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Start in die Fallschirm Saison 2017

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Eines der Probleme als Fallschirmspringer in Deutschland ist die recht kurze Saison. Diese reicht im Besten Fall von Anfang März bis Ende Oktober. Sicher gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit, das ganze Jahr über zu springen. Ich für meinen Teil bin aus der Sturm und Drang Phase heraus, in der ich noch mehrere hundert Kilometer gefahren bin, nur um ein paar wenige Sprünge auf die Uhr zu bekommen. Und mir dabei den Arsch abzufrieren. Es gibt einfach bessere Wintersportarten als Fallschirmspringen. Wirklich! Deswegen aber gleich eine Sprungpause von 4-5 Monaten in Kauf zu nehmen ist aber irgendwie auch keine angemessene Option.

Klare Sache: Ein kleiner Trip in wärmere Gefilde ist hier geboten!

Auswahl der Dropzone

Glücklicherweise gibt es in unserem Winter einige Angebote um die Saisonpause durch einen Kurztrip zu unterbrechen. Über Weihnachten finden auf der ganzen Welt Sprungveranstaltungen, die sogenannten Boogies statt. Für gute Coaches, entsprechende Flugzeuge und die Partys am Abend wird hier bestens gesorgt. Wer Weihnachten lieber mit der Familie oder Freunden verbringen will hat dann nochmal ab dem 27.12 in Dubai die Chance an einer größeren Veranstaltung teilzunehmen. Für mich war rein von der zeitlichen Planung her dieses Jahr keines von beidem eine Option. Freunde von mir kamen dann mit dem Vorschlag „Skydive Spain“. Die Vorteile liegen auf der Hand: Günstiger Direktflug von Frankfurt, günstiges Hotel, gutes Essen und faire Sprungpreise. Was will man mehr? Schnell hatte sich eine entsprechend große Gruppe gebildet. Da auch die Besitzer unserer Dropzone, zusammen mit ein paar Schülern den Weg nach Spanien geplant hatten, konnte ich mich auf eine stattliche Gruppe freuen.

Skydive Spain, ich komme!

Nach einer längeren Erkältung über Weihnachten und dem wie erwartet rasanten Start ins Arbeitsjahr 2017 war ich in Kalenderwoche 2 dann auch in entsprechender Verfassung für eine gute Portion Urlaub. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht bin ich Samstag morgen zum Check-In geschlendert und habe dort auch schon die ersten unserer Gruppe getroffen. Ab zum Gate, kurzer Snack und schon waren wir in Sevilla. Beim Aussteigen nett vom Piloten über die Sprechanlage verabschiedet. Koffer holen und ab in die Sonne. Mir hätte in dem Moment bereits ein Plastikstuhl auf dem Parkdeck des Flughafens gereicht. Einfach nur klasse! Die anderen konnten mich dann aber doch zum Einsteigen ins Auto überreden.

Einmarsch von „The Germans“ bei Skydive Spain

Tino, der Besitzer der Southsidebase, hatte uns schon aus Deutschland angemeldet, um den ganzen Papierkrieg einer so großen Gruppe so gering wie möglich zu halten. Die Dropzone hatte entsprechend viel Personal bereitgestellt um Registrierung, Platzeinweisung und Systemcheck zügig durchzudrücken. So hat es für uns dann noch einen schönen Sprung zum Sonnenuntergang gegeben. Leider geil!

Der Rest des Abends hat dann noch enorm zu meiner Erheiterung beigetragen. Angefangen haben wir mit zwei Autopannen. Unser Auto hat sich einen Platten beim befahren der Schlaglochpiste gezogen, die sporadisch auch als einzige Zufahrt zum Flugplatz dient. Ein Opel ist dann eben doch kein Landrover Discovery. Gleich darauf hat Meike, eine unserer Schülerinnen, ihren Mietwagen in einem Schlammloch versenkt. Waren wir also zu fünft im Auto. Gefolgt von einem Gelage im Choza de Manuela. Einem Restaurant ganz nach meinem Geschmack.

Fazit der Sprungwoche

Mir hat die Woche Spanien extrem gut getan! Ich habe einen Haufen nette Leute getroffen. Wir haben viel gelacht, jeden Abend königlich gespeist – Darüber freut sich jetzt vor allem die Wage. Haben keinen größeren Ärger mit der Rezeption unseres Hotels bekommen wenn wir mal wieder etwas zu lange auf den Zimmern einen Absacker getrunken haben. Niemand hat sich verletzt. Alles super!

Die Dropzone an sich ist sehr gut strukturiert und verfügt über drei unglaublich potente Do-28 Flugzeuge. Mit diesen Raketen fühlt sich der Steigflug auf 4600m über Grund an wie ein kurzer Trip im Fahrstuhl. Einfach sau geil! Das Wetter war die ganze Woche über Sonnenschein pur. Morgens klar noch etwas kühl. Es war ja schließlich auch Januar. Mittags sind die Temperaturen aber fast immer auf über 20°C geklettert. Bei solch guten Bedingungen sind dann auch mehr als 40 Sprünge die Woche überhaupt kein Problem. Auch wenn mich der Rest der Springer versucht hat zu sabotieren, in dem alle bereits vor Sonnenuntergang beschlossen haben, keine Lust mehr auf Springen zu haben.

Das war sicher nicht mein letzter Besuch in Spanien! Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!

Fall einen von euch jetzt auch die Lust gepackt hat, einfach melden! 

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Robert
Robert
Robert, unser gebürtiger Schwabe ist hauptberuflich Projektmanager. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in der Luft. Wenn er mal gerade nicht auf einer der vielen Sprungplätzen der Welt zum Fallschirmspringen anzutreffen ist, verbringt er seine Freizeit mit Gleitschirmfliegen, Mountainbiken, Klettern, Wandern, Skitourengehen oder Tauchen.

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