, welcher uns unter anderem an einer alten Kolonialzeitkirche der Franzosen vorbeif\u00fchrte, entdeckten wir nette Stra\u00dfenrestaurants, in denen wir die einzigen Touristen waren und sehr gute laotische Speisen bekamen.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p>Danach machten wir es uns am Mekong gem\u00fctlich und genossen den Sonnernuntergang bei Beerlao und laotischen Reisb\u00e4llchen, bevor wir uns in der Dunkelheit zur\u00fcck ins Hostel machten. An den Pancakes f\u00fcr 1\u20ac das St\u00fcck konnten wir leider nicht vorbei&#8230; \ud83d\ude09 Au\u00dferdem reservierten wir uns noch die Motorroller f\u00fcr unseren bevorstehenden Trip auf&#8217;s <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bolaven-Plateau\" target=\"_blank\">Bolaven-Plateau<\/a>.<\/p>\n<h2>Mittwoch, 28.11.2012<\/h2>\n<p>Fr\u00fch aufstehen stand heute mal wieder auf dem Plan. Der Wecker klingelte um sieben Uhr und auf der Hauptstra\u00dfe rund 500 Meter vom Hostel entfernt starteten wir den Tag mit einer hei\u00dfen Suppe auch Phoe genannt, s\u00fcchtigmachendem Kaffee und Fruchtshakes, ein Luxusfr\u00fchst\u00fcck auf laotisch&#8230;<br \/>\nDirekt daneben bekamen wir unsere Roller, 110ccm von Suzuki sollten jeden von uns in den kommenden vier Tagen durch die Gegend tragen. Die Daypacks waren bereits gepackt, also reservierten wir uns im Hostel ein Zimmer f\u00fcr in drei Tagen, lie\u00dfen die gro\u00dfen Rucks\u00e4cke im Gep\u00e4ckraum einlagern und dann ging es auch schon los. Das Ziel war eine dreit\u00e4gige Umrundung des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bolaven-Plateau\" target=\"_blank\">Bolaven-Plateaus<\/a>, eine Hochebene, die vor allem f\u00fcr ihren Kaffeeanbau und diverse, teils spektakul\u00e4re Wasserf\u00e4lle bekannt ist.<\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p>Die erste Station war ein solcher Wasserfall und zwar der Tad Pha Souam, an dem es auch ein sehr nettes Restaurant gibt, also nutzten wir den tolle Ausblick von der Terasse auch gleich f\u00fcr ein fr\u00fches Mittagessen aus. Ein anschlie\u00dfendes Fotoshooting vor dem Wasserfall geh\u00f6rte selbstverst\u00e4ndlich auch dazu.<\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p>Weiter ging es Richtung Westen, vorbei an diversen Obstplantagen mit Bananen und Mangos. In Houay Houn, einem kleinen Weberdorf bot sich dann der erste Kaffeestop an. Eine laotische Familie und ein \u00d6sterreicher locken hier schon auf der Stra\u00dfe mit gro\u00dfen Schildern &#8222;Fresh Roasted Coffee&#8220;, da konnten wir einfach nicht widerstehen, zumal dieser Stop auch schon im Loose-Reisef\u00fchrer empfohlen wurde. Also wurde kurzerhand abgebogen die Roller auf dem wundersch\u00f6nen Grundst\u00fcck abgestellt und vier Kaffee bestellt.<\/p>\nngg_shortcode_14_placeholder\n<p>Zwei Deutsche, die wir an der Tankstelle 20km vorher bereits gesehen hatten, gesellten sich zu uns und so genossen wir den wirklich super leckeren Kaffee, ger\u00f6stete Erdn\u00fcsse und unterhielten uns gegenseitig mit allerlei Geschichten, w\u00e4hrend wir dort zwei Stunden wegen einsetzendem Starkregen festsa\u00dfen. Nachdem es aufgeh\u00f6rt hatte zu regnen, ging unsere Tour weiter bis nach Tad Lo, einem weiteren Wasserfall mit dazugeh\u00f6rigem Guesthouse, leider sehr teuer, aber mit einem wundersch\u00f6nen Ausblick von der Terasse aus direkt auf den Wasserfall.<br \/>\nSchon den ganzen Tag \u00fcber fiel mir auf, wie sehr sich die auf und um das Plateau lebenden Laoten und ganz besonders die Kinder freuen, wenn Touristen wie wir dort vorbei fahren. Ganze Gruppen von Schulkindern drehten sich nach uns um, musterten uns, winkten uns im Vorbeifahren mit einem breiten Grinsen im Gesicht nd einem freundlichen &#8222;Sawadiiiiii&#8220; \ud83d\ude42<br \/>\nDer restliche Abend verlief ruhig, wir a\u00dfen im Guesthouse und erz\u00e4hlten so lange Geschichten aus unserer Vergangenheit, bis wir die letzten G\u00e4ste auf der Terasse waren oder wie die Amis sagen &#8222;We solved all the world&#8217;s problems, but we forgot to write down the answers!&#8220; \ud83d\ude09 Dann ging es ins Bett, der erste Tag der Tour war geschafft.