{"id":685,"date":"2012-08-15T00:04:44","date_gmt":"2012-08-14T22:04:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/?p=685"},"modified":"2017-02-08T13:57:34","modified_gmt":"2017-02-08T12:57:34","slug":"sonne-eis-und-spas-eine-hochtourenwoche-in-den-westalpen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/sonne-eis-und-spas-eine-hochtourenwoche-in-den-westalpen\/","title":{"rendered":"Sonne, Eis und Spa\u00df \u2013 eine Hochtourenwoche in den Westalpen \/ Wallis"},"content":{"rendered":"<p>Bereits vor zwei Jahren, als ich das erste mal \u00fcber den Normalweg auf die Wildspitze stieg und auf dem wei\u00dfen Gletscher stand und au\u00dfer meinem Atem keine andere Ger\u00e4uschkulisse au\u00dfer dem leichten Wind vernahm, wusste ich, dass dies nur der Anfang einer Hochtourenkarriere war. \ud83d\ude42 Bereits im jahr darauf absolvierte ich einen einw\u00f6chigen Eiskurs der DAV-Sektion Mainz, um mich f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Touren zu r\u00fcsten. Dieses Jahr war es dann endlich soweit. Durch einen gl\u00fccklichen Zufall stellte ich bei einem Gruppenabend der Bergsteigergruppe der DAV-Sektion Mainz fest, dass auch G\u00fcnther &#8211; ein Arbeitskollege von mir &#8211; ein jahrelanger, erfahrener Bergsteiger ist. Nachdem er mich kurzerhand auf meine Sommerplanung ansprach, war der Entschluss schnell gefasst. Eine Arbeitskollegin von ihm, Sabine, er und ich planten an einem sch\u00f6nen Sommerabend unsere Touren. Sabine war noch nicht die erfahrenste Alpinistin und nachdem ich auch noch auf keinem 4000er bisher war, fiel die Planung erst einmal auf etwas leichtere Berge. Schlie\u00dflich f\u00e4ngt jeder einmal &#8222;klein&#8220; an und meine bisherige alpine Erfahrung hat mich gelehrt im hochalpinen Bereich nicht sofort an seine Leistungsgrenzen zu gehen.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 19. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Voller Vorfreude auf meine erste Westalpentour sowie meinen ersten Urlaub im Wallis und meine ersten 4000er, st\u00fcrzte ich um 14:00 Uhr mit gepacktem Rucksack und Reisetasche zum Mainzer Bahnhof. Im Gep\u00e4ck alles was man f\u00fcr alpine Unternehmungen in H\u00f6hen \u00fcber 4000 Meter braucht. Eisschrauben, Klettergeraffel, Eispickel, Steigeisen, diverse modische oder nichtmodische Gore-Tex Sachen, H\u00fcttenzeugs, technisches Equipment wie H\u00f6henmesser und Kompass sowie haufenweise leichte Trockennahrung. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich schlug ich am Bahnhof in Mainz auf, um dann festzustellen, dass mein Zug 60 Minuten Versp\u00e4tung hatte und ich damit alle Anschl\u00fcsse in die Schweiz verpassen w\u00fcrde&#8230; Aber ich w\u00e4re ja kein guter Bergsteiger, wenn ich nicht sofort einen Plan B ausgearbeitet h\u00e4tte. Also schnell ab in die S-Bahn zum Frankfurter Flughafen, dort in den versp\u00e4teten Zug nach Mannheim, um dann hier wieder p\u00fcnktlich und nach diversen Zwischensprints \u00fcber den Flughafen und den halben Mannheimer Bahnhof den Zug nach Bern zu erwischen. Planm\u00e4\u00dfig komme ich um 20:20 Uhr in Stalden im Saastal an, um dann meinen Bus direkt vor der Nase wegfahren zu sehen&#8230; Das Gl\u00fcck ist mir zu Beginn dieser Reise wohl nicht gewogen. Die einst\u00fcndige Wartezeit auf den n\u00e4chsten Bus nach Saas Grund, wo bereits Sabine und G\u00fcnther in der Pizzeria warteten, nutze ich daf\u00fcr Geld zu besorgen und