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1. März 2020

Anleitung Kastenwagen Campingausbau – Die Do-It-Yourself Campingbox

3D-Konstruktion der Campingbox

3D-Konstruktion der Campingbox

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Die DIY Campingbox / Biberbox für euren Kastenwagen

Ihr möchtet euren Kastenwagen bzw. Hochdachkombi à la VW Caddy zu einem alltagstauglichen Campingauto erweitern? Kein Problem! Diese Anleitung erklärt euch, wie ihr eine Campingbox baut, die euch eine Liegefläche von ca. 200 x 118 cm zum Übernachten im Auto bietet und dazu noch Stauraum für euer Material.

Die perfekte Lösung also für Outdoorsportler wie uns! Dabei ist es relativ egal, welches Fahrzeug ihr als Basis nutzen möchtet, denn die Kiste sollte eigentlich in alle Hochdachkombis passen. Falls nicht, passt ihr die Abmessungen (siehe unten) einfach an euer Auto an. Und dabei bleibt euer Fahrzeug vollkommen alltagstauglich, sodass ihr auch weiterhin zu fünft fahren könnt! Ihr habt sozusagen Campingmobil und Familienkutsche in einem 😉

Vergleichbare Campingboxen gibt es zwar auch fertig zu kaufen, diese liegen preislich aber weit über dem, was für diesen Selbstbau veranschlagt werden muss! Grob gerechnet zahlt ihr mit der Do-It-Yourself Variante nur die Hälfte! Dazu aber unten mehr.

Disclaimer: Die mit Sternchen (*) markierten Links in diesem Artikel sind sogenannte Affiliate Links. Solltet ihr über einen solchen Link etwas kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Euch kostet der Artikel dabei natürlich keinen Cent mehr! Danke für eure Unterstützung!

Ich entschuldige mich schon mal vorab für die schlechte Qualität der Bilder. Beim Bau der Campingbox stand weniger das Fotografieren als eher ein zügiges Vorankommen im Vordergrund.

Vorgeschichte

Jahrelang war ich mit meinem kleinen Cityflitzer mehr als zufrieden. Sogar den dreiwöchigen Bergurlaub mit Flo hat mein Toyota Aygo mit Bavour gemeistert. Aber gegen Ende letzten Jahres wurde der Wunsch einfach zu groß, nicht ständig das Zelt auf- und abbauen zu müssen. Eine Übernachtung im Auto hat hier unschlagbare Vorteile:

  • Auf-, Abbau und Trocknung des Zeltes entfallen
  • Ihr seid schneller wieder startbereit
  • Es kann quasi überall übernachtet werden. Auf Rast- und Parkplätzen und sonstwo, wo ein Zelt eher Aufsehen erregt
  • Das Material immer schnell greifbar

In meinem kleinen Aygo lag genau das Equipment, das ich gerade gebraucht habe, immer ganz unten. Das ist sozusagen ein Naturgesetz 😛 Also hieß es immer: Komplettes Auto ausräumen, Zeug schnappen, komplettes Auto wieder einräumen, los.

Damit sollte Anfang 2019 Schluss sein. Daher begann ich mich nach einem größeres Auto umzuschauen, das genug Platz für mein ganzes Bergsportequipment und zwei Personen genug Platz zum Schlafen bietet.

Mein riesen Dank geht an dieser Stelle an Robert! Ohne ihn und seine Erfahrung im Handwerken, die er ja auch schon während seines Van-Ausbaus in Neuseeland vertiefen konnte, wäre meine Campingkiste niemals so toll geworden!

Die Basis – Das Fahrzeug

Meine Wahl fiel letztendlich auf einen Ford Tourneo Connect in der Kurzversion (L1). Also das Ford-Pendant zum VW Caddy (nicht zum Maxi). Die Abmessungen meiner Campingbox hier im Artikel richten sich nach diesem Fahrzeug. Für ein anderes Auto müsst ihr gegebenenfalls die Maße leicht anpassen. 

Um in den Kurzversionen der üblichen Kastenwagen eine entsprechend große Liegefläche hinzubekommen ,ist es allerdings notwendig die Vordersitze komplett nach vorne zu schieben und die Lehnen nach vorne zu drehen. Bei den Langversionen wie dem Tourneo Connect L2 oder dem Caddy Maxi sollte dies nicht nötig sein, dafür braucht ihr eben größere Parklücken 😉

Die DIY-Campingbox

Für meine Campingbox habe ich mich an der Anleitung der Do-It-Yourself Biberbox (Link) und diverser anderer Ideen aus dem Netz orientiert. Aus allen Ideen habe ich die für mich besten Infos zusammengetragen und auf meine Bedürfnisse angepasst.

Hier könnt ihr auch das 3D-Modell meiner Box anschauen, anpassen und runterladen.

Das Ziel: Die Campingbox sollte den Stauraum des Kofferraums ideal ausnutzen, genug Liegefläche für zwei Personen und allerlei Material bieten. Der Umbau vom „Fahrmodus“ in den „Schlafmodus“ sollte auch für eine Person schnell von der Hand gehen. Außerdem sollte die Box praktisch zu entfernen sein, falls sie doch mal in den Keller wandern muss.

Die Abmessungen meiner Campingbox, damit sie den Stauraum meines Tourneo Connect ideal ausnutzt, sind folgende:

Breite118 cm
Tiefe65 cm
Höhe nur Kiste38 cm
Höhe Kiste mit Auslegern42,5 cm
Höhe Kiste mit Auslegern und Matratze76 cm

Auf der eigentlichen Kiste liegen im „Fahrmodus“ die beiden Ausleger für die Schlaffläche. On top kommt noch die faltbare Matratze. Wenn ich alles im Auto habe, muss übrigens die Hutabdeckung weichen. Im „Schlafmodus“ bietet meine Box eine Liegefläche von 200 cm Länge bei einer Breite von 118 cm bzw. 112 cm auf der Matratze.

