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OutDoor 2016 in Friedrichshafen – So viel OutDoor wie noch nie!

Leider haben wir es bisher noch nie auf eine der bekannten Outdoor-Messen geschafft. Jedes Mal machte uns bisher unser Terminkalender und unser normales Berufsleben irgendwie einen Strich durch die Rechnung. Jedes Mal wuchs daraus der gute Vorsatz: Nächstes Jahr fahren wir hin. Und die letzten beiden Jahre vergingen, ohne dass wir auf der ISPO in München oder der OutDoor in Friedrichshafen gewesen wären.

Vor ein paar Wochen haben wir es nun endlich geschafft, wir waren auf der OutDoor 2016 in Friedrichshafen! Zwar leider nicht zusammen, aber immerhin waren zwei von drei Abenteuersuechtigen vor Ort. Wir haben uns für euch über die neuesten Produkte und Trends aus dem Outdoor-Sektor erkundigt.

Los geht’s – Große Augen bei großen Jungs

Los ging’s für Flo direkt am Mittwoch Mittag mit einem ersten Rundgang über die OutDoor 2016 in den Friedrichshafener Messehallen. Erst mal einen groben Überblick verschaffen… Im Anschluss gab ihm Julia von Adidas ausführliche Infos zu den Produktneuheiten 2017.

Hier trifft man sich, wenn man Outdoor Blogger ist.Am Freitag profitierte dann Dennis von Flo’s ersten Infos und Vorwarnungen, wie gigantisch die Outdoor 2016 ist. Im Rahmen des OutDoor Blogger Messerundgangs, den das Outdoor Blogger Network organisiert hatte, bekamen er und die anderen Blogger Infos aus erster Hand. Begleitet vom OBN-Team und ein paar Mädels von der Messe Friedrichshafen klapperten wir verschiedene Messestände ab. Die einzelnen Stationen waren Sherpa, Bergans, Katadyn, Cascade Designs, Salewa, VAUDE und The North Face. Der Messerundgang hatte nicht nur den Vorteil, dass wir direkt als Community der Outdoor Blogger zu erkennen waren, sondern auch Details zu den neuen Produkten erfuhren und in direkten Kontakt mit den Herstellern kamen.

 

Unsere persönlichen Produkthighlights

Campingequipment bei der Katadyn Group

Hinter der Katadyn Group verbergen sich bekannte Namen wie Katadyn selbst, aber auch Trek’n Eat und Optimus.

Wasserfilter in der Trinkflasche

BeFree Wasserfilter in der SoftflaskGanz besonders interessant fanden wir den den BeFree Wasserfilter. Dabei handelt es sich um eine Softflask, wie man sie oftmals zum Trailrunning nutzt. Der BeFree wartet allerdings mit einem eingebautem Wasserfilter auf. Bis zu 1000 Liter Fluss- oder Seewasser kann man direkt während dem Trinken filtern. Einfach die Flasche auffüllen und los geht’s. Genau das Richtige, wenn wir mal wieder fernab der Zivilisation unterwegs sind.

Update: Mittlerweile gibt es das gute Stück aus zu kaufen. Wir Blogger auf der OutDoor hatten das Glück, jeweils einen geschenkt zu bekommen und wollen den Filter auf längeren Touren nicht mehr missen! Ihr wollt auch einen haben? Schaut z. B. mal den BeFree bei den Bergfreunden (*)  an.

 

Kochtopf, schnell und groß

Terra Xpress HE Cooking PotDer Terra Xpress HE Cooking Pot kommt dann ins Spiel, wenn man große Portionen zaubern will. Der Topf mit Wärmetauscher wird aus Aluminium gefertigt und reduziert die Kochzeit um 20%. Er verfügt über eine leicht zu reinigende Anti-Haft-Beschichtung, damit nichts abrennt. Damit die Pflege nicht zu kurz kommt liegt noch der Passende Schwamm bei.

Vegane Mahlzeiten für unterwegs

Von Trek’n Eat gibt es neben neuen Sorten nun auch vegane Mahlzeiten! Diese liegen preislich zwar etwas über den normalen Trek’n Eat Gerichten, bieten hier aber natürlich dem veganen Bergsteiger oder Wanderer entsprechende Vorteile.

 

Klettersachen bei Salewa

Stylish, super leicht und gewappnet gegen mehrfachen Steinschlag ist der Helm Vayu. Zum Klettern und Bergsteigen wäre der echt was für uns. Gepasst hat er uns beiden jedenfalls schon mal super und das Design war auch großartig.

Stylish und leicht, das trifft übrigens auch auf die Agner Engineered Pant zu. Im Gegensatz zu anderen Kletterhosen ist bei ihr Cordura nicht als Patches vernäht, sondern das Material direkt verarbeitet. Das heißt, die Hose ist genauso abriebfest wie andere Kletterhosen mit Cordura-Einsätzen, man sieht es ihr aber nicht an.