meinen Rucksack f\u00fcr den Aufstieg zur H\u00fctte am n\u00e4chsten Tag und den ersten 4000er zu packen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholder<\/p>\n<p>Gegen 21:30 Uhr schlug ich dann auch endlich etwas m\u00fcde und sehr hungrig in Saas Grund auf. Ich wurde gleich von den beiden anderen freudestrahlend empfangen und die nette schweizer Wirtin bereitete mir sogar noch eine \u201eMafiatorte\u201c zu. Die Wartezeit verbrachten wir mit der Tourenplanung, welche sich als nicht gerade positiv herausstellte.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 20. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund der aufkommenden Schlechtwetterfront entschlossen wir uns daher kurzerhand am n\u00e4chsten morgen per Bahn kostenlos (in den meisten Hotels in Saas Grund erh\u00e4lt man einen B\u00fcrgerpass bei einer \u00dcbernachtung und kann damit die Bergbahnen kostenfrei nutzen) auf 3100m nach Hohsaas aufzufahren und eine Runde spazieren zu gehen und mir damit zu einer ersten Akklimatisationsrunde zu verhelfen. An der Mittelstation Kreuzboden f\u00fchrte uns G\u00fcnther kurzerhand zu einem kleinen See und ich war sprachlos aufgrund dieser Aussicht!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholderngg_shortcode_3_placeholderngg_shortcode_4_placeholder<\/p>\n<p>Das erstemal in meinem Leben stellte sich bei mir ein gewisses Himalaya-Feeling ein&#8230; Grandios und atemberaubend staunte ich \u00fcber die ganzen m\u00e4chtigen 4000er, die wie kleine T\u00fcrme immer wieder das Meer aus Wolkenwatte durchbohrten!<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p>Das erste mal beschnupperten wir auch unser baldiges Ziel, welches leider wegen des Wetters verschoben werden musste, das Weissmies. Eine pr\u00e4chtige Sch\u00f6nheit aus Gletschern, Schnee und markanten Linien.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Nachdem wir noch am Kreuzboden unser erstes Rivella genossen und einen Cappucino geschl\u00fcrft hatten, schlenderten wir noch kurz durch Saas Grund und begaben uns dann zu dem bereits gepackten Auto, welches uns \u00fcber den Gro\u00dfen San Bernadino Richtung Aostatal und Gran Paradiso brachte.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p>Das sch\u00f6ne Hotel am Passo Gran San Bernadino war leider ausgebucht und so gab es hier nur einen ersten italienischen Espresso. Meine Akklimatisation h\u00e4tte eine \u00dcbernachtung auf 2400 m allerdings gut getan. Nach ca. 3,5 Stunden und 200 Kilometern durch alpine Bergstra\u00dfen, deren Kurven selbst den Magen von Colin Macrae stressen w\u00fcrden, kamen wir in unserem Hotel in Valsavarenche an. G\u00fcnther, unser Alpenverteran, kannte sich nat\u00fcrlich auch hier perfekt aus. Die n\u00e4chste ern\u00fcchternde Nachricht ereilte uns w\u00e4hrend eines Cappuccino auf der Sonnenterasse des <a href=\"http:\/\/www.campinghotelgrivola.com\">Hotels Grivola<\/a> (klare Empfehlung f\u00fcr dieses gute, g\u00fcnstige Hotel! vor allem f\u00fcr Camper!): Das Riffugio Chabod war aufgrund des Wochenendes ausgebucht. Wir k\u00f6nnen erst am Sonntag auf die H\u00fctte aufsteigen.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 21. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Kurzerhand wurde wieder umgeplant. Wir nutzten den Samstag, um meine Akllimatisation weiter voran zu treiben, die anderen beiden waren schlie\u00dflich bereits \u00fcber 10 Tage in den Alpen unterwegs gewesen, und machten eine wundervolle Tageswanderung. Am Ende des Tals stiegen wir von Pont in ein Hochtal auf.