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GPS-Tracking: Was, wie und warum per GPS tracken?

GPS-Tracking

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Einleitung

Von GPS-Tracking haben viele von euch schon gehört. Mittlerweile zeichnen vermutlich die meisten (Hobby-)Sportler ihre Aktivitäten auf. Dafür braucht man kein großes Technikverständnis und auch keine teuren Geräte. Los gelaufen oder geradelt wird jedenfalls meist erst dann, wenn das Handy oder die GPS-Uhr ein Signal hat und die Aktivität gestartet werden kann.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: Der eine möchte einfach nur seinen Trainingsfortschritt beobachten, der andere holt sich Motivation durch Likes auf Facebook. Klingt verrückt? Ja, manchmal ist es das auch, aber wir versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.

GPS-Tracking – warum das Ganze?

Trainingsfortschritt protokollieren und auswerten

Als ich mit meinem Lauftraining anfing, hatte ich ziemlich schlimme Knieprobleme. Mir war es wichtig zu sehen, ob mein Knie und natürlich auch meine Kondition Fortschritte machen. Außerdem wollte ich nicht immer die gleiche Strecke laufen, so fiel es mir schwerer, mich an bestimmten Punkten am Weg zu orientieren. Glücklicherweise haben quasi alle Smartphones einen eingebauten GPS-Empfänger. Die einfachste und beste Lösung war daher, mit diesem zu protokollieren, wie weit und schnell ich jeweils unterwegs war.

Mir ging es also darum, einen besseren Überblick über mein Training und meine körperliche Konstitution zu bekommen. Die entsprechenden Läufe konnte ich im Anschluss an eine Sporteinheit auswerten. Direkt auf dem Handy oder auch am PC. Und diese dann mit anderen Läufen oder gar Läufern vergleichen.

Selbstmotivation

GPS-Track aufgenommen mit RuntasticZuerst muss man mal einen sogenannten GPS-Track aufzeichnen. Danach bieten viele Apps fürs Smartphone oder GPS-Uhren die Funktion, gegen sich selbst anzutreten. Läuft man also die selbe Strecke wieder, vergleicht das GPS während der Aktivität zum Beispiel das Tempo des aktuellen Laufes mit dem des aufgezeichneten.

Ein anderer und vielleicht sogar noch viel häufiger genutzter Punkt: Ihr könnt euch während der Aufzeichnung eures Tracks aktuelle Infos zu eurer Sporteinheit durchgeben lassen. Ihr bekommt euer Tempo, die zurückgelegte Distanz und weitere Werte immer direkt per Sprachausgabe oder auf dem Display mitgeteilt.

Das ist nicht nur ungemein praktisch, sondern spornt auch ordentlich an, wenn das Handy meldet, dass man den letzten Kilometer etwas schneller war als noch vor einer Woche…

Motivation durch andere

Ein auf Facebook geteilter Move.In Zeiten von Followern, Shares und Likes giert so manch einer nach der Aufmerksamkeit durch andere. Wer’s braucht oder wem es einfach nur ein zusätzliches Plus an Motivation während der anstrengenden Sporteinheit gibt, kann mit entsprechenden Apps zum Beispiel live auf Facebook posten, dass er unterwegs ist. Die Freunde im sozialen Netzwerk können einen dann mit Likes anfeuern, die man während dem Sport wiederum mit in die Musik oder die aktuellen Infos eingespielt bekommt.

Nach der Sporteinheit lässt sich eine kurze Zusammenfassung in den sozialen Netzen posten. Das kann motivieren, aber auch für Belustigung bei den Freunden sorgen, wenn die mehr schlechte als rechte Aktivität geteilt wird.

Strecke „merken“

GPS-Tracking mit OruxmapsGerade beim Sport aber auch beim Motorradfahren geht es ja nicht nur ums Ankommen, sondern meistens auch um die Strecke selbst. Da werden Läufe mit schöner Aussicht auf die umliegenden Täler bevorzugt. Oder es sollen mindestens soundso viele Höhenmeter sein. Für die Motorradtour am Sonntagnachmittag dann eine ebenfalls landschaftlich schöne Strecke mit möglichst vielen Kurven und ohne Autobahn.