In die beiden Fächer rechts und links passen genormte Euro-Kisten mit insgesamt 64 Liter Volumen. So kann ich z. B. die Kiste mit Kletterequipment und die mit den Campingsachen einfach aus dem Keller direkt ins Auto laden und los geht’s!

Damit ihr euch in etwa vorstellen könnt, wie die Box aussieht und funktionert, hier mal ein paar Bilder der Konstruktion.

Materialliste

Die Holzplatten zum Bau der Kiste sowie die Matratze habe ich im Internet bestellt. Die Eisenwaren und den Rest im örtlichen Baumarkt gekauft.

WasAnzahlLänge (mm)Breite (mm)Höhe/Stärke/Durchmesser (mm)Link
Boden-/Deckelplatte, Ausleger Schlafplatten (Pappel Multiplex)4118065015Expresszuschnitt.de
Seiten-/Mittelteile (Pappel Multiplex)465035015Expresszuschnitt.de
Faltbare Matratze Palermo120001120110Matratzen-Compass.eu
Stapelbox 64 L grau2600400320Hornbach.de
Deckel zu Stapelbox grau (optional)260040020Hornbach.de
Stabilit Scharnier (Verbindung Mittel-Kopfteil)36090Bauhaus.info
Stabilit Aushebescharnier (Verbindung Kiste - Ausleger)365080Bauhaus.info
Spax Universalschraube (Befestigung der Scharniere)42164Bauhaus.info
Spax Universalschraube T-Star plus (Zusammenbau der Kiste)32806Bauhaus.info
Holzdübel (Zusammenbau der Kiste)12306Bauhaus.info
Kantenschutz (Ausleger Kopfplatte)11180Amazon (*)
Reepschnur (Aufhängung Ausleger)220002Amazon (*)

Messt den Kofferraum eures Kastenwagens genau aus und nutzt den Platz möglichst effizient. Der Kofferraum meines Tourneo beispielsweise 120 cm breit, also habe ich die Kiste mit 118 cm berechnet, damit ich sie noch vernünftig einladen kann.

Bei der Frage der Holzsorte habe ich damals einen Mix aus Pappel und Birke gewählt. Pappel für die Kiste selbst, Birke für die Ausleger. Die Idee war, dass Birke stabiler ist, da ich ja auf den Auslegern liege. Im Nachhinein muss ich sagen: Völliger Quatsch! Pappel hätte absolut ausgereicht, da auch die Ausleger immer auf den Sitzen aufliegen und daher nicht viel Gewicht tragen müssen. Noch dazu ist Pappel günstiger. Allerdings bekommt man Pappel Multiplex schlecht im örtlichen Baumarkt, daher kommen noch Speditionskosten dazu. Dafür ist der Gewichtsvorteil sowohl beim Benzinverbrauch, als auch beim Ein- und Ausladen super! Also baut die Campingbox am besten komplett aus Pappel. Wenn ihr euch das Schleifen auch noch sparen wollt, könnt ihr bei manchen Online-Händlern auch noch die Option „Kanten brechen“ wählen. 

Damit mir der Ausleger des Kopfteils nicht die Rückseite der Vordersitze nicht zerkratzt habe ich mir einen selbstklebenden, U-förmigen Kantenschuzt bestellt und um die entsprechende Kante des Kopftels geklebt. Und damit das Kopfteil unter Belastung nicht nach unten rutscht wird es mit 2 mm Reepschnüren in den Aufhängungen der Sicherheitsgurte von Fahrer und Beifahrer eingehängt. Mehr dazu weiter unten.

Bauanleitung Campingbox

Grundkonstruktion der Campingkiste

Los geht’s mit dem Kantenschleifen der Holzplatten. Mit Einhandzwingen fixieren wir danach temporär die Seitenteile an der Bodenplatte, um mit dem 4 mm Holzbohrer die Löcher vorzubohren. Also anzeichnen, pro Seitenteil vier Löcher vorbohren und mit dem Kegelsenker das Versenken der Schrauben vorbereiten. Für mehr Stabilität setzen wir zusätzlich Dübellöcher. Achtet beim Anzeichnen der Tragelöcher darauf, dass diese nicht über Schrauben verlaufen. Sonst braucht ihr gleich ein neues Blatt für die Stichsäge. Im Anschluss können die beiden äußeren Wände schon mal mit den Holzdübeln, Leim und Schrauben an der Bodenplatte befestigt werden.

Steht der Rahmen der Kiste fügen wir noch die Zwischenwände ein. Die Breite der beiden äußeren Fächer richtet sich nach der Breite der Euro Kisten. Die Maße sind ganz einfach zu ermitteln. Die kleinste Box ist 300x400mm. Auf die nächstgrößere passen immer 2 der kleineren. Ich habe mich für die Kisten mit 400 x 600 mm entschieden. Die beiden äußeren Bereiche werden so jeweils ca. 42 cm breit. Dadurch bleibt der mittlere Bereich ca. 28 cm breit. Hier können wir allerlei andere Dinge drin transportieren. Die Vorgehensweise ist die gleiche. Zwischenwände rein, mit den Zwingen fixieren, Löcher vorbohren und senken. Die Holzdübel können wir hier weg lassen.