<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p>Sowas habe ich in meinen unz\u00e4hligen Alpenjahren noch nicht gesehen. Nachdem wir die schreienden Schulklassen, welche mit uns zum Vorgipfel austiegen, hinter uns gelassen hatten, erwartete uns ein Hochtal, welches mir die Sprache verschlug. Ein wildromatischer Bach schl\u00e4ngelte sich durch eine Filmkulisse aus Steinen, Wollgras, Blumen und Felsen bis in die Unendlichkeit des \u201ePr\u00e4riegrundes\u201c .<\/p>\n<p>ngg_shortcode_9_placeholderngg_shortcode_10_placeholder<\/p>\n<p>An einer alten Almh\u00fctte erleichterten wir meinen Rucksack und a\u00dfen Bergk\u00e4se, frisches italienisches Brot und Nektarinen bevor wir uns die 500 H\u00f6henmeter zum Joch auf 2800 Meter hochk\u00e4mpften und unser \u00fcbermorgies Ziel \u2013 den Gran Paradiso mit 4061 m der h\u00f6chste Berg Italiens \u2013 bewunderten. Ich stellte mir schon die Frage: \u201eWillst du wirklich da hoch?\u201c<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p>Abends freuten wir uns dann ausgelassen bei unserer drei G\u00e4nge Halbpension auf den morgigen Tag. Endlich geht es los! Mein erster 4000er wartet!<\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p><strong>Sonntag, 22. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem wir ausgeschlafen hatten und ein sp\u00e4rliches Fr\u00fchst\u00fcck, die Italiener halten nicht viel von fr\u00fchst\u00fccken, zu uns genommen hatten, ging es zum Parkplatz in Richtung Pont. Pickel, Steigeisen, Seil und H\u00fcttenzeugs waren im Rucksack verstaut und wir begaben uns an die 900 H\u00f6henmeter Aufstieg zum <a href=\"http:\/\/www.rifugiochabod.com\/rifugiochabod\/index.php\/ita\/pagina\/6\">Rif. Chabod<\/a>.<\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p>Ich war mal wieder etwas z\u00fcgiger und erreichte die H\u00fctte nach ca. 2,5 Stunden, die anderen beiden folgten mir eine halbe Stunde sp\u00e4ter. Die H\u00fctte war richtig gem\u00fctlich und ich spreche hier eine klare Empfehlung aus den Gran Paradiso vom Rif. Chabod und nicht von der Rif. Emanuele anzugehen. Nachdem wir etwas entspannt hatten, G\u00fcnther und ich Sabine nochmal einen Auffrischungskurs in Spaltenbergung gegeben und wir die Halbpension genossen hatten, ging es nach einem wundervollen Sonnenuntergang in der Gran Paradiso Nordwestwand gegen halb zehn ins Bett. Schlie\u00dflich klingelte der Wecker bereits um 3:45 Uhr.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_14_placeholderngg_shortcode_15_placeholder<\/p>\n<p><strong>Montag, 23. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>M\u00fcde, aber voller Vorfreude sch\u00e4lte ich mich wie eine Raupe aus meinem kokonartigen Seidenschlafsack. Die Nacht war trotz den \u00fcblichen Schnarchisten und anderen menschlichen Ausd\u00fcnstungen, die ein Gro\u00dflager mit sich bringt, halbwegs erholsam. Gegen 4:15 Uhr folgte ein kurzes Fr\u00fcht\u00fcck und um 4:40 Uhr ging es dann mit Stirnlampen bewaffnet in die Nacht. Es lagen 1300 H\u00f6henmeter und etliche Kilometer vor uns. Langsam aber gleichm\u00e4\u00dfig trotteten wir eine unendlich lange Mor\u00e4nenlandschaft hinauf, welche ich bereits im Aufstieg zum absteigen verfluche. \ud83d\ude09 Durch aperen, lebenden (Sabine erlitt den Schock ihres Lebens beim kracken des flie\u00dfenden Eises) Gletscher ging es zum Anseilpunkt am Beginn der Spaltenzone. Das Anseilen dauerte etwas l\u00e4nger und mir froren nahezu meine Finger aufgund der eisigen K\u00e4lte ab (ca. -5 Grad). Gegen 7 Uhr betraten wir dann endlich in unserer Dreierseilschaft den Gletscher und arbeiteten uns H\u00f6henmeter f\u00fcr H\u00f6henmeter langsam durch eine sch\u00f6ne Gletscherlandschaft nach oben.