Die ersten Off-Piste-Versuche
Go down or go home – Das Blogger Telemark Camp auf der Riesneralm
5. Februar 2019

Blogger-Skitour am Dachstein – Vom Krippenstein über das Wiesberghaus nach Hallstatt

Skitour am Dachstein

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann like oder teile ihn.

Skitouren am Dachstein – Blogger unter sich

Sind es nicht häufig die einfachen Dinge, die uns im Gedächtnis bleiben? Ein besonders lustiger Hüttenabend, eine einsame Tour, eine mit dem besten Freund, oder, oder, oder.

Eine eigentlich unspektakuläre Aktion, die dennoch im Gedächtnis bleiben wird war unsere Blogger-Skitour am Krippenstein im Dachstein-Gebiet!

Nächtlicher Aufstieg zur Gjaidalm

Um den Rest des Wochenendes nach dem Hyphen Sports Telemark-Event noch zu nutzen, fahren wir rüber nach Winkl und starten unseren Aufstieg mit den letzten Sonnentrahlen. Los geht’s an der Talstation Obertraun, immer der Talabfahrt folgend bergauf.

Es hat schon etwas Magisches, durch den dunklen und tief verschneiten Wald mit den teils fast komplett eingeschneiten Almen aufzusteigen! Nicht nur einmal sieht man gerade noch ein einzelnes, letztes Fenster aus einem Schneeberg raus gucken…

Gut sieben Kilometer und 1200 Höhenmeter steigen wir mit unseren Tourenski auf. Immer wieder müssen wir den beiden mächtigen und überraschend schnellen Pistenbullis ausweichen, die die Piste für den morgigen Tag präparieren.

Es gibt auch eine Bahn bis fast rauf zur Hütte, allerdings waren wir dafür zu spät an der Talstation. Im Normalfall sollte man die allerdings nehmen, wenn der Aufstieg über die Piste ist eigentlich nicht erlaubt. Auch die Ausweichmanöver vor den Pistenbullis können ganz schön stressig werden.

Nach knapp zweieinhalb Stunden erreichen wir endlich die Gjaidalm. Sebi und ich sind die Ersten am Ziel, Tom, Hannes und Lena folgen nur wenige Minuten später. Wir machen’s uns schon mal gemütlich in der Stube und sind dankbar für das späte Abendessen, das wir noch bekommen. Und sogar eine Dreiviertelstunde später, als Gregor und Thomas ankommen, kriegen die beiden noch was Warmes zu essen. Was für ein Service des super netten Hüttenteams!

Der restliche Abend ist ein Mix aus Gelächter, Anekdoten aus dem Leben eines Outdoor-Bloggers und Bergsportlers sowie der Tourenplanung für den morgigen Tag. Ein paar der anderen saunieren sogar noch eine Runde. Für 10 € gibt’s Einlass in die Sauna, ein Saunahandtuch und eine Duschmarke. Der eine oder andere Schnapps wird sicherheitshalber auch vernichtet. Danach verkriechen wir uns ins Bettenlager, damit wir fit sind für die anstehende Tour.

Von der Gjaidalm über’s Wiesberghaus nach Hallstadt

Nach einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigen und sehr leckeren Frühstück auf der Gjaidalm machen wir uns startklar für unsere Blogger-Skitour.

Als wir vor die Hütte treten erwartet uns ein Bergpanorama der Extraklasse! Wir stehen am Krippenstein, direkt am Rande des Dachstein-Plateaus mit einem perfekten Blick hinüber auf den Dachstein. Von der Gjaidalm aus könnte man diesen perfekt als Skitour machen. Aber das Hüttenteam hat uns wegen der aktuellen Bedingungen davon abgeraten, also haben wir Alternativpläne gemacht.

Wir folgen dem für Schneeschuhgeher gespurten Weg über zahlreiche Kuppen. Unser Tagesziel ist das Wiesberghaus. Während der kompletten Tour haben wir einen wundervollen Blick auf den schönen Dachstein! „Hier muss ich mal für ein paar Tage zum Tourengehen her kommen“, denke ich mir noch, während ich unserem schnellen Spurer Sebi hinterher laufe.

Ein paar von uns wollen zumindest ein kleines Gipfelerlebnis mitnehmen, also steigen wir ein Stück auf, während die anderen schon weiter gehen Richtung Wiesberghaus. Das Panorama von diesem kleinen und namenlosen Gipfel ist, wie erhofft, ein Traum, genau wie das Wetter! Ich könnte stundenlang hier oben stehen und die Aussicht genießen!

Nach den üblichen Gipfelfotos (wir sind und bleiben eben Blogger 🙂 ) machen wir uns an die Abfahrt und den Weiterweg zum Mittagessen auf dem Wiesberghaus. Die Hütte ist eigentlich nur einen Steinwurf entfernt, aber wegen des Geländeprofils auf direktem Weg leider nicht zu erreichen. Also ziehen wir unsere Zöpfe durch den unverspurten Hang und zurück zu dem Punkt, an dem wir die Spur verlassen und mit dem Aufstieg begonnen haben. Danach geht es wieder im üblichen Auf und Ab weiter.