Bau der Ausleger / Schlafplatten

Nachdem nun die Grundkonstruktion unserer Campingbox steht, kümmern wir uns um die Ausleger. Die beiden Platten haben die gleiche Grundfläche wie die Box selbst, also 118 x 65 cm und werden mit Winkeln aneinander geschraubt. Zuerst bohren wir aber mit dem Forstnerbohrer oder der Lochkreissäge jede Menge Löcher in die Platten. Erstens kann die Matratze bei längeren Trips so besser atmen und zweitens sparen wir uns dadurch etwas Gewicht. Wir haben pro Platte 28 Löcher mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern gebohrt. Malt euch zuvor die Ansatzpunkte für den Bohrer auf, dann könnt ihr hinterher problemlos ein Loch nach dem anderen bohren. Am besten geht das, indem ihr die zu bohrende Platte auf einen Arbeitsplatte legt und den zu bohrenden Bereich überstehen lasst. Mit den Einhandzwingen befestigen wir eine alte Holzlatte unter der Platte, so wird das Ausfransen der Bohrlöcher minimiert.

Die Ausleger werden später noch an den Aufhängungen der Sicherheitsgurte aufgehängt. Dafür bohren wir einfach am Kopfende rechts und links jeweils zwei kleine Löcher mit einem 4 mm Bohrer.

Sind alle Löcher gebohrt, geht es ans Schleifen. Mit Schleifpapier und/oder einem Dremel schleift ihr alle Kanten sauber ab. Danach könnt ihr die beiden Platten und die Kiste selbst schon mal großzügig mit dem Hartholzöl einschmieren. Dazu nehmt ihr am besten eine strapazierfähige Rolle Küchenkrepp und Gummihandschuhe. Seid nicht zu sparsam mit dem Öl, das Holz soll sich gut vollsaugen!

Grundkonstruktion und Ausleger „verheiraten“

Im Anschluss schrauben wir die beiden Ausleger mit den Stabilit Scharnieren aneinander. Der zusammengeschraubte Ausleger wird mit den Aushebescharnieren an der Grundkonstruktion der Campingbox befestigt. Die Aushebescharniere haben den großen Vorteil, dass der Ausleger so schnell und einfach von der Box abgenommen und einzeln transportiert werden kann. Sonst wird die ganze Geschichte zu schwer und unhandlich… Achtet darauf, die Scharniere so anzubringen, dass sich die Platten korrekt ausklappen lassen. Der vordere Teil des Auslegers liegt im zusammengeklappten Zustand oben auf, der mittlere Teil also direkt auf der Kiste. Vom Kofferraum aus gesehen sollte man so beide Platten zusammen nach vorne weg klappen, also Richtung Fahrersitze. Im Anschluss klappt man dann die vordere Platte noch mal weiter aus und erreicht so die gesamte Liegefläche. Schaut euch dazu am besten noch mal die Konstruktionszeichnungen oben an.

Die letzten Handgriffe

Die komplette Campinbox solltet ihr mindestens 24 Stunden lang gut belüftet stehen lassen, z. B. in der Garage oder auf dem Balkon. Und selbst danach werdet ihr den Geruch des Hartholzöls noch im Auto haben.

Nachdem das Öl eingezogen und getrocknet ist, könnt ihr den Kantenschutz anbringen. Dieser hat den Zweck, dass die Holzplatten euch nicht die Rückseite eurer Vordersitze demolieren. Das wäre in meinem Tourneo Connect bei der Liegefläche von gut 200 cm nämlich der Fall gewesen. Also bringt ihr zuerst das doppelseitige Klebeband am Kopfende an und danach klebt ihr den Kantenschutz auf.

Zum Schluss fädelt ihr noch die dünne Reepschnur durch die Löcher am Kopfende. Die lasse ich einfach an Ort und Stelle und binde sie nach dem Ausklappen der Liegefläche an der Aufhängung der Sicherheitsgurte fest. Bei Bedarf könnt ihr auch eine Art Rückenlehne bauen, indem ihr die Reepschnüre einfach kürzer spannt und somit das Kopfteil etwas aufstellt.

Die umgeklappten Rücksitze sind bei meinem Tourneo Connect leider nicht hoch genug, damit die Liegefläche eben aufliegen könnte. Damit sie in der Mitte nicht durchhängt, lege ich einfach eine entsprechend breite Holzleiste unter, auf der dann wiederum der Ausleger aufliegt. Die Leiste passt im „Fahrmodus“ in die Lücke zwischen Campingkiste und Rücksitzbank, ist also immer dabei.

Wie man sich bettet, so liegt man – Die Wahl der Matratze

Die ersten Nächste habe ich einfach die Isomatte ins Auto geworfen und darauf geschlafen. Als Dauerlösung hat mir das aber nicht getaugt, es sollte eine richtige Matratze her. Natürlich musste sie faltbar sein, damit sie vernünftig ins Auto passt. Flo hat für den Ausbau seines Caddy’s schon eine Matratze beim Matratzen-Compass bestellt, die wir während unserer Wanderung im Schwarzwald schon getestet haben. Insofern wusste ich schon, dass es sich gemütlich darauf schläft und die Verarbeitung gut ist. Ich habe also nicht lange gefackelt und die 189 Euro für das Modell Palermo investiert. Bestellt habe ich sie in 112×200 cm, also etwas schmaler als meine Campingkiste. Warum? Weil die Schiene, auf der die Hutablage normalerweise aufliegt, die Breite von 120 cm nicht zugelassen hätte. Zusammengeklappt hat die Matratze die Maße von ca. B 112 x H 33 x T 66 cm.

