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Osterklettern in der fränkischen Schweiz

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Für das Osterwochenende hatten wir uns mal wieder ein besonderes Schmankerl ausgedacht, es sollte geklettert werden und zwar in der schönen fränkischen Schweiz!

Der Plan war schnell erstellt, gezeltet werden sollte und mit einer netten Truppe ein paar entspannte Tage die Felsen abgeklappert werden… So weit, so gut. Nachdem wir aus Südtirol zurück waren und das Wetter dermaßen genial war, waren wir eigentlich erst mal guter Dinge, dass auch an Ostern passende Temperaturen vorherrschen sollten, aber weit gefehlt! Zusammengefasst kann man sagen, dass wir dreieinhalb Tage immer um den Nullpunkt herum gezeltet haben, was dem Spaß aber nicht abgetan hat. Geklettert wurde im Normalfall bei Temperaturen zwischen drei und sieben Grad. Da Flo die Woche vor Ostern noch mal Skifahren war, hat er zugesagt, dann Samstag Abend zu uns zu stoßen und dann Sonntag und Montag mit zu klettern.

Unsere Gruppe bestand dann aus: Eva (meiner Kletterpartnerin), Tobi und Vera (zwei Freunde von Flo aus Nürnberg und ebenfalls Kletterpartner), Chris, einem gemeinsamen Freund aus Jena und mir. Samstag kam dann, wie schon erwähnt, als Nachzügler noch Flo dazu und Sonntag direkt zum Fels seine Schwester Lisa.

Donnerstag, 05. April 2012

Eva und ich waren so verblieben, dass sich jeder Gedanken macht, was wir an Nahrungsmitteln brauchen und wir dann spontan zusammen einkaufen gehen. Gesagt, getan, also trafen wir uns nach meinem Feierabend, plünderten mit leerem Magen Aldi und Rewe und  machten uns auf den Weg Richtung fränkische Schweiz. Gegen 21 Uhr standen wir auf unserem bereits vorher ausgesuchten Camping-/Zeltplatz Bärenschlucht und machten uns erst mal daran, uns häuslich einzurichten. Angemeldet waren wir schnell und fast genauso schnell stand das neu gekaufte und daheim im Wohnzimmer sicherheitshalber bereits ausprobierte Wurfzelt.

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Noch sechs Heringe in den Boden, Wind hatten wir keinen, also konnten wir uns die Schnüre zur Stabilisierung sparen und ab ging es an die dringend notwendige Brotzeit. Ursprünglich war grillen angedacht, da wir uns aber vor der Abfahrt noch einen Snack genehmigten, stürzten wir uns einfach auf die Bretzel, den Spundekäs‘ und den von Eva mitgebrachten Salat.

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Dazu gab’s lecker Vodka-Redbull und ein Bier. Noch ein bisschen quatschen, dann war der erste Abend auch schon rum und es wurde sich in das Zelt und die hoffentlich ausreichend warmen, weil bisher unerprobten Schlafsäcke verkrochen.

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Freitag, 06. April 2012

Freitag stand dann selbstverständlich klettern auf dem Programm. Eva und ich waren erst mal überrascht, welch tollen Ausblick man auf die umliegenden Kletterfelsen hat. Leider war die Wand, auf die wir vom Zelt aus guckten viel zu schwierig für uns, da dort die leichteste Route eine 9- ist.

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Nach dem Frühstück kam auch schon Chris an, der morgens um sieben schon in Jena losgefahren war. Also ab ins Auto und an die „Johnny-Cash-Wand„. Der Zustieg war schon etwas mühselig, aber wir kamen dann doch noch oben an der Wand an. Details hierzu erspare ich euch, wie ihr zum Felsen kommt, lest ihr am besten direkt oben über den Link und hier noch mal auf Frankenjura.com. Als erste Route stand „Mit Blaulicht und Matterhorn (5+)“ an, welche, wie wir vor Ort erst heraus fanden, teilweise selbst absichern mussten. Glücklicherweise hatten wir Friends und Keile dabei, waren also bestens für die Tour ausgestattet. An dieser Stelle auch noch mal danke an meinen Chef Michael, der unser eh schon üppiges Arsenal durch seine großzügige Dauerleihgabe von Friends, Keilen und Hexentrics an mich noch erweitert hat! Wie gesagt, mussten wir die Route teils selbst absichern, was auf Frankenjura.com nicht angezeigt wird. Unsere Topo-Guides sollten aber erst eine Stunde später mit Tobi und Vera eintreffen, was aber kein Problem darstellte. Alle mobilen Sicherungsgeräte hielten und wurden beim Ablassen noch mal ausgiebig getestet, was für mich als Novize in diesem Bereich auch nötig war.
Danach kletterten wir noch die Routen „June Carter Gedenkweg (6+)“ und „Röhn-Carl (6-)„, die meiner Meinung nach beste Route in diesem Sektor war allerdings „Himalaya-Müller (6+)„, einfach super schön zu klettern. Da damit das Angebot in für uns vernünftigen Graden schon mehr oder weniger erschöpft war, versuchte ich mich noch mal an meinem oberen Limit in der Route „Kasper Brigitte (7+)„, die ich aber leider nach dem zweiten Haken abbrechen musste, weil sie einfach nicht zu schaffen war 🙁