<\/p>\nngg_shortcode_16_placeholder\n<p>Das Wetter war noch bestens und wir genossen einen tollen Sonnenaufgang mit Bick auf den Mont Blanc sowie die umliegenden Berge.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_17_placeholderngg_shortcode_18_placeholder<\/p>\n<p>Auf ca. 3800 H\u00f6henmeter legten wir ein zweites Fr\u00fchst\u00fcck ein und machten uns dann schlie\u00dflich an die finalen H\u00f6henmeter.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_19_placeholderngg_shortcode_20_placeholder<\/p>\n<p>Der Weg bis zum Gipfelgrat gleicht einem Gletscherhatscher (Schwierigkeit F+) und die Spaltenzone ist aufgrund der gut zu erkennenden Spalten auch bestens auszumachen. Am Gipfelgrat allerdings erblickten G\u00fcnther und ich nochmal eine kleine Herausforderung. Es gilt bis zum Madonnengipfel ca. 40 H\u00f6henmeter auf einem sehr luftigen Blockgrat (Kletterschwierigkeit II) mit Steigeisen zu \u00fcberwinden. Sabine war gar nicht begeistert und so entschlossen wir beide uns kurzerhand das ganze St\u00fcck durchzusichern, was uns allerdings hin und zur\u00fcck ca. 1 Stunde kostete. G\u00fcnther ging vor, auf dem R\u00fcckweg stieg ich dann vor. Die Aussicht vom Gipfel (4061 Meter) war leider aufgrund der herein ziehenden Wolken aus dem Turinerbecken nicht wirklich gut, man konnte aber erahnen wie atemberaubend sie sein muss, wenn die Wolken diesen im Umkreis von gut 50 Kilometer freistehenden Berg, nicht einh\u00fcllen!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_21_placeholderngg_shortcode_22_placeholder<\/p>\n<p>Nach weiteren gut 3 Stunden im Abstieg erreichten wir nach 11 Stunden wieder gl\u00fccklich und etwas kaputt die H\u00fctte (Anmerkung zur Zeit: Wir waren aufgrund des Blockgrates und der Aufstiegszeit sehr langsam, normal sollte man den Gipfel mit Abstieg in 8 Stunden gut bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen).<\/p>\n<p>Am Abend wurde mit reichlich Wein und gutem Essen der erste 4000er von Sabine und mir zelebriert, bevor wir dann gegen 22 Uhr in die Betten fielen. Der Folgetag war ausschlie\u00dflich durch ausschlafen, Abstieg, Picknick am Gran San Bernadino, der R\u00fcckfahrt ins Wallis und ausspannen im selbigen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 25. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Nach nunmehr gut 5 Tagen in den Bergen war ich auch akklimatisiert und so kam es dazu, dass wir uns aufgrund der verlorenen Zeit (wegen Schlechtwetter) entschlossen das Weissmies mit seinen 4023 Metern in einem Tag anzugehen. G\u00fcnther ging es am Morgen nicht wirklich gut und er wollte schon die Tour abblasen. Nachdem ich ihn allerdings etwas mit Ibuprofen gedopet und den gr\u00f6\u00dften Teil seines Rucksacksinhaltes \u00fcbernommen hatte, entschloss er sich doch mitzugehen. Aufgrund seiner Verfassung entschieden wir uns allerdings im Team dazu, dass ich die Tour f\u00fchren sollte. So kam ich bereits bei meinem zweiten 4000er zu der Premiere eine Hochtour selbst zu f\u00fchren. Es ging also mit der ersten Bahn um 7 Uhr rauf nach Hohsaas auf 3100 Meter. Nun l\u00e4uft man von der Bergstation eine sehr unsch\u00f6n f\u00fcr die Skifahrer in den Fels gesprengte Pistenrampe nach unten zum Gletscher.