Flo seilt sich ab
Der Gipfel der Dummheit! Gedanken zu einem lebensgefährlichen „Kletterkurs“
13. September 2018

Reiseplanung Neuseeland

Auckland Skyline 2

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann like oder teile ihn.

Auckland Skyline 2

Intro

Neuseeland stand bei mir ganz weit oben auf meiner Bucket List. Wie bei wahrscheinlich vielen Anderen auch. Und das aus gutem Grund! Mal eben für 3 Wochen runter zu fliegen hat für mich aber irgendwie nie viel Charm gehabt. Dafür finde ich den Flug einfach zu lang. Zum Glück ist in Deutschland das „Sabatical“ mittlerweile recht verbreitet. Sehr angenehm! Keinen Stress mit der Steuer, keinen Zusatzaufwand mit der Krankenversicherung, keine Notwendigkeit den Job zu kündigen. Gesagt – getan! Mit Übernahme meines letzten Projektes vor 2 Jahren habe ich im Büro angekündigt, dass ich Ende 2018 ein paar Monate nicht erreichbar sein werde. Notwendig gewesen wäre das zwar erst zu einem späteren Zeitpunkt, aber man sollte meiner Meinung nach immer fair miteinander umgehen. Der Entschluss stand. Hat im Rückblick auch alles problemlos funktioniert. 

Die Planung

Wie üblich gibt es bei mir im Voraus keinen detaillierten Plan für diese Reise. Ich genieße es, mich auf Reisen treiben zu lassen und die Detailplanung an mein aktuelles Befinden und die Bedingungen vor Ort anzupassen. Der grobe Rahmen stand recht schnell: Eine Woche im Hostel buchen, um erstmal anzukommen. Runterfliegen. Van kaufen. Auf der Nordinsel von Neuseeland startenund der Route der MTB Tracks und Trailparks nach Süden folgen. Auf der Südinsel ist im September nämlich immer noch Winter. Wenn es das Wetter zulässt, so viel wie möglich Gleitschirmfliegen. 

Flüge – Vorsicht bei der Buchung

Die Flüge nach Neuseeland habe ich über die Lufthansa gebucht. Sicher wäre das auch günstiger gegangen, aber mit dem ganzen Gepäck will ich eigentlich keinen weiteren Stress haben. Für irgendwas muss man ja arbeiten. Mit knapp 1.400€ fand ich den Preis für Hin- und Rückflug noch vertretbar. Sicher, der Hinflug ist für diesen Preis weder stornierbar, noch umbuchbar. Der Rückflug kann dafür wenigstens umgebucht werden. Da müsst ihr bei Lufthansa echt aufpassen. Es gibt in Summe 14 verschiedene Buchungsklassen in Economy. Jede dieser Klassen unterscheidet sich in den Restriktionen hinsichtlich Stornierbarkeit, Umbuchbarkeit und Upgradefähigkeit. Nicht verwechseln mit den Beförderungsklassen 😉 Wäre auch zu schön, wenn das einfach und verständlich wäre!

Visum für Neuseeland

Äääh, ja. Was brauche ich? Reisepass und Visa-Karte versteht sich von selbst. Visum?

OK, wie lange im Voraus muss ich das beantragen? 6 Wochen? Könnte gerade noch reichen! (Nicht, dass ich dafür nicht 2 Jahre Zeit gehabt hätte). Da ich in Neuseeland nicht arbeiten will reicht mir ein normales Touristenvisa. Da ich länger wie 3 Monate bleibe genügt mir der Reisepass nicht. Kostenpunkt: 165 NZ Dollar. Entspricht aktuell ca. 94€. Der Aufwand mit Passbild, Nachweis über finanzielle Verhältnisse und Fragebogen darf gerne mit einem Tag einkalkuliert werden. Insbesondere das Passbild hat mich einiges an Aufwand gekostet. Dies muss durch den Algorithmus der neuseeländischen Behörde. Es gibt zwar Vorgaben. Bei mir ist es am Ende aber auf Try-and-Error hinausgelaufen.

Krankenversicherung 

Bei Reisen über 6 oder bei manchen Versicherungen auch 8 Wochen muss eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden. Immer sinnvoll! Ich habe mich für die HanseMerkur entschlossen. Ob das richtig oder falsch war, kann ich euch spätestens nach dem ersten Krankenhausaufenthalt sagen. Kostenpunkt: 175€ für 5 Monate.

Papierkram

5 Monate sind eine lange Zeit. Keine Ahnung, was mich in der Zeit alles reitet. Also alle Dokumente einscannen und einpacken. Fallschirmlizenz, Sprungbuch, Gleitschirmlizenz, Packnachweis, Versicherungskarte, Kitesurflizenz, Tauchschein.