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Zwischenzeitlich waren auch Vera und Tobi eingetroffen und tobten sich in den anderen Routen aus, während wir beschlossen, den Abstieg zurück zum Auto anzutreten, dort eine Brotzeit einzulegen und danach den Fels zu wechseln.Während des Abstiegs kamen wir noch am Felsen „Die Kathedrale“ vorbei (leider habe ich hierfür keinen Link). Der Fels sah spektakulär aus, genau das waren aber auch die Routen, die dort gebohrt waren. Nett anzusehen war er aber dennoch, man wird ja noch träumen dürfen 😉

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Da es schon rund 17 Uhr war, entschieden wir uns für die „Weidener Wand (linker Teil)„, da diese direkt gegenüber unseres Zeltplatzes lag. Also ab zurück zum Campingplatz, das Equipment aus dem Auto geladen und ein mal über die Landstraße gelaufen, um in zwei Minuten am Fels zu stehen, das nenne ich mal Luxus!

Die Wahl der ersten Route fiel auf „Der Bär ist los (7-)„, eine kurze, aber sehr schöne Kletterei mit einem knackigem Finish.

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Bis wir drei mit der Route fertig waren, war es auch schon fast dunkel, deshalb ging es dann doch gleich hinüber auf den Campingplatz. Tobi und Vera waren mit dem Aufbau ihres Zeltes zwischenzeitlich schon so gut wie fertig, also wurde mit dem Grillen begonnen.

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In dieser Runde saßen wir dann noch eine ganze Weile draußen unter dem fast sternklaren Himmel, dick eingepackt in allerlei Schichten warme Funktionskleidung und trotzten so dem spontanen Wintereinbruch, bis wir uns irgendwann in unsere Zelte verkrochen und den ersten Klettertag somit enden ließen.

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Samstag, 07. April 2012

Für Samstag war geplant, noch mal die „Weidener Wand“ vom Ende des Vortages zu beklettern. Da ich Blut geleckt hatte, was das selbst absichern von Routen angeht, wollte ich mich dort in der eigentlich viel zu leichten Route „Enger Kamin (4-)“ versuchen. Beim Versuchen blieb es allerdings auch, denn ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Route nicht geschafft habe. Direkt zum Einstieg muss man über einen kleinen, überhängenden Felsvorsprung klettern, der erste Haken befindet sich auf ca. zweieinhalb oder drei Meter und ist mehr als nur schlecht erreichbar. Also wurde mein erster Hexentric gesetzt, der auch prompt kurz darauf wieder aus der Felsspalte hinaus kam.

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Da ich schlicht und einfach keine Lust mehr auf die Route hatte, brachen wir ab, wechselten an den rechten Teil der Weidener Wand und ich versuchte mich dort in zwei selbst abzusichernden Routen, nämlich dem „Christelkamin (4)“ und der „Verschneidung (Nordriss) (5)„. Beide Routen sind wirklich schön zu klettern und alle Friends hielten, bis auf den ersten, den ich im Christenkamin gesetzt hatte.