<\/p>\nngg_shortcode_23_placeholder\n<p>Hier wurde sich angeseilt. Das ganze dauerte nun nur noch 10 Minuten. Eine echte Meisterleistung f\u00fcr uns! \ud83d\ude42 In passablen Tempo schritt ich voran und die anderen beiden folgten mir jeweils im Seilabstand von 8-9 Metern durch die wundervolle morgendliche Welt aus H\u00e4ngegletschern, Randkl\u00fcften, L\u00e4ngs-, Quer-, Kreuz- und Radialspalten sowie dem steilen Gletscherbruch.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_24_placeholderngg_shortcode_25_placeholderngg_shortcode_26_placeholder<\/p>\n<p>Die Tour an sich ist etwas schwieriger als der Gran Paradiso, daf\u00fcr aber abwechslungsreicher und der Firngrat im oberen Drittel ein Traum! Allerdings existiert auch hier immer eine sehr ausgelatschte gute Spur. Die heikelsten St\u00fccke stellen derzeit ein ca. 100 Meter Quergang (durch einen Hang mit Neigung von ca. 45 \u00b0), die \u00dcberschreitung des Gletscherbruches durch eine Steilstufe sowie am Gipfelhang ca. 20 Meter Eisstufen in 40\u00b0 Neigung dar. Alle diese Schwierigkeiten meisterten wir gut und standen gegen 11:30 Uhr nach 3,5 Stunden auf dem Gipfel.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_27_placeholderngg_shortcode_28_placeholderngg_shortcode_29_placeholderngg_shortcode_30_placeholder<\/p>\n<p>Die Aussicht von dort oben war fantastisch und mal wieder verschlug es mir etwas die Sprache. Vom Lago Maggiore \u00fcber das Monte-Rosa-Massiv bis zum Berner Oberland und den Walliser 4000ern. Alles lag vor mir und ich f\u00fchlte mich wie der K\u00f6nig der Welt auf diesem erhabenen Schneegipfel. Nach 45 Minuten Gipfelrast, Fotos und Essen ging es dann in f\u00fcr uns rekordverd\u00e4chtigen knapp 2 Stunden wieder den Gletscher hinab zur Seilbahn.<\/p>\nngg_shortcode_31_placeholder\n<p>Im Tal angekommen gab es dann noch ein Gipfel- und Abschiedskaffee bevor Sabine in ihren Zug zur\u00fcck nach Deutschland sprang und G\u00fcnther und mich alleine in dieser faszinierenden Welt der Walliser Eisriesen lie\u00df.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 26. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>G\u00fcnther und ich schliefen erstmal aus und fr\u00fchst\u00fcckten anschlie\u00dfend gem\u00fctlich gegen 9:00 Uhr. Um 11:00 Uhr holten wir Martin, einen Freund von G\u00fcnther und unser Bergf\u00fchrer f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Tage, an der Bushaltestelle ab. Gemeinsam besprachen wir bei einem Cappuccino in unserem Stammitaliener die Tourenplanung. Eigentlich wollten wir den Nadelgrat angehen. Nachdem es G\u00fcnther aber immer noch nicht ganz perfekt geht, entschlossen wir uns doch den Alphubel via Feegrat und S\u00fcdwestgrat anzugehen. Nachdem G\u00fcnther und ich immer noch einen B\u00fcrgerpass hatten, fuhren wir mit der Bahn zum Felskinn (der Anblick des h\u00e4sslichen Sommerskizirkus schreckte mich schon hier etwas ab!) und querten \u00fcber den neuen H\u00fcttenweg in einer Stunde zur Britanniah\u00fctte (der alte H\u00fcttenzustieg ist leider aufgrund der Steinschlaggefahr gesperrt). Die <a href=\"http:\/\/www.britannia.ch\/\">Britanniah\u00fctte <\/a>liegt auf gut 3000 Metern in einer wirklich traumhaften Gletscherlandschaft zwischen Strahlhorn, Rimpfischhornund Allalinhorn.