Felix und ich in unserer Portaledge
Zelten 100 Meter über dem Boden – Eine Nacht in der Portaledge
20. März 2018
Flo seilt sich ab
Der Gipfel der Dummheit! Gedanken zu einem lebensgefährlichen „Kletterkurs“
13. September 2018

(Werbung) Das Grossarltal – Wandern im Tal der Almen

Wegkreuz am Draugstein

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann like oder teile ihn.

Vor ein paar Wochen wurden wir von Wrightsock in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband ins Grossarltal zum Bergwandern eingeladen. Eigentlich entspricht reines Wandern ja nicht ganz unserem Beuteschema an Touren. Aber zwischendrin ist so ein Wochenende tatsächlich Balsam für die Seele. Nebenbei konnten wir die Socken von Wrightsock testen. Vor allem ich (Robert) hab mich darüber gefreut wie ein Schneekönig, denn buchstäblich ALLE meine Bergsocken haben mittlerweile Löcher. Kommt davon, wenn man sich lieber einen neuen Speedflyer kauft als ein paar neue Socken. Vielleicht wird das mit dem Alter ja besser…

Gestartet sind wir ganz entspannt Donnerstag morgen in Mainz. Mein Masterplan war ja eigentlich direkt aus Florenz nach Salzburg zu fliegen. Dort war ich Mittwoch auf einem Geschäftstermin. Wie ich feststellen musste, kommt man Abends nur sehr bescheiden von Florenz nach Salzburg . Oder eben über Frankfurt. So hatten Dennis und ich endlich mal wieder genügend Zeit uns ausführlich zu unterhalten. Immer positiv sehen!

Ankunft im Hotel Alte Post im Grossarltal

Natürlich waren Dennis und ich die letzten, die im Hotel Alte Post eingetrudelt sind. Das Salzburger Land ist von Mainz doch weiter weg als uns lieb ist. Hauptsächlich deshalb sind wir leider verhältnismäßig selten in diesem Teil der Alpen. Dafür gab es gleich bei unserer Ankunft einen kleinen Drink, bei dem wir Toni Junior und Senior vom Hotel sowie Thomas vom Tourismusbüro und Daniela von Wrightsock kennen lernen durften. Und natürlich gab’s gleich ein paar Socken auf die Hand. Yeah!

Das Essen im Anschluss hat uns in jeder Hinsicht für die lange Fahrt entschädigt. (Mit Essen bekommt man mich sowieso immer :)) Und ich muss schon zugeben: Nach einer langen Fahrt ein wirklich gutes Essen auf den Tisch gestellt zu bekommen, im Anschluss einen Absacker am Kamin zu trinken und danach in ein gemachtes Bett zu fallen hat schon mal was. Das Wochenende sollte also schon mal gut starten!

 

Freitag – Speisen auf der Karsegg-Alm

Wohl genährt und ausgeschlafen waren wir richtig gut drauf. Endlich raus! Das Wetter sah das leider etwas anders und hat uns schön einen Strich durch die Rechnung gemacht. Den Vormittag haben wir  dann nach einem 30 Minütigen Spaziergang auf der Karseggalm im verbracht. Während unsere Jacken in einem der zwei Gasträume trockneten haben wir beim Kasen zugeschaut und genascht.  Natürlich gab es im Anschluss eine deftige Brotzeit mit allem, was auf der Alm hergestellt wird. Der Sauermilchkäse ist ein echter Traum! 

Draußen regnet es immer noch! Alle Gipfel hängen im Nebel. Also ab in die Sauna! Wenn man schon mal ein Hotel mit Wellnessbereich zur Verfügung hat, muss man den ja auch nutzen 🙂 Drei Gänge später und tiefenentspannt haben wir uns dann auf den Weg zur Loosbühelalm gemacht. Dort angekommen laden die großen Schirme vor dem Haus zum Verweilen ein. Blos nicht schon wieder drinnen sitzen.

Wir wären am liebsten noch Stunden auf der Terrasse gesessen, hätten getratscht und die frische Bergluft und die Ruhe genossen. Doch irgendwann hat der Wirt zum Essen gerufen. Auch hier kommt alles, was auf dem Tisch landet aus der eigenen Aufzucht. Das schmeckt man! Und nach dem Essen?! Ab in die Sauna! OK, fast. Keiner außer mir war dafür zu begeistern – außer die Ziegen. Mit denen wollte ich aber nicht in die Sauna. So haben wir Thomas beim Akkordeon spielen zugehört, UNO gespielt, gelacht. Ein schöner und äußerst unterhaltsamer Abend!

Samstag: Tour von der Loosbühel-Alm nach Grossarl

Nach einem kleinen Frühstück sind wir gegen 09:00 Uhr aufgebrochen. Hunger hatte nach dem üppigen Abendessen sowieso keiner. Der Wettergott war uns endlich wieder wohlgesonnen. Also Regenjacken aus und los! Der erste Teil der Tour hat uns mit einem sanften Anstieg von der Loosbühel-Alm an den Fuß des Draugsteins geführt. Der Kreislauf kam langsam in Schwung. Alles entspannt. Thomas hat immer mal wieder in Richtung Draugstein geschielt. Der Gipfel war größtenteils in den Wolken gefangen. Tendenz: schlechter werdend. 

