{"id":988,"date":"2012-10-27T19:41:14","date_gmt":"2012-10-27T17:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/?p=988"},"modified":"2017-02-08T13:59:11","modified_gmt":"2017-02-08T12:59:11","slug":"fontainebleau-in-der-wiege-des-boulderns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/fontainebleau-in-der-wiege-des-boulderns\/","title":{"rendered":"Fontainebleau &#8211; in der Wiege des Boulderns"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem &#8211; wie ich auf Arbeit regelm\u00e4\u00dfig feststelle &#8211; viele von der doch noch recht neumodischen Sportart Bouldern noch nichts geh\u00f6rt haben, m\u00f6chte ich einf\u00fchrend das ganze mal kurz erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Bouldern ist abgeleitet vom englischen boulder (= Felsblock) und bezeichnet das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsbl\u00f6cken, Felsw\u00e4nden oder in der Halle in Absprungh\u00f6he. Gerade Ende der 90er Jahre und in Deutschland seit gut 10 Jahren ist diese Sportart immer mehr am kommen und es sprie\u00dfen hier zu Lande die Boulderhallen wie Tulpen aus dem Boden (z.B. baldige Neuer\u00f6ffnung einer der gr\u00f6\u00dften Boulderhallen Deutschlands, der <a href=\"http:\/\/www.boulderwelt-frankfurt.de\/\">Boulderwelt Frankfurt<\/a>). Die Boulder werden meist auf einer Schwierigkeitsskala von FB (Fontainebleau) 2a bis 8b+ bewertet.<\/p>\n<p>Bereits seit dem Roland, Chris und ich letztes Jahr im Tessin zum Bouldern waren, wollten wir daher einmal in die Wiege des Boulderns nach Fontainebleau fahren. Bereist seit Beginn des 20. Jahrhunderts klettern dort die &#8222;Locals&#8220; oder auch &#8222;Bleausards&#8220; genannt auf die skurrilen Sandsteinfelsformationen, welche \u00fcberall und in tausendfachen Variationen im Wald herumliegen.<\/p>\n<p>In unserem <a title=\"Kletterurlaub auf Mallorca\" href=\"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/kletterurlaub-auf-mallorca\/\" target=\"_blank\">Kletterurlaub auf Mallorca<\/a> fasste ich dann mit Roland den Entschluss, dass wir wenn es wieder k\u00e4lter wird und die Tage k\u00fcrzer werden, zum Saisonabschluss nach Fontainebleau fahren. Nachdem dann mit den zwei Br\u00fcckentagen vor dem 3. Oktober auch ein sch\u00f6ner 5 Tagesslot gefunden war, konnten die Planungen starten. Schnell waren mit Chris, Dennis und Christine auch drei weitere Mitreisende gefunden und das Auto voll besetzt.<\/p>\n<p>Es wurden Crashpads gestapelt, Zelte geschn\u00fcrt, Lebensmittel gekauft, Campingsachen gepackt, Outdoorkleidung gestopft, M\u00fctzen getragen, Schuhe geschn\u00fcrt und Magnesia gerichtet&#8230;und so sah danach unser T5-VW Bus aus.<\/p>\n<p><a class=\"shutterset_\" title=\"Schwer bepackt...\" href=\"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/wp-content\/gallery\/bleau\/img_20120929_104123.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/wp-content\/gallery\/bleau\/thumbs\/thumbs_img_20120929_104123.jpg\" alt=\"Schwer bepackt...\"><\/a><\/p>\n<h2>Samstag, 29.09.2012<\/h2>\n<p>Von N\u00fcrnberg nach Bleau sind es doch insgesamt knapp 800 Kilometer und so hatten Roland und Chris dann am Samstag doch eine relativ lange Anreise. Nach insgesamt 6 Stunden Fahrt von Mainz aus kamen wir dann auch auf unserem Campingplatz in Grez-Sur-Loing an. Wir nutzten das letzte Tageslicht um unsere zwei Zelte und das Versorgungszelt aufzubauen und machten uns dann an den gem\u00fctlichen Teil des Abends &#8211; das Kochen und Bier trinken sowie im Lichte der Gaslampe das Boudergebiet f\u00fcr morgen heraussuchen. Roland hatte insbesondere die Gebiete sehr gut vorbereitet und einige Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Tage parat. Hier nochmals danke f\u00fcr diese Arbeit.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholderngg_shortcode_2_placeholder<\/p>\n<h2>Sonntag, 30.09.12<\/h2>\n<p>Am ersten Tag wollten wir unsere Muskeln und Finger in dem Gebiet <a href=\"http:\/\/bleau.info\/princes\/\">Rocher de Princes<\/a> aufw\u00e4rmen. Das Gebiet versprach Boulder von allen Schwierigkeitsgraden bis 6c+. Allerdings stellten sich die Bl\u00f6cke, welche wir suchten als sehr einsam dar. Anstatt eines Crashpades in der Hand h\u00e4tte ich hier lieber eine Machete gehabt, um den teils brusthohen Farn in diesem Uhrzeitdschungel zu beseitigen.