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_15_placeholder ngg_shortcode_16_placeholder<\/p>\n<h2>Donnerstag, 29.11.2012<\/h2>\n<p>Nach dem zum Zimmer gebuchten &#8222;American Breakfast&#8220;, welches uns alle nicht gerade vom Hocker hauen sollte, ging es wieder ab auf unsere Roller und &#8222;on the road again&#8220;. In Thateng kauften wir auf einem Markt 20 Stifte und Schulhefte, die wir auf unserem Weg \u00fcber das Plateau an einer der zahlreichen Schulen verschenken wollten, danach ging es weiter Richtung Tad Hua Khon, wo wir unsere zweite Nacht verbringen wollten.<\/p>\nngg_shortcode_17_placeholder\n<p>Tad Hua Khon hei\u00dft \u00fcbersetzt &#8222;Wasserfall der Menschenk\u00f6pfe&#8220; und der grausame Name kommt nicht von ungef\u00e4hr: Im zweiten Weltkrieg richteten die japanischen Besatzer an der Fallstufe des f\u00fcnf Meter hohen Wasserfalls Laoten hin und noch Jahre sp\u00e4ter wurden im Fluss menschliche Sch\u00e4del und zwei Samuraischwerter gefunden. Wir nutzten den Stop jedoch dazu, mit jeder Menge laotischer Kinder an der Seite des Wasserfalls empor zu klettern und dann die vier bis f\u00fcnf Meter wieder hinunter zu springen, auch hier schlug uns wieder eine Welle der Begeisterung entgegen \ud83d\ude42<\/p>\nngg_shortcode_18_placeholder\n<p>Danach machten wir uns daran, unsere Unterkunft ein paar hundert Meter weiter zu beziehen, ziemlich spartanische Bungalows, die daf\u00fcr aber mit 5\u20ac pro Nacht und Bungalow doch sehr g\u00fcnstig gegen\u00fcber dem Guesthouse des Vorabends waren, wo wir 18\u20ac gezahlt hatten. Ein Beerlao in einem &#8222;Restaurant&#8220; an der Hauptstra\u00dfe und ein nettes Gespr\u00e4ch mit den dort sitzenden Laoten sp\u00e4ter ging es wieder zur\u00fcck ins Guesthouse, unser Magen knurrte bereits und jeder von uns freute sich schon auf ein leckeres Abendessen.<br \/>\nWie so oft hier in Laos dauert einfach alles seine Zeit. Ein Kaffee kommt nach 10 Minuten, ein Essen dauert schon mal eine Stunde, aber wenn man sich mal darauf eingelassen hat, dann kann man einfach entspannen und die Seele baumeln lassen, w\u00e4hrend Essen und Trinken vorbereitet werden&#8230;<br \/>\nNach dem sehr leckeren Abendessen und zwei weiteren Beerlao machten wir es uns vor Bazis und meinem Bungalow gem\u00fctlich und quatschten noch eine Weile, bevor wir ins Bett gingen, der n\u00e4chste Tag sollte noch mal anstrengend werden.<\/p>\n<p>An dieser Stelle \u00fcbergebe ich an Flo, der den Rest der Tour zusammenfassen wird \ud83d\ude42<\/p>\n<h2>Freitag, 30.11.2012<\/h2>\n<p>Der Tag begann fr\u00fch, bereits mit dem ersten rauschen des Wasserfalls&#8230;stellten wir uns wie so oft in diesem Urlaub die Frage &#8222;Wo zum Teufel stellt man diese verdammt laute Natur ab!&#8220; V\u00f6gel zwitschern, zirpende Grillen im Dschungel so laut wie russische Tupolew-Maschinen und dieses unendlich monoton laute Rauschen der Wasserf\u00e4lle raubt uns Stadtkindern doch in diesem Urlaub immer wieder die ein oder andere Stunde Schlaf. Nachdem ich mich also gegen 6:30 Uhr neben Clemi aus dem Moskitonetz gesch\u00e4lt hatte, in der Scherbe eines zerbrochenen Spiegels meine Kontaktlinsen eingesetzt hatte, zwischen den Holzplanken unserer Bambush\u00fctte Z\u00e4hne geputzt und schlie\u00dflich wieder die Mopeds gesattelt hatte, ging es gegen 7 Uhr ohne Fr\u00fchst\u00fcck wieder auf die Piste. Schlie\u00dflich lag heute der anstrengendste Tag unserer Tour vor uns. Getreu dem Motto &#8222;get your motor running&#8230;&#8220; ging es erstmal 8 Kilometer Richtung Attapeu. Hier zweigt eine Stra\u00dfe nach Paksong mitten durch den Dschungel und \u00fcber das Bolaven-Plateu ab, welche besser als Schlaglochpiste und Dirt-Trail zu beschreiben ist&#8230;also willkommen im Staub und Dreck!