Scheinbar waren wir nicht die ersten hier...
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Motorradtour und Klettern in der Schweiz

Blick auf den Sustenpass.

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Motorradtour über Schweizer Bergpässe

Zum Abschluss der Motorrad-Saison 2011 hatten Flo und ich uns noch ein Schmankerl überlegt. Mein Vater arbeitet unter der Woche in der Schweiz, etwas außerhalb von Zürich. Er hat daher dort eine Wohnung, die im Normalfall am Wochenende leer steht. Das und die Tatsache, dass man in der Schweiz bekanntermaßen wunderbar Motorrad fahren kann nahmen wir zum Anlass für einen Besuch. Unsere Motorradtour zum Saison-Abschluss 2011 sollte uns ins Land der Taschenmesser, des Käses und der Neutralität führen.

Freitag, 02.09.2011 – Auf in die Schweiz

Am 02.09.2011 ging es mit Auto und Anhänger los. Beladen mit allerlei Essen und Trinken, zwei Motorrädern, Kletterzeug und den zwei bekannten Abenteurern. Kaum in der Schweiz angekommen gab es auch schon das erste unerwartete Ereignis. Dass man dort für die Autobahn eine Vignette benötigt dürfte allseits bekannt sein. Dass man für ein Auto mit Anhänger aber auch gleich zwei braucht, ist so machen vielleicht neu, so wie uns. Das Auto meiner Eltern, welches wir aufgrund der montierten Anhängerkupplung nahmen, hatte bereits eine. Der Anhänger, der noch keine Schweizer Luft geschnuppert hatte aber noch nicht. Also wurden hierfür auch gleich mal rund 36€ fällig. Zum Glück wollten die nicht auch gleich noch Geld für die Motorräder ;).

Angekommen in Hedingen, einem kleinen und gemütlichen Dorf ca. 11km Luftlinie südlich von Zürich bezogen wir unser Wochenendquartier. Wir machten die Mopeds startklar, was sich leider als gar nicht so leicht herausstellte. Beim Beladen des Hängers zwei Tage vorher hatte ich die Zündung von Flo’s Motorrad nicht komplett abgeschaltet. Dann bleibt bei der BMW das Licht an und die Batterie läuft leer, anders als bei meiner Maschine. Also erst mal die Verkleidung der F 650GS abgebaut, damit wir an die Batterie ran kamen und mit dem Auto Starthilfe geleistet. Danach ging es ab nach oben, rein in die Montur und rauf auf die Maschinen. Die Tour hatten wir vorher noch auf unser geliehenes Navi aufgespielt. An dieser Stelle ein Tipp für alle, die sich kein eigenes Motorrad-Navi kaufen möchten: http://www.navi-rent-shop.de/

Schon zu spät… Umleitung

Da es schon deutlich später war als geplant, beschlossen wir nur eine kleine Tour in die Alpen zu unternehmen. Das heißt, wir fuhren von Hedingen aus erst mal Richtung Süden nach Luzern, dann Richtung Sarnen am Sarnersee. Von Osten nach Westen herum um den Glaubenberg, über Flühli und Schüpfheim wieder zurück nach Luzern. Dort genossen wir auf dem  Europaplatz am Kunstmuseum noch den wunderschönen Sonnenuntergang. Dann fuhren wir etwas weiter östlich als vormittags über Meggen und  Küssnacht Richtung Zugersee und dann über Cham direkt wieder zurück nach Hedingen.

Noch eine kurze Pause in Luzern, den Sonnenuntergang genießen.

Alles in allem war die Tour 232km lang und mit Pausenzeiten waren wir runde acht Stunden unterwegs. Wer es etwas genauer wissen möchte, für den habe ich am Ende des Blogeintrages noch die GPS-Logfiles online gestellt (im GPX-Format). Importieren könnt ihr diese entweder in Google Earth oder in Tyre, einer Software speziell für die Erstellung und Ausarbeitung von Routen für Auto- und Motorradfahrer (kostenlos).

Hier noch der Track zur Ansicht:

Download

Samstag, 03.09.2011 – Vier-Pässe-Tour durch die Schweiz

Für Samstag war dann große Motorradtour geplant. Die Vier-Pässe-Tour, es sollten sogar fünf werden, wie sich später herausstellte.

Bei wunderschönem Wetter starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück zu unserer Tour. Doch bevor wir die Alpen befahren konnten, mussten wir zuerst wieder nach bzw. durch Luzern und am Vierwaldstättersee vorbei. Im Samstagvormittag-Verkehr selbst mit Motorrädern kein allzu leichtes Unterfangen. Länger als geplant waren wir für diesen Streckenabschnitt unterwegs, unter anderem auch aufgrund eines kleinen Verfahrers (daher auch der Ausreißer im GPS-Log). Wir haben es aber letztendlich geschafft und kamen über Sarnen und Meiringen ins Gebirge.