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Dieser hielt genau so lange, bis ich an der Umlenkung angekommen war und Eva sagte, sie solle „zu“ machen. Durch den Zug auf den Friend sprang dieser aus dem kleinen Riss hinaus und kam ihr entgegen, zum Glück musste ich ihn nicht belasten. Die restlichen Friends wurden dann beim Ablassen wieder getestet und für gut gesetzt befunden, Übung macht scheinbar doch immer noch den Meister 🙂 Das gleiche Spiel gab es dann im Nordriss, allerdings hielten dort alle Friends und ich konnte Eva sogar dazu überreden, die Route im Toprope zu versuchen, dabei Spaß halber selbst ein paar zu setzen und diese auszuprobieren, auch hier mit Erfolg. Der Friends- und Keilekurs am 21. und 22. April kann also kommen…

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Nach dem Einrichten der Toprope-Routen für die weniger geübten Kletterer versuche ich mich noch in der benachbarten „Erinnerungswand“ in der Route „Stefan Böhm Gedenkweg (6/6+)„, einem steilen und engen Schulterkamin, der im Topoführer als „für Fortgeschrittene“ eingestuft wurde. Eines kann ich zwischenzeitlich sagen, die Einstufung stimmt! 🙂 Ich musste kapitulieren, unter anderem deshalb, weil ich erst nach Abbruch der Route entdeckt hatte, dass man auch dort mobile Sicherungsgeräte einsetzen muss, die ich natürlich nicht am Gurt hatte. Also auch hier noch ein Projekt für zukünftige Besuche in der Fränkischen…
Danach ging es zurück an den linken Wandteil, es wurde schon fast dunkel und deshalb wollte ich mich noch mal in ein paar Routen im siebten Grad versuchen. Wir begannen mit einer mir leider gerade nicht namentlich bekannten 7+, welche mir jedoch nicht lag und ich deshalb spontan in die benachbarte Route „Abendstimmung (7-)“ wechselte. Abendstimmung brachte genau das, was der Name versprach, eine schön zu kletternde Route mit einem etwas seltsamen Bauch im obersten Teil kurz vor der Umlenkung, aber so angenehm, dass auch Eva sich noch mal darin versuchte.

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Zwischenzeitlich war auch Flo angekommen und stand mit uns am Wandfuß. Er war die Woche noch mit Familie und Freunden Skifahren und erreichte uns erst Samstag Abend kurz vor Schluss. Da der Grill, das von ihm besorgte, leckere fränkische Bier und der Feierabend riefen, entschied ich mich, nur noch mal in die Route „Der Bär ist los (7-)“ vom Vorabend einzusteigen, um diese dann hoffentlich auch Rotpunkt klettern zu können, was mir am Vorabend nicht gelingen wollte. Leider blieb es auch an diesem Tag bei dem Versuch und zwar komplett. Die Kälte und der teils scharfkantige Kalk hinterließen schmerzende Finger, die sich partout nicht mehr am Fels halten wollten. Bis in den oberen, noch mal etwas knackigeren Teil der Route verlief alles prima, doch zwischen dem letzten Haken und der Umlenkung musste ich zwei mal rund zweieinhalb Meter abspringen, weil mich die Kraft verließ. Beim zweiten Sturz prallte ich unsanft mit dem Fußballen gegen den Fels, sodass ich mich dazu entschied, die Rotpunkt-Begehung auch hier für heute sein zu lassen, die Route abbrach und wir uns auf den Rückweg zum Zeltplatz machten. Dort angekommen wurde auch gleich der Grill angeschmissen, denn alle Anwesenden hatten Hunger und freuten sich auf einen gemütlich ausklingenden Samstagabend. Abgesehen davon, dass es so kalt wurde, dass die Wassertropfen auf unseren Zelten gefroren, war es auch genau das, ein gemütlicher und lustiger Samstag Abend in einer super Runde!

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Nach dem Essen trat Chris leider die Heimreise an, schade eigentlich, hat er doch zwei weitere, tolle Tage verpasst. Aber auch verständlich, bei den eisigen Temperaturen und nach zwei Tagen Felskletterei als Novize in diesem Bereich.