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p>Irgendwie schlugen wir uns durch die Vegetation unseren Weg und kamen an zwei echt coolen Bl\u00f6cken an, wo wir schnell die Crashpads auslegten und uns in einer 3-4 warm boulderten, um dann gleich zwei \u00fcberh\u00e4ngende 5c&#8217;s anzugehen. Roland gelang bereits beim zweiten Versuch die tolle Linie und auch Dennis und ich konnte diese bald meistern.Christine und Chris versuchten sich w\u00e4hrenddessen in einer etwas leichteren 4c.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholderngg_shortcode_5_placeholderngg_shortcode_6_placeholderngg_shortcode_7_placeholder<\/p>\n<p>Wie beim bouldern \u00fcblich verbringt man die Zeit zwischen den einzelnen Versuchen und Linien mit Essen, Quatschen, Kaffee trinken und den \u00fcblichen Motivationsrufen an den gerade Bouldernden. Gegen 15 Uhr entschlossen wir uns dann nochmals das Gebiet zu wechseln und zu einigen Bl\u00f6cken zehn Kilometer entfernt zu fahren. Der Zustieg verlief hier \u00fcber einen sehr sandigen Pferdeweg und wir liefen nat\u00fcrlich erstmal an den Bl\u00f6cken vorbei, welche sich in Fontainebleau auch h\u00e4ufig im Dickicht verstecken. Auch in diesem Gebiet wurde wohl schon lange nicht mehr gebouldert und daher mussten wir die meisten Boulder erstmal wieder putzen, sprich die Ausstiege auf den Bl\u00f6cken von Moos und Laub befreien. Uns gelangen dann noch einige sch\u00f6ne Boulder im 4. und 5. FB-Schwierigkeitsgrad.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_8_placeholderngg_shortcode_9_placeholderngg_shortcode_10_placeholder<\/p>\n<p>Gegen 19 Uhr machten wir uns dann bei einbrechender Dunkelheit, m\u00fcde und hungrig Richtung Zeltplatz auf und lie\u00dfen dort den Abend bei Geschnetzeltem mit Reis und Salat und ein paar Bier ausklingen, bevor wir gegen 23 Uhr in unsere bitterkalten Schlafs\u00e4cke schl\u00fcpften. Wie es nun mal sonniges Herbstwetter mit sich bringt sind die sternklaren N\u00e4chte dann meist bereits sehr kalt.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<h2>Montag, 1.10.12<\/h2>\n<p>Nachdem wir uns mit selbstgemachten Cappuccino (auch beim campen geht die Welt nobel zu Grunde ;-)), frischem Baguette und Pane a chocolate gest\u00e4rkt hatten, entschlossen wir uns heute in eines der Top 10 Bouldergebiete von Bleau und zwar nach <a href=\"http:\/\/bleau.info\/elephant\/\">La \u00c9l\u00e9phant<\/a> zu fahren. Anzumerken ist hier allerdings, dass in unserem <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Bleau-bloc-Gebiete-Parcours-Bl%C3%B6cke\/dp\/3936740712\/ref=pd_sim_eb_1\">F\u00fchrer<\/a> hier vollkommen falsche Parkkoordianten f\u00fcr das Gebiet angegeben sind, welche einfach auf einem gro\u00dfen Acker 30 Kilometer entfernt von dem Gebiet enden. Also hier am besten nach der Beschreibung fahren, welche zu den richtigen Bl\u00f6cken f\u00fchrt. Der Zustieg in das Gebiet betr\u00e4gt keine 5 Minuten und dann steht man auf einer wahnsinnig tollen Sandebene mit hunderten Bl\u00f6cken. Den namensgebenden ca. 7 Meter hohen <a href=\"http:\/\/bleau.info\/elephant\/\">La \u00c9l\u00e9phant<\/a> bestiegen wir nat\u00fcrlich als erstes bevor wir uns an anderen einzelnen Bouldern versuchten.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_12_placeholderngg_shortcode_13_placeholderngg_shortcode_14_placeholder<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Roland und Chris sich entschieden einzelne Probleme anzugehen, entschlossen Christine, Dennis und ich einen der ber\u00fchmten Parcours von Bleau zu machen. Bleau ist daf\u00fcr bekannt, dass hier \u00e4hnlich wie in der Halle zusammenh\u00e4ngende Kletterparcours in verschiedenen Schwierigkeitsgraden existieren. Wir entschlossen uns f\u00fcr den mittelschweren orangenen Parcours. Dieser Parcours ist durchaus empfehlenswert, vereint er doch eigentlich alle Klettertechniken von Piazzen, \u00fcber Finger-, Hand- und K\u00f6rperrisse bis zu Wandkletterei. Allerding