Unsere Motorradtour über folgende Schweizer Bergpässe

Folgende Pässe standen für diesen Tag auf dem Programm (in geplanter Reihenfolge):

  1. Sustenpass (2240m ü nN)
  2. Gotthardpass (2106m ü nN)
  3. Passo della Novena (2478m ü nN)
  4. Furakapass (2436m ü nN)

Los ging es also mit dem Sustenpass. Hier die Aussicht von einem Parkplatz nahe des Steingletschers und der dazugehörigen Steinalp. Danach ging es zurück auf die Steinalp zur ersten Pause. Wer gemütlich sitzen und den spektakulären Ausblick auf den Gletscher genießen möchte, dem sei die Steinalp empfohlen.

Hier noch mal ein selbst erstelltes Panoramabild.

Panorama Sustenpass.

Danach ging es weiter Richtung Gotthartpass. Hinauf ging es über den neuen Pass mit entsprechend viel Verkehr. Hinunter dann über den alten Pass, gepflastert und ohne andere Autos oder Motorräder. Angekommen oben auf dem Passo della Novena zog der Himmel etwas zu. Glücklicherweise hielt das Wetter jedoch. Der Anblick der Wolken in den Alpen war jedoch trotzdem spitze!

Auf dem Weg zur Spitze des Furkapasses legten wir dann noch eine kurze Pause mit Eis auf einer Hütte gegenüber des Hotel Belvédère (Name leider nicht mehr bekannt) ein. Die Hütte bietet die Möglichkeit, für ein paar Franken bis an den Rand eines Gletschers zu gehen. Die Strecke hierher gehört meiner Meinung nach übrigens zu den besten, die ich je gefahren bin. Kurvig wäre untertrieben!

Sustenpass? Klar, einfach noch mal!

Auf dem Heimweg stand dann der direkte Weg über diverse Landstraßen zur Wahl oder ein zweites Mal der Sustenpass. Wir entschieden uns für den Pass, etwas unsicher aufgrund des Wetters, aber guter Dinge, dass es trocken bleibt. Also ging es wieder hinauf bis auf rund 2240 Meter und die Entscheidung war die richtige! Durch das unsichere Wetter hatten scheinbar die meisten anderen Motorrad- und auch Autofahrer bereits den Heimweg angetreten. Der Pass war so gut wie leer! Also konnten wir zum Abschluss unserer Tour noch mal ordentlich Gas geben und so aus den Alpen heraus wieder Richtung Luzern fahren. Der Rest der Strecke war bereits vom Vortag und dem Hinweg bekannt.

Hier noch der Track zur Ansicht:

Download

Eigentlich wollten wir an diesem Samstag Abend noch mal in Zürich ein Bier trinken und/oder feiern gehen. Aber nach der 426km langen Tour war mit uns absolut nichts mehr anzufangen. Also ging es ab nach hause zum Abendessen und dann ins Bett.

Sonntag, 04.09.2011 – Hallenklettern für jede Menge Geld

Leider mussten wir aufgrund des Wetters unsere Planung für Sonntag spontan anpassen.

Ursprünglich wollten wir draußen klettern gehen, aber es regnete den ganzen Tag. Deshalb entschieden wir uns für das Pilatus Indoor Kletterzentrum in Luzern. Wie alles in der Schweiz ist auch die Kletterhalle nicht gerade billig (24 CHF Eintritt), aber die Halle und die Routen waren wirklich super! Es gibt dort einen Sektor, in dem man bereits angeseilt quasi aus einer Art Höhle heraus bouldern muss. Nach rund fünf Metern Kletterstrecke steigt man dann in die eigentliche Kletterroute ein, um dann bis auf 13m bis an die Decke zu klettern. Alles selbstverständlich überhängend und dementsprechend anstrengend!

Das Pilatus Indoor Kletterzentrum ist definitiv eine Empfehlung wert, wenn man den hohen Eintrittspreis nicht scheut! Von der Halle haben wir keine Bilder gemacht, da wir uns aufs Klettern konzentrieren wollten. Es gibt aber Fotos auf der Webseite.

Kurzbesuch in Zürich

Am Abend war das Wetter dann wieder stabiler und trocken. So entschieden wir uns, unsere Samstags-Planung erneut aufzugreifen und in Zürich ein Abschlussbier trinken zu gehen.
Wie wir jedoch leider feststellen mussten ist Zürich sonntags abends so gut wie ausgestorben. Daher blieb es bei einer nächtlichen Tour durch die Stadt und zahlreichen Experimenten mit der Kamera vor der wunderschönen Kulisse der Stadt.

Hier ein paar Impressionen:

Danach ging es wieder zurück nach Hedingen und ins Bett. Am nächsten Tag stand packen, sauber machen, beladen von Auto und Hänger und die Heimfahrt auf dem Plan.

Eines steht fest: Schweiz, wir kommen wieder!

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

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