Werkzeug

Folgendes Werkzeug haben wir zum Bau der Campingbox verwendet.

Stolpersteine

Naturgemäß passieren Fehler. Glücklicherweise waren es bei meiner Box nur Kleinigkeiten, die sich auch leicht beheben ließen und im Nachhinein kein Problem darstellen.

Wie oben schon erwähnt, würde ich die Auslegerplatten heute auch aus Pappel fertigen, Birke ist einfach zu schwer und die Tragfähigkeit der Pappel reicht bei weitem aus.

Außerdem haben wir die Griffe zum Tragen der Kiste zu gesetzt, dass wir bei deren Aussägen an den Schrauben der Deckelplatte hängen geblieben sind. Achtet also darauf, dass ihr die Schrauben bzw. Griffe so setzt, dass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen. Alternativ könnt ihr, so haben wir es gemacht, die Schrauben auch einfach abflexen.

Geplante Erweiterungen der Campingkiste

Die eine oder andere Idee kam mir erst, nachdem die Kiste schon fertig und in Betrieb war. Die folgenden Punkte stehen also noch auf der Todo-Liste und werden dann bei Gelegenheit angegangen:

  • Die beiden Mittelwände bekommen noch Griffe, um die Kiste einfacher aus dem Auto ziehen zu können (im 3D-Modell schon zu sehen)
  • An der Seite der Kiste werden noch Filzgleiter (*) aufgeklebt, um Kratzer im Kofferraum zu verhindern
  • Die Aufhängung mithilfe der Reepschnüre soll noch um Spanner für Zeltleinen erwietert werden, damit sie nicht immer geknotet und der Knoten dann wieder geöffnet werden muss
  • Die Matratze bekommt noch eine Tasche mit Trageriemen für einfacheren Transport und Lagerung im Keller
  • Die Scheiben meines Tourneo Connect bekommen noch eine einfach zu montierende Verdunklung
  • Die Stapelkisten bekomme noch Deckel aus Holz mit einem Polster drauf, um auch als Hocker zu dienen

Und das Highlight: Der klappbare Ausleger soll zukünftig bei schönem Wetter außerhalb des Autos auch als Sofa genutzt werden können. An einem Konzept dafür arbeite ich bereits. Vielleicht kommt zu gegebener Zeit ein zweites Tutorial 🙂

Fazit und Preisvergleich der Campingbox

Mal ganz abgesehen davon, dass man den Wert von Dingen viel eher zu schätzen weiß, wenn man sie selbst gebaut hat, macht sich der Fleiß natürlich auch im Geldbeutel bemerkbar! Die „Biberbox“ in der Kaufversion liegt bei 849 Euro und das ohne Matratze! Ihr Vorteil liegt in der Tatsache, dass sie sich als Stecksystem einfach demontieren und sehr platzsparend im Keller aufbewahren lässt. Das geht mit der selbst gebauten Version natürlich nicht, allerdings auch nicht mit der DIY-Biberbox. Andere Campingkisten sind sogar noch teurer.

ArtikelEinzelpreisAnzahlGesamtpreis
Holzplatten Boden, Deckel, 2 x Ausleger29,34 €4117,36 €
Holzplatten Außen- und Trennwände11,66 €446,64 €
Matratze189,00 €1189,00 €
Stapelbox10,95 €221,90 €
Deckel für Stapelbox4,50 €29,00 €
Stabilit Scharniere für Ausleger1,95 €35,85 €
Stabilit Aushebescharniere zur Befestigung des Auslegers an der Kiste3,60 €310,80 €
Schrauben 4x16 (300er Pack)9,29 €19,29 €
Schrauben 6x80 (100er Pack)17,19 €117,19 €
Holzdübel (50er Pack)2,05 €12,05 €
Kantenschutz11,99 €111,99 €
Reepschnur (pro Meter)0,35 €41,40 €
Summe442,47 €

Und wie ich kürzlich beim Großeinkauf für meinen Geburtstag feststellen durfte, passen sogar Getränkekisten perfekt in die Fächer der Box! 😛

Euer Feedback

Habt ihr euch auch eine Campingbox selbst gebaut? Egal ob mithilfe dieser Anleitung, anderer oder ganz auf eigene Faust. Teilt eure Erfahrungen, Tipps und Tricks mit uns und unseren Lesern, damit jeder das Beste aus seiner Campingbox herausholen kann. Nutzt für euer Feedback einfach die Kommentarfunktion unten. Danke für euren Input!

 

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

40 Comments

  1. Karsten sagt:

    …wow super Darstellung… und sehr Ausführlich ( Material , Kosten etc) viel Spass damit ich hole mir ein paar Anregungen…
    Als Tipp für die Hocker… ich habe bei nur die kleinen Kisten drin…. aus der Bodenplatte habe ich eine REchteck Größer als die Kiste gesägt…. so kann ich die Kiste rausnehmen auf den Boden stellen dann die Platte rausheben.. . und auf die Kiste legen…. wegen der Befestigung der Platte auf der Kiste bin ich noch am tüfteln… wahrscheinlich fräse ich zwei durchgehende SChlitze rein…

    • Dennis sagt:

      Hey Karsten,
      danke dir, freut mich, dass dir der Artikel gefällt!

      Mittlerweile plane ich eher, aus dem Ausleger eine Art Sofa zu bauen, aber auch die Idee mit den Hockern ist noch nicht ganz abgeschrieben.
      Es kommen also Füßchen unter den Ausleger und die Matraze wird einfach drauf gelegt. Den Winkel der Rückenlehne kann dann durch einen Spanngurt verstellt werden.
      Campingbox Sofa-Erweiterung

      Viele Grüße
      Dennis

  2. Mila sagt:

    Bin gerade auf diesem Artikel gestoßen. Wollte meinem Dank aussprechen! Alles sehr ausführlich und hat Lust auf das eigene Projekt gemacht. Danke!

