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Dschungel-Trekking in Chiang-Mai

Unser Weg führte uns durch von Hand bepflanzte Reisfelder

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So, hier nun der versprochene Eintrag zum Dschungel-Trekking. Dienstag und Mittwoch war ich im thailändischen Urwald unterwegs.

Dienstag Morgen um halb zehn ging es los. Also erst mal den kleinen Rucksack mit den Dingen der Checkliste gefüllt und aus dem Guesthouse ausgecheckt. Meine persönlichen Dinge habe ich dort im Safe deponiert und den großen Rucksack im Gepäckraum verstaut. Dann ging es auch schon los.

Das Dschungel-Trekking startet

Der rote Pickup mit den Bänken auf der Ladefläche hat uns pünktlich abgeholt. Auf unserem Weg haben wir noch ein paar weitere Reisende aufgesammelt. Unsere Gruppe setze sich zusammen aus Shawn und mir, zwei Canadiern, zwei Franzosen, einer US-Amerikanerin und vier Spaniern.

Unsere erste Station war ein kleiner Markt. Hier hatten wir die Möglichkeit, uns noch mit ein paar Snacks einzudecken. Danach ging es weiter zum Elefantenreiten. Wir wurden aufgeteilt und ritten auf unseren Elefanten durch die Landschaft. Sehr lustige Angelegenheit, aber es war unglaublich heiß dort.

Danach gab’s erst mal Mittagessen. Eine kleine Stärkung für das, was uns noch erwarten sollte…

Kraxeln, balancieren und staunen!

Wir wanderten rund 6km den Berg hinauf. Unglaublich steil und teilweise schon fast akrobatisch, wie wir über Steine, Wurzeln und Bäche balancierten. Dafür wurden wir immer und immer wieder mit atemberaubenden Aussichten auf die Berglandschaft Nord-Thailands belohnt!

Und nebenbei hatten wir immer wieder Spaß mit unseren Guides. Die beiden Halbbrüder, von denen gerade der jüngere scheinbar auf irgendeinem Trip hängen geblieben ist waren echt lustig. Ihm war wandern allein wohl nicht anstrengend genug, deshalb rauchte er immer mal wieder ein Kippchen zwischendurch. Zu unserer Unterhaltung trällerte er die Ganze Zeit in einem miesen Thai-Englisch und mit einer schiefen Stimme Lieder vor sich hin.

Spaß hat er definitiv gehabt und wir mit ihm ebenso. Die nächste Pause machten wir an einem kleinen Wasserfall, den wir so ziemlich alle direkt als Dusche missbrauchten, schließlich war es unglaublich heiß. Die Luftfeuchtigkeit war auch nicht zu verachten und aus den bereits genannten Gründen schwitzten wir alle wie die Schw…

Bergdörfer in Thailands Dschungel – Nix von Ursprünglichkeit

Wir wanderten weiter steil bergauf bis ins Dorf eines thailändischen Bergstammes. Wir passierten durch von Hand bepflanzte Reisfelder und dichte Wiesen. Da wo wir schon vom bloßen Aufstieg fast am Ende waren gibt es also Menschen, die Körbe mit Reis durch die Gegend schleppen. Sie bestellen ihre Felder von Hand, also völlig ohne Maschinen.

Im Dorf angekommen erwartete mich leider etwas anderes als die erwartete, ursprüngliche Idylle. Ich will mich nicht beschweren, es war toll dort oben, ohne jegliche Elektrizität usw.! Aber ich hatte mir irgendwie eingebildet, etwas über das Leben und die Lebensweise des Bergvolkes zu erfahren. Stattdessen hatten wir nach der Ankunft in unserer Bambushütte erst mal die Gelegenheit, diverse Süßigkeiten und von den Bergbewohnern selbst hergestellten Schmuck zu erwerben. Danach gönnten wir uns die wohl verdiente Dusche mit eiskaltem Wasser.