Koffer packen – Eine Kunst für sich

Was muss alles mit? Bike – check. Gleitschirm – check. Speedflyer – check. Klettersachen – check. Der ganze Krimskrams dazu wird einfach mit in die Taschen geschmissen. Klingt nach einem Plan! Wo pack ich das am besten rein? OK, für das Bike muss ein Bikebag her. Am besten faltbar, damit der auf der Reise nicht zu viel Platz wegnimmt. Das Ding muss ich ja die nächsten Monate mit mir rumschleppen. Für den großen Gleitschirm hatte ich noch eine 100L Duffel von Ortlieb zuhause. Groß genug für Schirm + Gurtzeug + Retter + Kleinkram. Der Speedflyer bringt seinen Packsack gleich mit. Der kommt ins Handgepäck. Dazu kommt der Rest an Elektronik, der nicht in die Laptoptasche passt. Alles andere kommt ins große Aufgabegepäck. Es wird ein weiterer 110L Duffel mit Rollen von Ortlieb. 

Problem: Die Taschen gehen nicht zu!!!

OK, fangen wir an auszusortieren: 80m Kletterseil bleibt wohl daheim. Steigeisen, Kamaraslider, Eisschraube auch. Das kann man leihen oder neu kaufen. 

Was hab ich da drin – Steine ?!?

Der Bikebag wiegt jetzt 36kg statt der erlaubten 32kg. Das Aufgabegepäck hat noch 28kg der erlaubten 24kg. Der Gleitschirm wiegt 19kg, hat also noch 13kg frei. Aber keinen Platz in der Tasche…. Jetzt fängt das Tetris spielen an! 

Schlussendlich waren bis auf die Gleitschirmtasche alle Taschen 1-2kg über dem erlaubten Limit. Hat am Flughafen aber keine Probleme verursacht. Läuft! Man muss ja auch mal Glück haben!

Ankunft in Auckland

Den Flug habe ich besser weggesteckt, als ich dachte. Nur eine Dusche wäre jetzt noch toll. Aber die muss erstmal warten. Prio 1: SIM Karte fürs Handy. Gibt es am Flughafen. Netzwerk Spark. Sehr geschickt! Alernative wäre noch Vodafone oder Skinny gewesen. Spark habe ich aufgrund der Kosten und der mobilen Hotspots ausgewählt. Im Nachhinein hätte es Skinny auch getan und ein paar Euro gespart. Bis das alles erledigt war, war auch mein Gepäck bereits am Band. Kein Warten, kein Suchen. Alles da. Läuft! Nächte Aufgabe: Lagerraum für das Gepäck anmieten. Dank funktionierendem Handy ging das in 10 Minuten. Also ab ins Taxi und weg das Zeug. Bereits hier wurde die freundliche und hilfsbereite Art der Neuseeländer sichtbar. Für das ganze Gepäck reichte ein normales Taxi nämlich nicht. Ein Van musste bestellt werden. Das Flughafenpersonal hat das alles wie selbstverständlich erledigt. Gefällt mir! Für den Lagerraum habe ich samt Schloss 124$ für einen Monat bezahlt. Völlig in Ordnung. Mit nur einem Rucksack reist es sich dann deutlich entspannter! Um das Budget etwas zu schonen bin ich dann vom Storage aus mit dem Bus und Bahn zum Hostel gefahren. Sofort kommt man mit Menschen ins Gespräch und jeder ist bemüht zu helfen. Sowas habe ich selten erlebt! 

Haka Lodge 1

Quelle: https://www.hakalodge.com

Das Hostel Haka Lodge hat sich im Rückblick als wahrer Glücksgriff erwiesen! Saubere Zimmer und eine Möglichkeit, das Gepäck wegzuschließen. Vorhänge an den Betten, eine schöne Küche und ein gemütlicher Gemeinschaftsraum. Es ist vielleicht ein paar Dollar teurer als andere Hostels. Meiner Meinung nach aber jeden Cent wert! Was will man mehr.

Richtig: Eine Dusche!

 

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann like oder teile ihn.

Robert
Robert
Robert, unser gebürtiger Schwabe ist hauptberuflich Projektmanager. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in der Luft. Wenn er mal gerade nicht auf einer der vielen Sprungplätzen der Welt zum Fallschirmspringen anzutreffen ist, verbringt er seine Freizeit mit Gleitschirmfliegen, Mountainbiken, Klettern, Wandern, Skitourengehen oder Tauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.