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Skitour Hinterer Daunkopf – mehr Kondition als Abfahrtsspaß

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Dankbar bin ich immer im Leben für spontane Aktionen. Am liebsten in den Bergen, denn schließlich sind diese erfahrungsgemäß die besten. Gut, wenn man dann auch noch Bloggerkollegen hat, die ebenso spontan sind und im Gegensatz zu mir auch noch in den Bergen wohnen.

Aufstieg Hinterer Daunkopf

Markus von www.draussen-unterwegs.de war am Samstagabend nach dem SportScheck Gletscher Testival schnell für eine kurzfristige Skitour motiviert, lieh mir auch noch eine Lawinenschaufel und eine Sonde und der Treffpunkt morgens um 5 Uhr war auch zügig verabredet. Ich checkte bereits abends aus dem Hotel aus, da frühmorgens die Rezeption noch nicht besetzt war. Nach einem kurzen Riegelfrühstück saß ich auch schon im Auto, hoch zur Mutterbergalm und nahm hier Markus und Angelika in Empfang. Vorteil dieser Uhrzeit ist, dass wir trotz des Testivals noch in der ersten Reihe fussfrei parken konnten (wo doch die letzten Tage hier bereits frühs hunderte Autos standen), um danach 7km und 1500hm zu latschen. Was ein Gegensatz, da wäre es auf die 500 Meter Parkplatzspurt auch nicht angekommen! 😉

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Wir fellten schnell auf und entschieden uns, trotz sehr schlechter Schneelage direkt hinter dem Parkplatz auf dem Restfirn loszulaufen. Der Weg ging erst eine Forststraße bzw. breiten Weg auf hartem Eis in gemäßigter Steigung nach oben. Als wir oben kurz das Pistengebiet queren mussten, fegte bereits ein Fön über uns hinweg, der es richtig zugig werden ließ. Wir spurten teils in vorhandener, teils in neuer Spur immer weiter Richtung Gipfel des 3225m Meter hohen, hinteren Daunkopfs. Gegen Ende steilt der Hang zweimal auf und die ersten Spitzkehren der Saison werden nötig. Ich erinnere mich immer wieder an meinen Skitourenkurs mit Dani vor 4 Jahren: „Einfach hängen lassen und dann kicken“. Der Spruch, dass denke ich mir jedes Mal, könnte auch aus dem Rotlichtgeschäft stammen. 😉

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Ca. 100-150hm unter dem Gipfel wird der Gipfelhang so steil und derzeit hart, dass ohne Harscheisen wenig ging, sodass wir ein Skidepot anlegten und den Rest zu Fuß erst über Firn dann über verschneites, leichtes Blockgelände zurücklegten. Die letzten Meter verliefen am Grat entlang und da blies es echt wie „Hechtsuppe“. Wir standen direkt im Wind vor einer mächtigen Fönquelle, die langsam auf uns zurollte und wir wurden mit recht hohen Windspitzen und Spinndrift am Gipfel empfangen, sodass wir auch nicht sehr lange da oben verweilten. Kurz etwas futtern, paar Fotos, die schottischen Verhältnisse genießen und ab nach unten zu den Ski.

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Abfahrt –  wenig Spaß, viel Training

Die Abfahrt war im oberen Teil noch halbwegs in Ordnung, aber der Hang aufgrund des sehr weichen und viel zu wenigen Schnee ohne Auflage schlecht befahrbar. Im unteren Teil war dann reines Kurzschwung- und Oberschenkeltraining auf eisigstem Untergrund angesagt, bevor uns ganz unten dann auch noch steiniger Schnee erwartete.

Nach gut 5 Stunden waren wir wieder am Parkplatz und genossen bei einem Bier und Musik den ersten – mit 1500hm – doch recht ordentlichen Skitourentag dieser Saison. Die Tour ist sicher klasse und trotz nahem Skizirkus noch richtig schön. Allerdings empfehle ich definitiv noch bessere Schneeverhältnisse abzuwarten, um auch die Abfahrt richtig genießen zu können. Diesmal war es eher Konditionstraining als Abfahrtsspaß.

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Danke nochmal an Markus für die Leihgabe und Spontanität. Hoffentlich bis bald im Eis oder Schnee, wenn denn endlich der Winter kommt!

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Flo
Flo

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