Willkommen im Massage-Salon

Im Anschluss kamen dann zahlreiche Aufforderungen, uns doch massieren zu lassen. Das Ganze war so penetrant, dass es nicht gereicht hat, einfach nein zu sagen. Man genau das immer und immer wieder wiederhole. Ok, ich kann schon verstehen, dass die Menschen dort oben etwas Geld verdienen wollen/müssen. Aber dennoch hatte ich mir unter einem Aufenthalt im Dorf eines thailändischen Bergvolkes etwas anderes vorgestellt. Irgendwie war es ernüchternd und schon fast enttäuschend.

Nachdem alle geduscht waren bewunderten wir erst mal einen der schönsten Sonnenuntergängen, die ich jemals gesehen habe. Danach wurden wir von unserem Guide lecker bekocht. Im Anschluss saßen alle noch draußen beisammen, erzählten, machten Quatsch, tranken diverse wohl verdiente Biere und hatten einfach Spaß. Einer nach dem anderen verschwand ins Bett. Ich selbstübrigens um kurz vor zehn, so platt war ich. Ins “Bett” hieß übrigens auf eine unglaublich dünne Matratze auf dem Bambusboden. Darüber war ein Moskitonetz gespannt und wir lagen alle zusammen in einem großen Raum. Aber spaßig war’s auf jeden Fall!

Unser Frühstück heute bestand aus vier Scheiben Toast mit selbstgemachter Ananas-Marmelade, etwas Rührei, frischer Ananas und Tee bzw.. Für den Instant-Kaffee gab es immerhin heißes Wasser. Danach folgte der Abstieg, insgesamt zweieinhalb Stunden ging es fast ununterbrochen bergab. Zwei kleine und eine größere Pause (wieder an einem tollen Wasserfall) sollten uns wenigstens etwas abkühlen lassen. Unsere beiden Guides steckten auch die Strecke heute ohne Probleme weg. Na gut, die machen das vermutlich zwei mal die Woche 😉

White Water Rafting

Der letzte Programmpunkt auf unserer Tour war das White Water Rafting!

War das cool!

Mehrere Kilometer fuhren wir einen  Fluss hinab. Mit von der Partie war natürlich wieder ein total durchgeknallter Guide hinten im Boot. Der hat aber für ordentlich Stimmung gesorgt (nicht, dass das nötig gewesen wäre). Wir hatten alle einen Riesenspaß durch die Stromschnellen zu paddeln und ordentlich nass zu werden. In den ruhigeren Passagen bot es sich auch an, mal kurz neben dem Boot her zu schwimmen und einfach mal nicht laufen zu müssen.

Leider gibt es vom Rafting selbst keine Bilder, da wir unsere Kameras nicht mitgenommen haben. Shawn hat aber mit seiner wasserfesten Videocam äußerst lustige Filmchen gedreht und jeder der mag ist herzlich dazu eingeladen, sich diese bei mir anzugucken.

Nach dem Rafting gab es dann noch Mittagessen, danach war der Trip auch schon wieder rum. Wir stiegen in unseren Pickup und wurden zurück nach Chiang-Mai gebracht.

Fazit zum Dschungel-Trekking Trip

Das Dschungel-Trekking war eigentlich eine super Sache! Unsere Guides waren lustig und die Stimmung innerhalb der Gruppe war Klasse. Speziell das White Water hat mir getaugt! Aber die Geschichte mit der “Verkaufsveranstaltung” und den aufgedrängten Massagen haben schon etwas genervt. Dennoch, für umgerechnet rund 30€ definitiv mal einen Ausflug Wert!

Zurück im Guesthouse gab es dann erst mal wieder ein Feierabendbier. Nach einer weiteren Dusche und dem Abendessen auf dem Nachtmarkt hier in Chiang-Mai zu echt niedrigen Preisen (Essen und ein Bier für umgerechnet knapp zwei Euro) endete unser Tag.

Für morgen steht dann wieder klettern auf dem Programm.

Also bis dahin, schöne Grüße nach Deutschland und gute Nacht.

Dennis

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

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