ist der Parcours aufgrund der Enge der Felsbl\u00f6cke auch sehr schwer bis gar nicht abzusichern. Man sollte den Schwierigkeitsgrad also halbwegs beherrschen! Nach gut 2 Stunden hatten wir die ersten 10 Boulder des Parcours durch (von insgesamt 43) und entschieden uns abzubrechen, um noch einige andere Einzelprobleme mit den anderen beiden zu l\u00f6sen. Man braucht also als nicht ganz ortskundiger Boulderer durchaus seine Zeit f\u00fcr so einen Parcours. Die Kulisse hier ist allerdings echt beeindruckend und ich kann nur jedem empfehlen hier einmal einen Parcours zu machen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_15_placeholderngg_shortcode_16_placeholderngg_shortcode_17_placeholderngg_shortcode_18_placeholder<\/p>\n<p>Nachdem wir uns nach dem Parcours noch etwas an einigen anderen Bouldern vergn\u00fcgten ging auch dieser Tag sehr schnell zu neige und wir mussten uns wie die Wiesel beeilen, um noch bis 19:30 Uhr zu einem Supermarkt zu kommen, damit wir abends auch etwas zu essen hatten. Uns gelang wie sooft eine Punktlandung um 19:25 Uhr, welche nicht gerade zur Freude der franz\u00f6sischen Angestellten war. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>ngg_shortcode_19_placeholderngg_shortcode_20_placeholderngg_shortcode_21_placeholderngg_shortcode_22_placeholder<\/p>\n<h2>Dienstag, 2.10.12<\/h2>\n<p>Nachdem es nachts das regnen angefangen hatte und der morgen auch von Nieselregen und grauen Wolken gepr\u00e4gt war, schielten wir gegen 9 Uhr das erste Mal aus den Zelten. Schnell entschlossen wir uns doch nochmal zu schlafen und die Situation gegen 10:30 Uhr erneut zu begutachten. Mist! Es wurde nicht besser. Nach einem hei\u00dfen Espresso und einer Lagebesprechung war demokratisch entschieden, wir warten das vorhergesagte Sonnenloch zwischen 12 und 16 Uhr ab, packen dann schnell zusammen und gehen noch eine Runde in <a href=\"http:\/\/bleau.info\/95.2\/\">95.2<\/a> bouldern, bevor wir uns auf die Heimreise machen, da wir keine Nacht mehr im Regen verbringen wollten.<\/p>\n<p>Nach der gestrigen Erfahrung mit den Koordinaten wurde diesmal nach Beschreibung navigiert und das klappte wunderbar. Allerdings war es daf\u00fcr in 95.2 schwieriger die richtigen Bl\u00f6cke zu finden, da das ganze Gebiet eigentlich aus einer riesigen Sandw\u00fcste mitten im Wald besteht, von welcher etliche Wege abgehen. Im blauen und wei\u00dfen Parcours boulderten wir dann noch etwas, merkten allerdings alle recht schnell, dass nach zwei langen Tagen die Kr\u00e4fte doch langsam am Ende waren. Es gelangen uns dennoch ein paar 5er und eine 6a sowie 6b.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_23_placeholderngg_shortcode_24_placeholderngg_shortcode_25_placeholder<\/p>\n<p>Gegen 17 Uhr fuhren wir dann wieder alle etwas kaputt, aber sehr gl\u00fccklich nach dem Erlebten, wieder gen Heimat wo wir gegen Mitternacht ankamen. F\u00fcr Roland und Chris ging es dann sogar noch weiter nach N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Fontainebleau ist definitiv eine Reise wert und wir werden sicher bald einmal wieder kommen. Hier gibt es mehr Probleme als es Leben zum L\u00f6sen gibt. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"excerpt-hellip\"> [\u2026]<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6812,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[198,670,202,197,200,199,201],"class_list":["post-988","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-klettern-bouldern","tag-95-2","tag-bouldern","tag-boulderparcours","tag-fontainbleau","tag-grez-zur-loing","tag-la-elephant","tag-rocher-de-princes"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/wp-content\/uploads\/ngg_featured\/img_6223.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6K39A-fW","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=988"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9428,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/988\/revisions\/9428"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6812"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abenteuersuechtig.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}