 

Der größere Teil der Gruppe hat mit dieser Aussicht entschieden, den Gipfel des Draugsteins auszulassen. Ein grober Fehler! 😉 Dennis, Andi und ich fanden die Situation nicht sonderlich tragisch. Schnell rauf, schnell runter. Der Höhenunterschied zum 2.359m hohen Gipfel waren knappe 300hm. Ein Katzensprung! Solange wird das Wetter schon halten. Die Rucksäcke haben wir – bis auf Andi – unten an der Weggabelung gelassen.

Der erste Teil des Weges führt in kurzen Serpentinen die grasbewachsene Flanke des Draugsteins entlang nach oben. Über einen kurzen Rücken kommt man ins felsigere Teilstück zum Gipfel. Hier liegen feste Drahtseile, die den Weg zum Gipfel auch für weniger geübte gut zugänglich machen. Andi und ich haben für den Aufstieg ca. 30 Minuten gebraucht. Dennis 20. Belohnt wurden wir sogar mit einer kurzen Passage Sonne am Gipfel. Der Ausblick war es auf alle Mal wert! Mich hätte die Tour ohne diesen Gipfel auch nicht ganz befriedigt. 

Natürlich war Dennis auch im Abstieg wieder deutlich schneller unterwegs als Andi und ich. Eingesammelt haben wir ihn an einem Wegreuz Richtung Bichl-Alm. Da kommt halt doch der Trailrunner durch. Um zum Rest der Gruppe aufzuschließen haben wir das Tempo etwas angezogen. Schließlich wollten wir nicht den Kuchen auf der Bichl-Alm verpassen. Der Weg dahin ist abwechslungsreich, führt über saftige Wiesen zum Filzmooshörnle und weiter zur Bichl-Alm. Das Filzmooshörnle ist dabei nur fürs Protokoll mit dabei. Der Höhenunterschied zum Weg waren keine 20m.

Wie wir auf der Alm vom Rest der Gruppe erfahren haben, haben wir das Edelweiss am Filzmooshörnle übersehen. Andi hätten wir sonst wahrscheinlich nicht bis zur Alm bekommen. Schade fand ich das trotzdem. Von der Terrasse der Bichl-Alm haben wir einen der zwei Gleitschirm-Startplätze im Tal im Blick. Eine große Wiese direkt neben der Alm. Der obere Teil ist kaum steil. Die Steigung nimmt nach unten langsam, nimmt aber stetig zu. Keine Felsen, Gräben, Löcher oder sonstigen Hindernisse. Startabbruch jederzeit problemlos möglich. Ein Traum von Startplatz! Mich hat es richtig in den Fingern gejuckt. Nächstes Mal…!

Insgesamt waren wir ca. 7 Stunden unterwegs. Pausen und eine ausgedehnte Brotzeit auf der Bichl-Alm eingeschlossen. Bis auf den oberen Teil des Draugsteins ist dabei keine Stelle in der Tour, die man nicht völlig entspannt mit Kindern unternehmen könnte. Der Ausblick auf der Tour ist fast durchweg toll. Lässt den Blick frei auf das Tal und die umliegenden Berge. Eine wirklich schöne Tageswanderung! 

Sonntag: Talschluss Grossarltal

Dennis ist Sonntag morgen gleich weiter ins Pitztal gefahren. Dort fand Eis-Teil seiner Ausbildung zum Trainer B Hochtouren statt. Ein schweres Leben! Wir sind derweilen mit Toni Senior zum Talschluss gefahren. Haben uns während der Fahrt die Witze über die Hüttschlager – das Nachbardorf – angehört. Davon kennt Toni mehr als in eine halbstündige Autofahrt passen. Ich habe mich köstlich amüsiert. Ganz am Ende des Tals ist der einzige Campingplatz im Tal. Süß, aber winzig! Das hat definitiv noch Potenzial. Da wir alle Nachmittags wieder nach Hause fahren mussten, haben wir die Wanderung entsprechend kurz geplant. 2-3 Stunden, dann Essen und ab ins Auto. Begegnet sind uns viele Familien. Durch die gut ausgebauten Wege, den Bach und den kleinen See ist das ein toller Sonntagsausflug für jedermann.  

Und was sagen die Füße nach 3 Tagen?

Zugegeben, Freitag sind wir nicht übermäßig viel auf den Beinen gewesen. Samstag und Sonntag waren es dafür genügend Meter, um einen Eindruck von den Socken von Wrightsock zu erhalten. Wir hatten zu keiner Zeit Probleme mit Druckstellen oder Reibung. Selbst Mona, die sich quasi auf jeder Tour Blasen läuft hatte nur eine leicht gereizte Ferse. Das ist prima.