    • Dennis sagt:

      Hey Mila,
      super, es freut mich zu lesen, dass dir der Artikel gefallen hat!
      Viel Spaß beim Bau deiner Kiste und wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, immer her damit 🙂
      Viele Grüße
      Dennis

  3. rainer sagt:

    Schaut alles ganz super aus und möchte es vielleicht nachbauen 🙂
    Hab aber eine Frage zur Sicherheit:
    Wie wird die Box im Fahrzeug gesichert? Denke da an einen Unfall oder an eine Vollbremsung…etc.
    Nicht dass einem das Ganze um die Ohren fliegt.

    Gruß
    Rainer

    • Dennis sagt:

      Hi Rainer,
      die Box steht während des Transports hinten im Kofferraum und die Rücksitze sind normal aufgestellt. Insofern sollte da nichts passieren.
      Viele Grüße,
      Dennis

  4. Graugans sagt:

    Super Anleitung,

    anstelle der Spanner für Zelte kann man auch nen Truckers Hitch Knoten nehmen. Dann sind die Alu Teile nicht im Weg und können auch nix verkratzen.

  5. Immanuel sagt:

    Hi Dennis,
    vielen Dank für die tolle Anleitung.
    Wir haben gerade einen Tourneo Connect gekauft, aber holen ihn erst Ende nächster Woche ab und würden gerne die Box schon in der Zwischenzeit bauen. Welches Modell habt ihr (es hat sich zwischen 2018/ 2019 etwas an der Optik des Kühlergrill geändert und vielleicht auch am Innenraum. Wir haben ein Modell von 2019 und möchte sicherstellen, dass die Maße von euch passen)? Und würdet ihr 15mm Platten nehmen oder würden 12mm auch reichen um Gewicht zu sparen (haben vor die Box öfter aus dem Auto zu nehmen)? Vielen Dank und beste Grüße, Immanuel

    • Dennis sagt:

      Hi Immanuel,
      cool, es freut mich, dass ihr meine Box nachbauen wollt 🙂

      Ich habe einen Tourneo Baujahr 2017, also noch vor dem Facelift. Die Größe meiner Box habe ich selbst bestimmt und das würde ich euch ebenfalls empfehlen. Im technischen Datenblatt zu meinem Tourneo habe ich mir die Maße des Kofferraums rausgesucht und zusätzlich noch mal selbst nachgemessen. Ob und wenn ja was sich da geändert hat, kann ich dir leider nicht sagen.
      Also ich würde wieder 15mm Pappel Multiplex wählen, das Material ist dick genug, damit du die Box ordentlich verschrauben kannst und dennoch recht leicht. Ich kann die Box wirklich ohne Probleme vom Keller ins Auto tragen. Wenn, dann wäre eher der Formfaktor ein Hindernis, aber geht dennoch gut allein!
      Meine Ausleger habe ich ja damals aus 15mm Birke Multiplex gebaut, da würde ich beim nächsten Mal ebenfalls Pappel nehmen, um Gewicht zu sparen und weil die Stabilität auch dicke ausreichen sollte.
      Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne noch mal.
      Viele Grüße
      Dennis

      • Immanuel sagt:

        Hallo Dennis,
        vielen Dank für deine Tipps, wir werden die Box jetzt komplett aus Pappel 15 mm bauen.
        Ich habe noch eine Frage zum ausklappen des Betts: auf den Bildern sieht es so aus als wäre die Leiste für die Hutablage im Weg, wie klappst du das Bett aus? Und falls Sie im Weg ist, würden vielleicht etwas dünnere Platten ausreichen um an der Ablage vorbeizukommen? Wie hast du den Kantenschutz auf Amazon gefunden (unter dem Suchbegriff finde ich nichts passendes)? Vielen Dank und beste Grüße, Immanuel

        • Dennis sagt:

          Hi Immanuel,
          gute Entscheidung, genau so würde ich es beim nächsten Anlauf auch machen.
          Ja stimmt, die Leiste der Hutablage ist tatsächlich im Weg, das ist mir damals auch erst nach dem Bau aufgefallen.
          Ich mache es so: Ich ziehe die Ausleger von vorne über die heruntergeklappten Rücksitze, hänge die Aushebescharniere ein und klappe sie dann auf. Ich hoffe, das ist verständlich. Sprich, die Ausleger liegen nicht auf der Kiste, wenn ich sie ausklappe, sondern in Fahrtrichtung davor auf den heruntergeklappten Rücksitzen.
          Den Katenschutz findest du oben in der Materialliste (Link zu Amazon). Der scheint aktuell nicht verfügbar zu sein, aber da gibt es sicher Alternativen.
          Viele Grüße
          Dennis

  6. Rob sagt:

    Wenn ich alles aus 15mm Pappel herstelle wie hoch ist denn da die Belastbarkeit in etwa? Beste Grüße

  7. Christian sagt:

    Hey Dennis, das ist ja großartig, soviel Details und Tipps, Deine Bauanleitung ist super!
    Ich habe mir gerade eine Campingbox von einem Freund für meinen Citroen Berlingo ausgeliehen, und gleich mal letztes Wochenende drauf geschlafen.
    Im Prinzip eine ähnlich Kiste wie Deine nur, dass der Ausleger dreiteilig ist und frei hängt, er liegt also gar nicht auf der Rückbank auf. Das Ganze wird mit 4 Leisten bewerkstelligt, die wichtigste Leiste ist die Querleiste für das Kopfende, an ihr werden die Reepschnüre in die Gurtaufhängung eingehängt. In dieser Querleiste gibt es drei Kerben (ca. 5 cm breit) für drei Längsleisten, zwei außen und eine in der Mitte. Das Ende der Leisten führt in die drei dafür vorgesehenen Löcher in der Campingbox, die eine Rückwand besitzt. Clever gelöst, mein Freund hatte nämlich Angst um seine Rücksitze. Ich hoffe, das ist verständlich. Wie ist L, H, B von dem Brett, das Du als Stütze auf die Rücksitze legst?