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Sonntag, 08. April 2012

Der Sonntag begann kalt. Aufgestanden gegen viertel nach acht führte mich mein erster Weg zu den Waschräumen am anderen Ende des Campingplatzes. Soweit kein Problem, hatte ich doch die passenden Klamotten direkt im Zelt liegen, um nicht zu erfrieren 🙂 Also rein in die kalte Jacke und los ging es. Auf dem Rückweg vom Zähne putzen gab es dann auch noch den Beweis dafür, dass wir etwas frieren durften:

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Doch selbst die null Grad konnten uns nicht den Spaß verderben, also holten wir an der Rezeption unsere Brötchen und bereiteten unser Osterfrühstück an der frischen Luft und im strahlenden Sonnenschein vor:

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Da für die kommende Nacht Temperaturen von bis zu -7°C gemeldet waren, beschlossen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, die Zelte abzuschlagen und die Nacht von Sonntag auf Montag in Fürth bei Flo’s Eltern zu verbringen. Die Aussicht auf ein warmes Bett, ein normales Badezimmer und die Sauna waren dann doch zu gut… Es stand nun noch die Qual der Wahl bevor, welchen Felsen wir an diesem Tag beklettern sollten. Diese fiel nach kurzer Überlegung auf den „Röthelfels 14 – Sektor Daniel„. Der Röthelfels ist riesig, mit insgesamt 17 Wänden und was weiß ich wie vielen Routen ist hier für wirklich jeden etwas dabei. Der Zustieg zum Fels Daniel dauert ca. zehn Minuten und ist relativ leicht zu bewältigen. Oben angekommen stürzten wir uns direkt in die ersten Routen. Ich begann mit „Kokolores (6)„, was so viel bedeutet wie Unsinn, eine wirklich tolle, rund 30 Meter lange Route. Zuerst geht es mehr oder weniger senkrecht nach oben und leicht nach rechts, dann steht man auf dem Daniel, einem kleinen Felsteil, von dem aus man über eine kleine, etwa einen Meter breite „Schlucht“ auf den Röthelfels steigen/springen muss. Hört sich alles deutlich schlimmer an, als es ist, auf der Seite der Route (siehe Link oben) ist ein gutes Bild von dieser Stelle zu sehen. Nach dem Überstieg kommt eine etwas doofe stelle, die es zu bewältigen gilt, aber dann geht es an schönen Henkeln wieder weiter bis ganz nach oben. Auch wenn die Route mit UIAA 6 nicht sonderlich schwer ist, ist sie definitiv einen Versuch wert!

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Zwischenzeitlich waren auch Flo’s Schwester und Eltern am Felsen angekommen. Lisa, seine Schwester, wollte mit uns klettern, die Eltern eine Runde wandern gehen. Als nächstes ging es ans „Röthelfieber (7-)“ und die „Zinnober (6-)„, während die anderen sich an den etwas leichteren Routen versuchten, schließlich hatten wir auch Kletteranfänger dabei. Das „Röthelfieber“ ist auch eine wirklich schöne und mit 30 Metern ebenfalls lange Route, allerdings sollten ein Haken im oberen Teil und der Sauschwanz in nächster Zeit ausgetauscht werden.

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Und während Flo und ich die Wand empor kletterten, legten Eva, Lisa, Vera und Tobi erst mal ein Päuschen ein 🙂

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Hier noch mal zwei Bilder von oben:

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Zum Abschluss wollte ich noch einen absoluten Klassiker klettern und zwar die Route „Kumulus (7)“ am „Röthelfels 15 – Treusteiner Weg„. Die Route wurde 1978 von Kurt Albert erstbegangen und später von Wolfgang Güllich free solo wiederholt. Ich kann nur eines sagen, nämlich dass diese Route zu den absoluten Highlights gehört, die ich in den vergangenen dreieinhalb Jahren klettern durfte! Schon im Topoguide war sie als spärlich abgesichert gekennzeichnet und tatsächlich sollte man gerade vor dem zweiten Haken nicht fallen! Aber auch die schätzungsweise sechs Meter zwischen dem letzten Haken und der Umlenkung sind nichts für schwache Nerven. Die Freude, diese Route geschafft zu haben, musste ich dann beim Erreichen der Umlenkung auch erst mal lautstark kundtun 🙂 Einfach Wahnsinn, diese Linie, bei nächster Gelegenheit geht es hier für mich mit Sicherheit noch mal hinauf!

Tobi und Vera hatten sich zwischenzeitlich verabschiedet, drei Klettertage waren für die beiden genug, daher traten sie schon mal die Heimreise nach Nürnberg an. Wir anderen vier packten unsere Sachen zusammen und wollten gerade absteigen, als Flo’s Eltern vom Wandern zurück kamen. Es wurde spontan beschlossen, noch in der Gaststube der Privatbrauerei Meister etwas essen zu gehen, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Leckeres Essen und ein prima Vollbier gibt’s hier zu, gerade wenn man aus dem Rhein-Main-Gebiet kommt, wirklich günstigen Preisen, auch hierfür meine Empfehlung.