Durch GPS-Tracking habt ihr nicht nur Start und Ziel für die spätere Verwendung gespeichert. Ihr seht ganz genau die Strecke, die ihr zurückgelegt habt. Im nächsten Schritt könntet ihr diesen GPS-Track also anpassen, korrigieren oder einfach nochmal laufen bzw. fahren. Dazu aber mehr in einem zukünftigen Artikel 🙂

Auch praktisch: Geo-Tagging von Fotos

Mit Geosetter z. B. könnt ihr die GPS-Tags eurer Fotos auslesen und anzeigen lassen.

Die meisten Kamera-Apps moderner Smartphones sind so eingestellt, dass sie bei eingeschaltetem GPS die Fotos auch automatisch mit deinem GPS-Tag versehen. Das heißt, ihr seht hinterher, egal ob am Handy oder dem Computer, wo genau ihr noch mal diesen wunderschönen Einblick ins Tal hattet oder wo nochmal der lauschige Biergarten lag, an dem ihr pausiert habt.

Noch mehr Gründe für’s GPS-Tracking

Was gibt’s noch? Hier seien der Vollständigkeit halber noch ein paar Punkte angesprochen, die in späteren Blogartikeln unserer GPS-Serie noch ausführlich behandelt werden.

  • Aufgezeichnete Tracks könnt ihr später bearbeiten, um sie an geänderte Bedürfnisse anzupassen
  • Ihr könnt Tracks mit anderen Benutzern teilen, um z. B. im Freundeskreis eine besonders schöne Tour zu empfehlen
  • Zum Spaß oder für die Sicherheit: Selbst live im Netz können euch eure Freunde oder Verwandten folgen und sehen, wo ihr euch gerade befindet

GPS-Tracking – wie funktioniert’s?

Per App

Move_RauhhornEinen GPS-Track aufzuzeichnen ist eigentlich nicht schwierig. Die einfachste Lösung ist eine App für euer Smartphone. Beispielhaft seien hier mal Runtastic, Strava und Oruxmaps genannt. Nach der Installation könnt ihr, je nach App, mehr oder weniger direkt mit dem Tracking starten. Eine ausführliche Beschreibung zu ein paar beliebten Apps folgt in einem der nächsten GPS-Artikel.

Per Uhr oder GPS-Gerät

Die Alternative zum Smartphone wäre ein eigenständiges Gerät mit GPS-Empfänger. Ich selbst tracke meine Aktivitäten eigentlich nur noch mit meiner Berguhr. Sie hat ein genaueres GPS als mein Handy und der Akku macht nicht schon nach ein paar Stunden Aufzeichnung schlapp. Gerade in den Bergen bringt dies einen nicht zu unterschätzenden Sicherheitsvorteil!

GPS-Uhren für den Sport gibt es mittlerweile schon für rund 100 €. Natürlich geht es auch deutlich teurer und mit jeder gewünschten Funktion steigt der Preis. Für den Anfang dürften es wohl eher günstigere Modelle tun. Tom hat auf seiner Seite „Ist doch alles nur Sport“ verschiedene Modelle getestet. Schaut einfach mal vorbei.

Wie auch immer ihr den Track aufgezeichnet habt, währenddessen oder spätestens danach könnt ihr ihn euch wieder ansehen und weiter bearbeiten. Wichtig ist, wie eingangs bereits erwähnt, erst mal einen Track aufzuzeichnen.

Verschiedene GPS-Geräte. Quelle: Wikipedia Track_aufgezeichnet

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Überblick über bisher erschienen Artikel der Serie „GPS“

  1. Einleitung
  2. GPS-Tracking: Was, wie und warum per GPS tracken? (dieser Artikel)

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

1 Kommentar

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