  8. Michaela sagt:

    Hallo, sehe eben im TV Abenteuer-Leben die super DIY CampingBox. Fahre aber leider keinen Kastenwagen, sondern einen VW Touran. Der hat schon im Kofferraum links und rechts die Radkästen. Da wird das ganze wohl nicht gehen oder? Wo kann man sich, als nicht gerade so super handwerklich begabte Frau, hinwenden, wenn man sich solch eine super Campingmöglichkeit auch für seinen Touran wünscht? Evt. auch die hinteren Rücksitze kimplett raus nimmt, oder nur einen oder zwei? Danke für Antwort, LG Michaela

    • Dennis sagt:

      Hi Michaela,

      also spontan würde mir einfallen, aus der Box die Radkästen auszusägen und die Box auf diesen abzustützen, damit sie die benötigte Stabilität erhält, wenn du drauf liegst. Ist aber nur der erste Gedanke, ein (Hobby-)Schreiner kann dir da sicher weiterhelfen 🙂
      Ich kenne leider niemanden mit einem Touran, um mir das mal anzusehen.

      VG
      Dennis

  9. merle sagt:

    Hey, danke für die detaillierte Anleitung! 🙂
    Wir haben einen Ford Transit Connect, der eigentlich die gleichen Maße wie dein Tourneo haben müsste. Nun haben wir versucht deine Konstruktion nachzubauen, aber die Box hinten ist nun ca 4-5cm höher als die umgeklappten Sitze. Ist das so gewollt? Wir haben die beiden Ablageplatten noch nicht fertig und haben nun Sorge, dass wir dadurch ein Gefälle nach unten haben werden später. Auf deinen letzten Bildern im Auto sieht die Box aber auch ein wenig höher als die Sitzreihe aus.. Vielleicht hast du ja einen Rat für uns.. 🙁

    Liebe Grüße,
    Merle

    • Dennis sagt:

      Hi Merle,
      ja, du hast recht, die Box ist ein wenig höher als die umgeklappten Rücksitze. Ich habe mich bei den Maßen der Box an den Normkisten orientiert und nicht an der Höhe der Sitze. Damit ich in der Mitte kein Gefälle habe, lege ich einfach immer eine Holzleiste auf die umgeklappten Rücksitze, auf der dann wiederum die Ausleger aufliegen.
      Wenn ich die Box zusammengeklappt habe, dann liegt die Leiste zwischen der Rücksitzbank und der Kiste auf dem Boden des Kofferraums und nimmt keinen Platz weg.
      VG, Dennis

  10. Michael Hoffmann sagt:

    Hi vielen Dank für das kostenlose Bereitstellen.
    Gefällt mir alles sehr gut. Deine Seite ist Super. Da ich für mein Auto 4000 Euro mehr ausgegeben habe als ich wollte, mache ich jetzt den Innenausbau selbst und hole nix fertiges. Die Idee den Ausleger als Sofa zu benutzen ist sehr gut 🙂 das übernehme ich in etwa auch so.
    Ich mach allerdings eine kleine Änderung welche vielleicht für manche auch ein Impuls sein kann.

    Ich halbiere den Ausleger in der Länge genau in der Mitte. dann mache ich zwei 60 cm breite Matratzen rein, die Aufhängung mache ich nicht an den Anschnallgurt sondern an die Kofpstützen. Somit kann ich die Beifahrerseite wenn ich alleine bin immer aufgeklappt lassen. Da die Platten dann kleiner sind sind sie natürlich auch bisschen leichter und ich habe anstatt ein Sofa, zwei Sessel 🙂

  11. Nico sagt:

    Hi Dennis,

    Super Anleitung, Bilder und Beschreibung! Wir haben uns gerade einen Caddy gekauft und sind u.a. auf deinen Blog gestoßen. Gibt mir doch viele Ansätze und auch die Couchfunktion ist klasse!

    Hattest du mal die Überlegung die Grundbox tiefer zu bauen, damit sie annähernd bis zu den Rücksitzen geht? Würde mich aber deine Pro/Cons dafür sehr freuen.

    Viele Grüße
    Nico

    • Dennis sagt:

      Hey Nico,
      schön, dass dir die Seite und der Artikel gefallen! Viel Spaß schon mal beim Bauen! 🙂

      Meine Box geht übrigens bis fast an die Rücksitze ran, da sind nur wenige Zentimeter Abstand. Hab den Kofferraum ausgemessen und die Maße der Box danach ausgerichtet.

      VG
      Dennis

  12. Julian sagt:

    Hi Dennis,

    wirklich richtig gut! Leider können wir es nicht ganz umsetzten, da wir ein anderes Auto haben. Aber die Tips helfen sehr!
    Allerdings waren wir gestern im Baumarkt und wollten Pappel kaufen und der Verkäufer hat uns dringlichst davon abgeraten, da es zu unstabil sei.
    Und was ich mich auch gefragt habe: du hast keine zusätzlichen Winkel oder Kanthölzer verwendet, um die Box zu stabilisieren, sondern die Platten direkt miteinander verschraubt. Reicht das?