Was mir an den Socken gefällt, ist dass die Innenseite weder gebleicht, noch gefärbt ist. So kommt die Haut nicht in direkten Kontakt mit der Farbe in den Socken. Ein weiterer Punkt der mir gefällt sind die 4  unterschiedlichen Dicken, in denen es die Socken gibt. So kann abhängig vom Schuh der passende Socken gewählt werden, um immer einen optimalen Sitz im Schuh zu haben. Ich finde das super! Ein nettes Schmankerl ist, dass es die Socken in ganz geilen Farben gibt. Wenn ihr auf der Suche nach ein paar neuen Wandersocken seid, schaut euch ruhig mal bei Wrightsock um!

Nachtrag von Dennis:
Ich habe im Anschluss an die Blogger-Wanderung im Grossarltal die Wrightsocks zwei Wochen lang beim Hochtourengehen getragen. Zwei verschiedene Modelle durften herhalten und sich in wiederum zwei verschiedenen Bergstiefeln beweisen. Ich bin wirklich ziemlich begeistert! Keine Blasen, keine Druckstellen und ein gutes Tragegefühl während der teils 12 Stunden langen Hochtouren. Demnächst steht noch ein Test der leichten Socken beim Trailrunning an. Ich werde mich dann wieder dazu melden…

Allgemeines zum Grossarltal

Gleich vorneweg, das Grossarltal ist nichts für’s Extreme. Dennoch sollte hier jeder was für sich finden.  Für mich spielt das Grossarltal seine Stärken ganz klar für Familien oder Pärchen-Ferien aus, wo der Spaß und nicht die Leistung im Vordergrund steht. Mit seinen 40 Almhütten kann man praktisch an jeder Ecke eine zünftige Brotzeit einlegen. Die drei, die wir gesehen haben, waren zudem von der Qualität des Essens erstklassig!

Für Genuss-Mountainbiker gibt es ein Streckennetz von rund 140 km ausgeschilderten Alm- und Forststraßen mit gesamt ca. 13.000 Höhenmetern. Ein extra angelegter Singletrail bietet auch für einen Tag eine nette Beschäftigung.

Gleitschirmflieger haben zwei Startplätze im Tal. Einmal auf dem Kreuzkogel zwischen Bergstation Panoramabahn Grossarl und Gipfel mit Ausrichung „S/SO“. Einen direkt neben der Bichl-Alm mit Ausrichtung W/SW.

Die Freunde der Eisenwege können sich über 4 Klettersteige mit den Schwierigkeitsgraden A-C, C-D, C-E, D-E freuen. Wenn’s ans richtig Klettern geht gibt es den Schuhflicker mit 10 Routen oder die Arlspitze. Den Topo der Arlspitze findet ihr gleich auf der Seite des Tourismusverbands.

Für den Winter gibt es neben dem Fahren auf der Piste auch eine genügend große Auswahl an Skitouren. Größtenteils einfach genug, um auch mit weniger erfahrenen Leuten auf Tour zu gehen. Für LSV Geräte sind eigens Teststationen verfügbar. TOP!

Der Tourismusverband ist extrem bemüht und stellt ein tolles Programm auf die Beine. So findet ihr zum Beispiel auf der Homepage eine Übersicht, in welchen Hotels auch als Nicht-Gast der Wellnessbereich genutzt werden darf. Das nutze ich so oft ich kann, meistens bin ich aber darauf angewiesen erstmal 1-2 Hotels abzuklappern.

Mit dem Programm von  BergGesund, dass ihr bei Übernachtung in einem der Partnerhotels größtenteils umsonst oder aber sehr stark vergünstigt bekommt, haben sie echte Kracher im Angebot. Praktisch wöchentlich finden Touren mit ausgebildeten Bergführern statt. Wenn ihr sowieso plant ins Grossarltal zu fahren, schaut es euch auf jeden Fall mal an!

Disclaimer

Die Blogger-Wanderung im Grossarltal war eine Kooperation zwischen Wrightsock, dem Tourismusverband Grossarl und dem Hotel Alte Post. Wir als Blogger wurden für die Teilnahme bezahlt und die Kosten des Wochenendes wurden übernommen. Dieser Blogartikel spiegelt selbstverständlich trotzdem unsere persönliche Meinung wieder und wir wurden in unserer Berichterstattung in keinster Weise beeinflusst.

Bedanken möchten wir uns bei allen Beteiligten und Kooperationspartner für das schöne Wochenende und die spaßigen Tage!

Die Berichte der anderen Blogger

Conny die Streunerin berichtet über die Tourismusregion Grossarltal

Simone von den Berghelden schreibt über ein Wanderwochenende im „Tal der Almen“

Jörg von Outdoorsuechtig berichtet ebenfalls über die Wanderungen

Und Andreas von Gipfelfieber schreibt über unsere Rundtour über den Draugstein

Wo bekommst du die Wrightsocks?

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann like oder teile ihn.

Robert
Robert
Robert, unser gebürtiger Schwabe ist hauptberuflich Projektmanager. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in der Luft. Wenn er mal gerade nicht auf einer der vielen Sprungplätzen der Welt zum Fallschirmspringen anzutreffen ist, verbringt er seine Freizeit mit Gleitschirmfliegen, Mountainbiken, Klettern, Wandern, Skitourengehen oder Tauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.