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Ratgeber: Kletterausrüstung

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Bergzeit.de

Wie der Titel unserer Seite schon verrät, sind wir echte Abenteuer-Junkies. Schlechtes Wetter gibt es für uns nicht, sondern nur schlechte Kleidung ;-). Deshalb nutzen wir unsere freien Tagen am liebsten für herausfordernde Outdoor-Aktivitäten. Unsere Leidenschaft möchten wir auf dieser Seite nicht nur mit erfahrenen Sportlern teilen, sondern auch Einsteiger inspirieren und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Deshalb testen wir beispielsweise regelmäßig Kletterausrüstung, Outdoorbekleidung und Equipment, um echte Must-Haves empfehlen zu können. Heute gibt’s allerdings keinen Produkttest, sondern einen Ratgeber zum Thema Kletterausrüstung für Einsteiger.

Wer ein kompletter Neueinsteiger ist, sollte nicht gleich auf eigene Faust und ohne einen erfahrenen Kletterer in der freien Natur seine Kletterkünste testen. Denn Klettern ist ein sehr anspruchs- und verantwortungsvoller Sport, bei dem ein falscher Handgriff über schwere Verletzungen und im Zweifelsfall über Leben und Tod entscheiden kann. Deshalb heißt es erst einmal: „Übung macht den Meister!“ – und zwar in einem Kletterkurs in einer Kletterhalle. Hierbei lernt man alle wichtigen Sicherungsmethoden kennen und kann seine Bewegungsabläufe perfektionieren. Da man nie alleine Klettern geht, sondern immer einen Partner zum Sichern an seiner Seite hat, sollte man in solchen Kursen – neben dem Kletterkönnen selbst – auch die gemeinsame Kommunikation miteinander trainieren. Denn auch Fehlkommunikation kann schlimme Folgen haben.

Zum Klettern benötigt man natürlich die richtige Kleidung. Eine beliebte Marke ist beispielsweise Black Diamond, die nicht nur Outdoorbekleidung, sondern auch die richtige Kletterausrüstung anbietet. Die Marke ist in einigen Outlet-Stores vertreten, so dass man hier tolle Schnäppchen machen kann. Aber was muss ich noch für meinen ersten Kletterkurs mitbringen?
Kletterschuhe: Kletterschuhe sind oft sehr eng geschnitten. Dieses Gefühl ist anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber nur so kann – ähnlich wie bei einem Tanzschuh – ein optimales Gefühl für den Untergrund gewährleistet werden. Die Schuhe dürfen allerdings nicht so eng sein, dass sie einschneiden! Beim ersten Kauf lasst ihr euch am besten in einem Fachgeschäft beraten, um zu lernen, auf was man achten muss. Außerdem besitzen Kletterschuhe eine spezielle Gummisohle, um möglichst viel Reibung an der Wand zu erzeugen. Eine beliebte Marke ist beispielsweise Andrea Boldrini.

Schlaraffenland für einen Gearhead - Unsere Kletterausrüstung

Klettergurt: Ein Klettergurt stellt die Verbindung zur Sicherungskette dar. Er wird wie eine Hose getragen. Wie muss man sich das vorstellen? Die Beinschlaufen zählen als Hosenbeine und der Hauptgurt wird wie ein Gürtel um den Rumpf getragen. Im Kletterkurs werdet ihr selbst sehr schnell ein Gefühl dafür bekommen, ob der Gurt richtig sitzt. Er darf auf jeden Fall weder zu eng noch zu locker sein und auch nach längerem Sitzen im Gurt sollte er sich immer noch bequem anfühlen und nicht unangenehm drücken Als Faustformel gilt, dass in den festgezogenen Beinschlaufen noch vier Fingerbreit Platz sein sollte.

Sicherungsgerät: Einsteiger werden sich auch bei der Auswahl von Sicherungsgeräten anfangs etwas überfordert fühlen. Denn das Sortiment in den Fachgeschäften ist mittlerweile riesig und man muss mit der Zeit einfach selbst herausfinden, mit welchen Geräten man am besten zurechtkommt. War früher noch der HMS-Karabiner mit entsprechendem Sicherungsknoten die Wahl, dominieren heute halbautomatische und konventionelle Sicherungsgeräte den Markt. Für Anfänger eignen sich hier die üblichen Geräte wie Grigri, Tubes oder eine Kombination aus beidem am besten. Auch bei Karabinern muss man mit der Zeit seine eigenen Favoriten entdecken. Denn Karabiner müssen leicht zu bedienende Verschlüsse besitzen und vor allem perfekt in der Hand liegen. Schließlich zählen sie als der wichtigste Ausrüstungsbestandteil, da sie alle Ausrüstungskomponenten miteinander verbinden! Das Üben mit Sicherungsgeräten im Kletterkurs ist enorm wichtig. Nehmt euch ausreichend Zeit für das Training und durchbohrt euren Trainer mit Fragen. Traut euch auch mehrmals nachzufragen, wenn ihr nicht sofort den Durchblick habt. Das ist keine Schande! 😉

Seil: Im Kletterkurs läuft das Seil in der Regel oben an der Wand durch eine Umlenkung (Toprope). Sobald ihr die Grundbewegungen beherrscht, könnt ihr selbst mithilfe von Express-Schlingen und Haken das Seil hoch in die Umlenkung bringen. Zum Klettern in Hallen reichen Seile mit einem Durchmesser von 10 mm. Solltet ihr später einmal in der freien Natur klettern, solltet ihr darauf achten, dass das Seil nicht verschmutzt! Hier bieten sich vollimprägnierte Seile besonders an. Als Spezialist für Seile und sonstige Ausrüstungsgegenstände ist Mammut nicht nur bei Einsteigern, sondern auch bei Profis sehr beliebt.

Zum Schluss möchten wir noch ein Gerücht aus der Welt schaffen. Viele denken, dass sie zum Klettern zu schwach sind, weil sie zu wenige Muskeln besitzen oder kaum Kraft haben. Für’s Klettern ist natürlich eine gewisse Sportlichkeit von Vorteil, im Idealfall drückt man sich aber eher mit den Beinen nach oben, als sich hochzuziehen und das kann fast jeder, denn Treppensteigen schafft ihr ja auch 😉 Aber auch Gelenkigkeit, Motivation und Gleichgewichtsgefühl bringen einen beim Klettern enorm weit. Und wenn ihr oft klettert, kommen die Muskeln ganz von allein, denn schließlich ist das beste Klettertraining schlicht und ergreifend das Klettern selbst!

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren, Üben und natürlich beim Klettern selbst!

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

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