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Julian

    • Dennis sagt:

      Hi Julian,
      ja super, das freut mich! Die Anleitung kann und soll ja im Prinzip auch auf andere Autos angepasst werden, die Maße z. B. treffen ja vermutlich auch nur auf meinen Tourneo zu.
      Bei mir ist die Kiste aus Pappel, der Ausleger aus Birke. Ich kann die Aussage des Mitarbeiters im Baumarkt absolut nicht bestätigen! Die Kiste ist super stabil und da die Ausleger ja auf den Rücksitzen aufliegen und daher nicht so viel Gewicht halten müssen, würde ich die beim nächsten Mal auch ohne Bedenken aus Pappel bauen! Pappel habe ich im Baumarkt nirgends bekommen, sollte der Baumarkt deines Vertrauens die auch nicht haben, war es vielleicht einfach nur der Punkt, dass sie dir Birke verkaufen wollen 😉
      Und ja, ich habe keine Winkel oder dergleichen in der Box verbaut. Lange Schrauben und Holzdübel reichen aus, das Ding ist super stabil und ja auch nur belastet, wenn sie im Auto steht und rechts und links nur ein oder zwei Zentimeter Abstand zum Auto sind.

      Viele Grüße
      Dennis

      • Julian sagt:

        Super vielen Dank! Das mit den Holzdübeln habe ich übersehen, ist aber ne super Lösung!

      • Julian sagt:

        So.. es ist zum Teil vollbracht! Wir haben uns allerdings aus Kostengründen, da wir nicht sicher waren, ob es alles funktioniert, für OSB Holz entschieden. Hat soweit alles geklappt. Nur eine Frage, über die ich noch grüble:
        Die Gurtaufhängung muss aufgrund der modifizierten Bauweise bei uns etwas mehr Gewicht tragen. Weißt du, ob man sich da Sorgen machen muss oder kennst du die ungefähre Traglast der Aufhängungen?

        Bei uns besteht die Konstruktion nicht aus drei, sondern nur aus zwei Teilen. Der zweite Teil, also die Liegefläche wird zum teil von den nach hinten geklappten Sitzen getragen und zum andern Teil eben über die Gurtaufhängung. In der Theorie sollte es klappen, doch bevor ich jetzt die Gurtaufhängung in der Hand habe, dachte ich, ich frage mal, ob du sowas weißt. Zusammen wiegen wir in etwa 140kg, die sich dann über die gesamte Fläche verteilen.

        Vielen Dank!! Hat alles schon sehr geholfen, 🙂
        LG
        Julian

  13. Anneli Haase sagt:

    Hallo Dennis,
    ich habe mir gerade das gleiche Ford Modell (2017er) gekauft und plan jetzt auch den Bettkastenausbau. Kleine Frage: hast du alle Kofferraumverkleidungen dran gelassen? Und ist die Verkleidung in der 118 cm Breite der Kiste somit (nicht) miteinberechnet?
    An welchen Stellen sind es bei dir 115 und wo 120? Weißt du das zufällig noch? (Meinen Tourneo kann ich erst Ende der Woche abholen und ich muss jetzt schon das Holz bestellen;) ).
    Ich habe ein wenig recherchiert und muss feststellen: es gibt da so ein paar Unklarheiten was Sperrholz und Multiflex angeht. Ein Mitarbeiter im Baumarkt meinte, eine OSB Platte müsste mit 15mm halten (da gestützt von den Sitzen etc). Jedoch zweifel ich das an, da ich mit ca 160kg (2P) Gewicht auf der Platte rechne und sie vorne auf der Holstrebe (liegend auf den Rücksitzen) liegen wird. Was meinst du? Welche Holztypen/varianten wären noch möglich (die man am besten im Baumarkt auch bekommen kann – denn die Zeit drängt ein wenig bei mir).
    Ich freu mich auf eine schnelle Antwort 😉 Und danke dir für diese fantastische Anleitung!!!!
    Anneli

    • Dennis sagt:

      Hey Anneli,
      na, dann wollen wir dich mal nicht zu lange auf die Antwort und deine Campingkiste warten lassen… 🙂

      Ich habe an der Kofferraumverkleidung nichts verändert, sondern die Kiste so gebaut, dass ich sie einfach in den Kofferraum schieben kann, das passt mit der Breite von 118 cm perfekt. Kannst du dir auch hier noch mal angucken Campingkiste im Auto

      Was du mit „wo 115 und wo 120“ meinst, verstehe ich nicht so ganz. Wenn ich mich recht erinnere, ist der Kofferraum an allen stellen gleich breit und verjüngt sich nicht.

      Ich schlafe auf der Kiste regelmäßig mit Freunden, wenn wir zum Klettern unterwegs sind, wiege selbst 75 kg und meine Jungs sind ähnlich schwer. Insofern würde ich sagen, sollte das auch bei 2 x 80 kg easy passen, da bei mir noch nie was geknarzt hat oder so. Die Kiste selbst ist ja durch lange Schrauben und Holzdübel stabil genug. Die Ausleger liegen bei mir ja ebenfalls auf einer Kolzleiste auf, damit ich die paar fehlenden cm in der Höhe wett machen kann und sind aus Birke. Beim nächsten Mal würde ich, um Gewicht einzusparen, aber definitiv Pappel nehmen, denn du hast ja eigentlich keine wirklich hängenden Teile, wenn du den Ausleger zusätzlich in den Sitzgurtaufhängungen fixierst, wie ich es gemacht habe.
      Ich kann dir jetzt aber kein alternatives Material aus dem Baumarkt empfehlen, würde mich da im Zweifelsfall an der Biegefestigkeit orientieren, die Birke oder Pappel bieten (Infos dazu siehst du z. B. bei Expresszuschnitt in den Produktbeschreibungen).