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_32_placeholderngg_shortcode_33_placeholder<\/p>\n<p>Wir waren gegen 14 Uhr auf der H\u00fctte und verbrachten den Nachmittag mit sonnen, essen, trinken und entspannen. Nachdem Martin mir anschlie\u00dfend noch erkl\u00e4rte und beibrachte wie man eine Marschskizze zeichnete, gingen wir nach einem s\u00e4ttigenden Abendessen und wundervollem Sonnenuntergang gegen 21:30 Uhr ins Bett.<\/p>\nngg_shortcode_34_placeholder\n<p><strong>Freitag, 27. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Ein kurzes Fr\u00fchst\u00fcck mit M\u00fcsli und Kaffee weckte unsere Lebensgeister und wir querten wieder r\u00fcber zum Felskinn, um mit der ersten Bahn um 7 Uhr auf das Mittelallalin auf 3456 Meter aufzufahren und noch kurzzeitig eine tolle Morgenstimmung ohne Skifahrer zu erleben :).<\/p>\n<p>ngg_shortcode_35_placeholderngg_shortcode_36_placeholder<\/p>\n<p>Vom Mittelallalin ging es ca. 500 Meter \u00fcber die h\u00e4ssliche Sommerskipiste aufw\u00e4rts in den Gletscherbereich. Der Schnee ist noch hart und stabil und die Spalten gut zu erkennen und so entschlie\u00dfen wir uns in m\u00e4\u00dfig steilem Firngel\u00e4nde seilfrei bis zum Feejoch aufzusteigen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_37_placeholderngg_shortcode_38_placeholderngg_shortcode_39_placeholder<\/p>\n<p>Am Feejoch beginnt der ca. 150 Meter lange Blockgrat. Daher wurden die Steigeisen ausgezogen und Martin ging am kurzen Seil vor. Bei der \u00dcberquerung des Feechopfs handelt es sich um traumhafte, leichte Gratkletterei im Bereich I-II. Wir kamen gut voran und nach weniger als 45 Minuten standen wir am Ende des Grates, welcher am Ende nochmals eine ca. 15 Meter hohe Steilstufe im II. Grat hat. Oben am Fels gibt es allerdings eine Abseilstange.<\/p>\nngg_shortcode_40_placeholder\n<p>Nach einer kurzen Verschnaufspause zogen wir wieder unsere Steigeisen an und stiegen ca. 100 H\u00f6henmeter \u00fcber ein langgezogenes Plateau leicht hinab zum Fu\u00df des S\u00fcdost-Grates vom Alphubel. Am Alphubeljoch legten wir eine zweite Fr\u00fchst\u00fcckspause ein. Bereits hier hatten man immer wieder tolle Ausblicke auf die umliegenden Walliser 4000er!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_41_placeholderngg_shortcode_42_placeholder<\/p>\n<p>Die Verh\u00e4ltnisse waren gut und wir entschieden uns, eine \u00dcberquerung des Alphubels \u00fcber den S\u00fcdost-Grat (teils luftiger Firngrat) und den Abstieg \u00fcber den Normalweg vorzunehmen. Der Grat nimmt kontiuierlich an Steilheit zu und war f\u00fcr mich aufgrund der teilweise exponierten und ausgesetzten Lage (30 cm breite Spur und auf beiden Seite mehrere hundert Meter Luft) doch im ersten Moment eine kleine Herausforderung, aber einfach toll zu gehen und man wurde mit grandiosen Aussichten auf das Matterhorn belohnt.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_43_placeholderngg_shortcode_44_placeholderngg_shortcode_45_placeholder<\/p>\n<p>Nach ca. 200 H\u00f6henmetern erreicht man die Eisnase. Eine ca. 100 H\u00f6henmeter 45\u00b0 steile Eiswand. Unter Einsatz des Pickels und der Steigeisen ging es teils durch sch\u00f6nen Firn und \u00fcber die vereiste Stellen hinauf. Nachdem wir ich noch nicht soviel Erfahrung in Firnflanken hatte, entschloss Martin sicherheitshalber eine Eisschraube zu setzen, ich f\u00fchlte mich allerdings an keiner Stelle unsicher. Nach ca. 45 Minuten erreichten wir das gro\u00dfen Plateau des Alphubels (4206 Meter). Das Gipfelkreuz war unter den Schneemassen noch fast vollst\u00e4ndig begraben&#8230;Die Aussicht daf\u00fcr umso sch\u00f6ner.