Als wir das Wiesberghaus sehen bin ich richitg überrascht. Eine schöne, scheinbar sehr neue Hütte in traumhafter Lage. Die beiden Hüttenhunde begrüßen uns direkt, einer mit freundlichem Gebell, der andere, indem er neben uns mit in die Stube schlurft.

Wir gönnen uns etwas zu essen und zu trinken. Almdudler und Apfelstrudel… vielleicht nicht die passendste Kombi, aber genau darauf hatte ich gerade Lust.

Abfahrt nach Hallstadt

Nach dem Essen machen wir uns auf den Weg. Vor uns liegen noch etwa neun Kilometer mit rund 1300 Höhenmetern Abfahrt hinunter nach Hallstadt. Der Schnee fährt sich herrlich und wir folgen anderen Abfahrtsspuren auf den Wald zu. Durch eine Waldschneise geht es weiter runter. Die kurzen Schwünge zwischen den Bäumen und meine vom Telemarken doch recht müden Beine passen nicht so recht zueinander und so tue ich mich ziemlich schwer während der Abfahrt. Spaß macht’s trotzdem und die anderen warten auch netterweise immer auf mich.

Am Ende des Waldes folgt ein vereister Ziehweg, dem wir aber noch gut mit Ski folgen können. Der eine oder andere Wanderer schaut nicht schlecht, als wir an ihm/ihr vorbeigefahren kommen. Ich bin froh, die Beine ein bisschen entlasten zu können und keine Schwünge mehr durch den Tiefschnee machen zu müssen. Am Ende des Weges schnallen wir die Ski ab und befestigen sie am Rucksack. Den letzten Kilometer bis nach Hallstadt laufen wir.

Von Hallstadt aus besteht die Möglichkeit, mit dem Bus oder Taxi zurück nach Obertraun zu fahren. Unsere Fahrer werden netterweise von einem Local mitgenommen, während wir an einer Tankstelle warten. Wenig später verpacken wir unser Equipment in den Autos, ziehen uns in der Eiseskälte um und machen uns auf den Heimweg.

Fazit – Skitouren am Dachstein

Die Skitour mit den Bloggerkollegen war schön, lustig und nicht zu schwer. Den Aufstieg über die Piste sollte man sich nach Möglichkeit ersparen und den Lift nehmen. Die Gjaidalm wie auch das Wiesberghaus taugen für mehrtägige Aufenthalte und Touren und stehen seitdem auch auf meiner Liste für zukünftige Touren. Ein Beispiel wäre, bei passenden Verhältnissen, der Dachstein oder auch die Rumplerrunde.

Die leichte Tour von der Gjaidalm hinüber zum Wiesberghaus ist schön und bietet herrliche Ausblicke auf den Dachstein und dessen Hochplateau. Ob man wieder zurück zur Gjaidalm geht oder nach Hallstadt abfährt, bleibt jedem selbst überlassen. Die Abfahrt von der Gjaidalm zurück nach Obertraun ist mit 11km die längste Talabfahrt Österreichs.

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann like oder teile ihn.

Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

9 Comments

  1. Sabrina sagt:

    Ja hey! Sehr cool und wir nicht mit dabei?! 🙁 Quasi in der Heimat. Tolle Tour, schaut nach einer guten Truppe aus! LG Sabrina

  2. Thomas sagt:

    War eine feine, wenn im Anstieg nach dem Telemarkkurs auch etwas anstrengende Geschichte 😉 Sollten wir mal wieder machen.

    War übrigens letzten Sonntag mit meinen Jungs (also meinen kleinen Jungs, 9 und 12 Jahre) wieder auf der Gjaidalm. Sind von Ramsau mit der Dachsteingletscherbahn hoch und dann auf der „Österreichischen Nationalskitour“ bis zur Gjaidalm und dann hinunter nach Obertraun abgefahren. Mit kleinen Gegenanstiegen im kupierten Gelände versteht sich 😉

    Siehe hier: https://mehr-berge.de/oesterreich-nationalskitour-dachstein-krippenstein-obertraun/

    Liebe Grüße
    Thomas

  3. Thomas sagt:

    Wie wärs mit Ende Mai?
    Ich mach mal eine neue FB-Gruppe auf 😉

  4. Norbert sagt:

    Also nix für ungut …
    das ist eh Eure beste Tour … https://www.youtube.com/watch?v=moxHpFP36w8
    Prusik-Schlinge hin oder her … 🙂

    • Dennis sagt:

      Hey Norbert,

      ja, das war schon eine geniale Tour! Für dieses Jahr steht wieder was Schönes auf dem Programm. Hoffen wir, dass alles so klappt, wie geplant 🙂

      Viele Grüße,
      Dennis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folge uns auf Facebookschliessen
oeffnen