      Ich weiß nicht mehr genau, wie lange die Lieferung meiner Platten von denen gedauert hat, sondern nur noch, dass es recht schnell ging. Kann dir den Laden also nur empfehlen (auch in Sachen Preis) und im Zweifelsfall würde ich anrufen und nachfragen, wie schnell die liefern können.

      VG
      Dennis

      • Anneli sagt:

        Lieber Dennis,
        vielen Dank! Die Kiste ist super geworden. Hab sie jetzt komplett aus Birke gebaut (da so schnell keine Pappel aufzutreiben war).
        Ich hab die ausklappbaren Teile um jeweils 3cm pro Seite gekürzt, da sie sonst nicht an der Hutabdeckung vorbeiklappbar gewesen wären. Zudem hab ich ohne Schrauben gearbeitet und hab es mit Dübeln und Leim über Nacht zusammengeklemmt und das hat super gehalten!!
        Das Bett hat jetzt 2 Wochen Urlaub gut überstanden und wir sind super happy! Jetzt geht’s sogar gleich nochmal am Bodensee damit.
        Danke für die tolle, ausführliche Anleitung!!!
        Liebe Grüße,
        Anneli

  14. Klaus sagt:

    Hallo Dennis,

    schicke Seite, cooler Ausbau! Du hast in die Platte etliche Löcher gemacht (10cm Durchmesser, glaub ich?) Wie sind da jetzt deine Erfahrungen in Sachen Stabilität? Gibt das damit bei Belastung mehr nach? Und bringt es ein wenig in Sachen Gewicht? Danke!!
    Herzlich, Klaus

    • Dennis sagt:

      Hey Klaus,
      danke für das Kompliment! Freut mich, dass dir die Seite gefällt 🙂
      Die Löcher (ja, 10 cm Durchmesser) sind zur Belüftung der Matratze und, um Gewicht einzusparen. Bisher hab ich maximal eine Woche am Stück im Auto geschlafen, da fühlt man sich schon wohler, wenn die Matratze auch von unten ordentlich belüftet wird. Ich kann keine Verringerung der Stabilität feststellen und würde die Ausleger in einer zukünftigen Version auch aus Pappel statt Birke fertigen. Bei zwei erwachsenen Männern hatte ich jedenfalls überhaupt keine Probleme und nicht das Gefühl, dass die Platten irgendwie nachgeben.
      Was das letztendlich an Gewicht ausmacht, kann ich dir nicht sagen, ich hab die Holzscheiben nie gewogen 🙂
      VG, Dennis

  15. Justus sagt:

    Hallo Dennis,

    super Anleitungen!!!. Ich würde das gerne für mein Opel Zafira Life bauen. Allerdings sind die runtergeklappten Sitze höher. Ich würde die auch gern drin lassen, damit die die „schwebene“ Fläche stabilisieren. Die sind aber ca 52cm hoch. Meinst du ich könnte das ganze einfach höher machen?

    LG Justus

    • Dennis sagt:

      Hi Justus,
      danke dir!:)
      Ich wüsste nicht, warum die Kiste nicht auch mit mehr Höhe halten sollte. Ich habe mich ja nach den Boxen gerichtet, in denen ich mein Material transportiere und außerdem wollte ich noch genug Kopffreiheit haben, um mich z. B. auch im Auto umziehen zu können.
      Ich kenne jetzt die Maße vom Zafira nicht, aber wenn du meinst, dass du bei einer Kistenhöhe von 52 cm noch genug Platz hast, dann würde ich sagen: Go for it!

      • Justus Ratzmann sagt:

        Hallo Dennis, die Höhe ist ca. 1450mm. Man hätte also noch ca. 93cm Luft nach oben. Die max. Innenbreite ist wohl etwas mehr als bei dir. Laut Hersteller max. 1410mm. Sollte ich das deiner Meinung nach also auch etwas breiter machen, damit es nicht im Kofferraum so viel rutscht? LG Justus

  16. David Wolter sagt:

    Hallo Dennis ich habe dein Lochkreisraster auf meine 120×65 Platte übertragen 28 Löcher a 4×7 aber stimmen die 10 Zentimeter Durchmesser da bleibt bei mir wenig Holz übrig. Die Stege zwischen deine Löchern sehen größer aus. Bist du dir sicher das es Zehn Zentimeter sind im Durchmesser?

    Liebe Grüße David

    • Dennis sagt:

      Hey David,
      sorry für die späte Antwort, irgendwie ist dein Kommentar untergegangen.
      Ich hab jetzt zwar nicht mehr nachgemessen, aber ja, ich bin mir relativ sicher, dass es 10 Zentimeter sind. Letztendlich ist es ja aber auch egal, du kannst die Löcher auch kleiner machen, oder du machst einfach eine Lochreihe weniger.
      Letztendlich geht es ja nur darum, dass die Matratze ein wenig Luft bekommt und du an den Platten etwas Gewicht einsparst.

      Viele Grüße
      Dennis

  17. Jöörg sagt:

    Hi Dennis,

    darf ich fragen, mit welcher Software du die Konstruktionszeichnung geplant hast? Danke und Grüße, Jöörg

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