Nach dem Essen ging es also auf nach Fürth, dort bezogen wir unsere Zimmer und warteten auf das Vorheizen der Sauna, um bei zwei Saunagängen den Abend dann wirklich entspannt zu Ende zu bringen. Für 22 Uhr hatten sich noch Vera, Tobi, sowie zwei Freunde von Flo, Clemi und Lisa aus Nürnberg angekündigt. Also wurde im Keller noch ein Bierchen getrunken, bevor die vier um 0 Uhr wieder nach hause fuhren und wir müde und zufrieden ins Bett fielen.

Montag, 09. April 2012

Regenwetter und kühle Temperaturen sind nicht unbedingt Umstände, die das Klettererherz höher schlagen lassen, schon gar nicht in Kombination. Dennoch wollten wir den letzten Tag noch nutzen und entschieden uns für das „Obere Diebesloch„. Flo und ich waren dort letztes Jahr schon einmal mit seinem Cousin Roland, an einem ähnlich verregneten Tag, daher wussten wir, dass es sich hier auch an nassen Tagen ganz gut klettern lässt. Davon abgesehen hatte ich hier noch ein Projekt zu erledigen, eine wunderschöne Route, die ich im letzten Jahr leider nicht durchsteigen konnte.

Am Diebesloch angekommen machten wir zuerst Bekanntschaft mit zwei anderen Kletterern, die wohl in der Gegend wohnten und nach zwei oder drei Minuten erzählen ankündigten, jetzt heim zu fahren und eine Brotzeit einzulegen. Auf meinen Kommentar, sie sollten uns was zu essen mit mitbringen wurden wir spontan zu den beiden zum Mittagessen eingeladen (falls ihr das hier lesen solltet, danke noch mal für das Angebot!), wir lehnten jedoch dankend ab, da wir ja gerade erst angekommen waren und klettern wollten. Bevor die beiden uns verließen, wurde jedoch noch etwas über die einzelnen Routen und die Möglichkeiten des selbst absicherns gefachsimpelt.

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Kurz darauf ging es auch schon los, wir entschieden uns für den Anfang für die Route „Ronja (7-)„, eine kurze aber doch recht nett zu kletterne Tour. Danach war der „Alte Weg (6+)“ an der Reihe, eine wirklich tolle Route mit einer Verschneidung direkt nach dem Einstieg und einem Quergang unterhalb eines Felsvorsprungs. Ich ließ es mir nicht nehmen, den Riss an genau dieser Stelle selbst mit Friends abzusichern, welche auch prima hielten, wie Flo später beim Nachstieg ausprobierte.

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Danach stürzten wir uns noch auf „Bonny und Clyde (7)„, ebenfalls eine sehr schöne Route, die wir bei besserem Wetter noch mal wiederholen wollen.

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Nun war es an der Zeit für mein Projekt und damit die Abschlussroute des Tages und des Wochenendes.

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Ein bisschen selbst Mut zusprechen, ein bisschen einstimmen auf den geplanten Durchstieg und den Abschluss des Projektes „Quergang (7/7+)„. Es handelt sich hierbei um eine stark überhängende, aber gut abgesicherte Route mit schönen, großen Henkeln, die aber extrem anstrengend ist.

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Noch vor dem ersten Haken kam dann aber auch schon die Ernüchterung. Ich brauchte drei Versuche, um überhaupt zur ersten Zwischensicherung zu kommen und auch dann gelang mit die Rotpunktbegehung nicht, sondern nur, indem ich mich zwei mal ins Seil setzte. Der kalte Fels, vier Tage klettern und die Feuchtigkeit in den Henkeln der Route machten es einfach zu schwer für diesen Tag. Dennoch eine tolle Route, die ich im Sommer dann hoffentlich auch Rotpunkt abhaken kann.

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Vom Diebesloch aus traten Eva und ich die direkte Heimreise an, Flo fuhr noch mal zurück nach Nürnberg und dann erst Richtung Heimat.

Alles in allem war es ein kalten, aber super spaßiges, sportliches und tolles Wochenende mit jeder Menge netter Leute, das so hoffentlich noch mehrfach wiederholt wird!

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

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