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_46_placeholderngg_shortcode_47_placeholderngg_shortcode_48_placeholder<\/p>\n<p>Wir machten eine ausgiebigen Gipfelrast, in welcher sich G\u00fcnther wieder halbwegs erholen konnte. Er war bereits doch etwas ausgepowert. Nun mussten wir gut 1800 H\u00f6henmeter bis zum Spielboden absteigen, da die Bahn vom L\u00e4ngflue diesen Sommer aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Schnell ging ich in unserer Seilschaft als erster durch den sehr weichen Schnee und einen teils sehr zerkl\u00fcfteten Gletscher. Ich fluchte nicht schlecht \u00fcber den Schnee, in welchen ich beim spuren teilweise 50 cm einsank. Die Spr\u00fcnge \u00fcber die zeitweise ein Meter breiten und sehr tiefen Spalten bereiteten dann wieder Freude. \ud83d\ude42 Wir kamen gut voran und erreichten nach knapp zwei Stunden bereits das Ende des Gletschers auf 2800 H\u00f6henmetern. Die Steigeisen wurden abgelegt und nochmals eine kurze St\u00e4rkung eingenommen, bevor wir die letzten 400 H\u00f6henmeter zum Spielboden runterrannten. Nach 3000 H\u00f6henmetern und 10 Stunden Tour genehmigten wir uns hier noch ein Radler bevor wir mit der Bahn ins Tal abfuhren.<\/p>\n<p>Am Abend wurde bei K\u00e4sefondue, Wein und vielen Berggeschichten der zwei alten Herren \u00fcber ihre vergangenen Touren der erfolgreiche Urlaub gefeiert.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 28. Juli 2012<\/strong><\/p>\n<p>Gem\u00fctlich stehen wir auf, bringen Martin zum Zug in Brig und fahren dann gem\u00e4chlich \u00fcber Basel und das Elsa\u00df, wo wir eine kurze Kaffeepause einlegten, zur\u00fcck nach Mainz.<\/p>\nngg_shortcode_49_placeholder\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Die Woche im Wallis und Gran Paradiso Nationalpark war ein voller Erfolg und lief trotz einiger Wetterkapriolen nahezu wie geplant. Meine ersten drei 4000er habe ich nun souerv\u00e4n bestiegen und es werden sicher noch zahlreiche folgen! Ich habe Lust auf wesentlich mehr bekommen. Gerade die Kombination aus Fels, Eis und Kletterei reizt mich doch sehr. Kombiniert mit einer tollen Seilschaft und der Abgeschiedenheit der hochalpinen Bergwelt schaltet man extrem von seinem Alltag ab und mir kam die Woche wie drei Wochen Urlaub vor. Neue Touren habe ich bereits im Kopf und ich werde sicher wieder ins Wallis fahren n\u00e4chstes Jahr!<\/p>\n<p>Berg heil!<\/p>\n<p>Flo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"excerpt-hellip\"> [\u2026]<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4405,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[6,147],"tags":[151,156,149,154,155,152,153,148,150],"class_list":["post-685","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berge","category-hochtouren","tag-alphubel","tag-britanniahutte","tag-gran-paradiso","tag-pont","tag-rif-chabod","tag-saas-fee","tag-saas-grund","tag-wallis","tag-weissmies"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/wp-content\/uploads\/ngg_featured\/p1000076.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6K39A-b3","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=685"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8006,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685\/revisions\/8006"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}