<\/p>\nngg_shortcode_19_placeholder\n<p>Wir a\u00dfen noch schnell ein paar Kekse zum Fr\u00fchst\u00fcck, tranken einen Eiscafe und f\u00fcllten unsere Wasservorr\u00e4te auf bevor wir noch unsere Mopeds voll tankten, lagen doch nach Reisef\u00fchrer noch 70 Kilometer Dreck und Einsamkeit vor uns. Einsam war es nur bedingt. Wir passierten immer wieder kleine D\u00f6rfchen mit spielenden und winkenden Kindern, Frauen arbeiteten in den Kaffeeplantagen mit Zigarren im Mund und M\u00e4nner versuchten sich mehr oder weniger im Stra\u00dfenbau. Das Projekt soll angeblich bis 2015 abgeschlossen sein, ein unserer Einsch\u00e4tzung nach recht optimistischer Zeitplan. Die Stra\u00dfe war durchaus ein Abenteuer, ging es doch hoch und runter durch Schotter, Sand, Schlagl\u00f6cher, Spurrillen und immer wie \u00fcberall in Laos die Gefahr vor Augen, dass gleichzeitig die Bremer Stadtmusikanten gepaart mit einem Wasserb\u00fcffel und zwei Ziegen vor das Moped laufen oder bereits ein Konzert auf der Stra\u00dfe geben. Landschaftlich ist die Strecke allerdings ein Traum. Wir fuhren mitten durch den Dschungel, an einsamen Wasserf\u00e4llen vorbei, Kaffeeplantagen flogen wie in Zeitlupe an uns vor\u00fcber und hier und da roch es nach ger\u00f6stetem Kaffee.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_20_placeholder ngg_shortcode_21_placeholder<\/p>\n<p>Gegen Mittag legten wir dann einen Stop irgendwo im Nirgendwo bei einem gechillt bekifften Laoten ein, der sein Haus gerade in ein &#8222;Homestay&#8220; f\u00fcr Backpacker umwandelt, a\u00dfen dort zu Mittag und genossen einen Kaffee.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_22_placeholder ngg_shortcode_23_placeholder<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es die letzten 30 Kilometer Dreck mit unseren tapferen Mopeds Richtung Paksong, der Kaffeehochburg von Laos. Dort angekommen sahen wir dann aus, als ob wir in der W\u00fcste Namibias durchschwommen h\u00e4tten, und hatten&nbsp; auch endlich den obligatorischen Urlaubs-Teint. Die Tour ist absolut empfehlenswert, wenn man etwas Zweiraderfahrung hat, allerdings empfehle ich Nachahmern unbedingt Mund- und Augenschutz sowie Sonnencreme einzupacken!<\/p>\n<p>Angekommen in Paksong und diesen Trail \u00fcberlebt, hat man dann wieder die \u00fcblichen Herausforderungen des laotischen Stra\u00dfenverkehrs zu meistern. Herunterfallende Reiss\u00e4cke von Bussen, welche einen fast erschlagen und zu spontanen Ausweichman\u00f6vern zwingen, Geisterfahrer, Kamikaze-LKWs und chaotische Spurwechsel sind hier an der Tagesordnung und machen das Mopedfahren zu einem tollen Abenteuer, welches man aber mit etwas Vernunft und Gelassenheit gut meistern kann. Nach einiger Zeit hat man sich dann auch gut an die hier vorherschenden Verkehrs-Richtlinien gew\u00f6hnt und kommt halbwegs unbeschadet von A nach B.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ging es auf dem Heimweg nach Pakse noch zu zwei sehr sch\u00f6nen Wasserf\u00e4llen dem Tad Se, einem 150 Meter in die Tiefe fallenden Zwillingswasserfall, und dem Tad E-Lo, einem 60 Meter \u00fcber zwei Stufen flie\u00dfenden Wasserfall. An letzterem konnten wir auch baden und uns endlich den Dreck des Tages etwas abwaschen, bevor es in dem sch\u00f6nen Tad E-Lo-Resort, welches auf einer Kaffeeplanatge liegt noch einen letzten Kaffee f\u00fcr diesen Tag gab. Danach ging es direkt zur\u00fcck nach Pakse. Den Abend haben wir nach einer ausgiebigen Dusche bei, wer h\u00e4tte es gedacht, Beer Lao und Sindat (laotischem Fondue) ausklingen lassen und dabei nochmals die Ereignisse der Tour Revue passieren lassen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_24_placeholder ngg_shortcode_25_placeholder ngg_shortcode_26_placeholder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"excerpt-hellip\"> [\u2026]<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[705],"tags":[229,223,225,214,674,213,215,217,219,216,221,230,222,231,227,226,224,220,228,218],"class_list":["post-1179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reisen","tag-attapeu","tag-bolaven-plateau","tag-houay-houn","tag-khem-kong-guesthouse","tag-laos","tag-luang-prabang","tag-mekong","tag-monkfeeding","tag-mount-phousi","tag-nam-khan","tag-pakse","tag-paksong","tag-sabaidy2","tag-tad-e-lo","tag-tad-hua-khon","tag-tad-lo","tag-tad-pha-souam","tag-tad-se","tag-wasserfall-der-menschenkopfe","tag-wat-xieng-thong"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6K39A-j1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1179"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9436,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1179\/revisions\/9436"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}