Ach ja, nicht vergessen dürfen wir die Eisschrauben! Ohne Kurbel würden wir uns eh keine mehr kaufen, sie ist auch hier gleich fest integriert. Das Besondere: Während sie am Gurt hängt sind die Zacken an der Spitze durch eine Plastikhülse geschützt! Eine Expresse ist ebenfalls integriert und damit liefert diese Eisschraube quasi das Rund-um-Sorglospaket.

Der Salewa Vayu sitzt perfekt und sieht gut aus. Die stylishe Agner Engineered Pant Salewa Eisschraube

 

Sicherungsgeräte bei Petzl und Wild Country

Neuauflage mit Panikfunktion – das GriGri+

Petzl Grigri+ mit Panikfunktion und Vorstiegs-/ TopropemodusBesonders interessant im Bereich Sicherungsgeräte fanden wir den GriGri+, der 2017 parallel zum auch weiterhin aktuellen GriGri2 in den Handel kommt. Hier kann zwischen einem Toprope-/Kursmodus und einem Vorstiegsmodus gewechselt werden. Für Toprope und Kletterkurse kann so der Widerstand erhöht werden, damit das Gerät möglichst schnell blockiert. Für erfahrene Vorsteiger wird dieser dann im entsprechenden Modus etwas verringert. Damit wird ein Blockieren des Seils beim schnellen Ausgeben vermieden. Außerdem hat das GriGri+ eine Panikfunktion spendiert bekommen! Reißt man also vor lauter Schreck beim Sichern oder Ablassen den Hebel zu weit nach hinten blockiert das Gerät wieder ein verhindert ein Abstürzen des Kletterers.

 

Das Revo – die eierlegende Wollmilchsau?

Eierlegende Wollmilchsau Wild Country Revo?Sehr spacig sieht das Revo von Wild Country aus. Aber nicht nur das Aussehen ist neu, sondern auch die Funktionsweise des Gerätes. Beim Revo kann man eigentlich absolut nichts mehr falsch machen. Egal, wie herum das Gerät eingelegt wird und auch egal, wie herum man das Seil ins Revo einlegt, das Ding blockiert einfach immer! Gelingen tut dies durch eine in beide Richtungen arbeitende Fliehkraftbremse. Außerdem bedient sich der Revo nach dem Tuberprinzip, weshalb er für mehr oder weniger jeden Kletterer keine große Umstellung erfordern dürfte. Hier gibt es noch ein informatives Video.

Wenn alles glatt geht, bekommen wir im Winter beide Geräte für einen ausführlichen Test.

 

Klettersachen bei Skylotec

Bei Skylotec, einem deutschen Hersteller, der eigentlich aus dem Bereich Industrieklettern kommt, haben wir ebenfalls ein paar sehr interessante Produkte gefunden!

Klettersteigsets mit dem gewissen Extra

Das Rider 3.0 verfügt über eine mitlaufende SeilklemmeDie neuen Klettersteigsets decken nun ein Gewichtsspektrum von 25 – 120kg ab und sind somit für Kinder genauso zu gebrauchen wie für Erwachsene.

Mit dem Rider 3.0 kommt außerdem ein neuartiges Klettersteigset auf den Markt. Es ist mit einer mitlaufenden Seilklemme ausgestattet. Diese Klemme verhindert einen Absturz bis hinunter zur nächsten Zwischensicherung. Die an einem der beiden Y-Arme angebrachte, in eine Richtung mitlaufende Klemme wird direkt auf das Stahlseil aufgelegt und blockiert in die andere Richtung. Der zweite Y-Arm ist, wie gewohnt, mit einem Klettersteigkarabiner ausgestattet.

 

Karabiner und Klettergurte

Skylotec LimestoneTrilock-Karabiner treiben Linkshänder oftmals zur Weißglut. Für diese und alle anderen, die Probleme mit dem Öffnen haben gibt es nun einen Trilock-Karabiner, der sich in beide Richtungen öffnen lässt.

Einen atmungsaktiven und leichten Gurt für leistungsorientierte Kletterer gibt es mit dem Limestone. Die Hüft- und Beinschlaufen passen sich perfekt der Ergonomie des Körpers an und ein Verschleißindikator zeigt an, wann es an der Zeit ist, den Gurt gegen ein neueres Modell zu entsorgen.

 

Sicherungsautomat Epic

Skylotec Epic - Vollautomat sogar für VorstiegDas Epic ist ein Sicherungs-Vollautomat, mit dem man völlig ohne Sicherungspartner  klettern kann! Im Gegensatz zu den Seilrollen mit integrierter Bremse, die man in manchen Hallen sieht, arbeitet das Epic von unten und unterstützt sogar den Vorstieg.

Das Epic wird mit einer speziellen Halterung an der Wand befestigt und das Seil  eingelegt. Über eine Fernbedienung, die sich am Oberarm befestigen lässt, kann man auch während dem Klettern mit dem Gerät kommunizieren, also Kommandos geben wie „zu“, „ab“ usw. Sollte die Verbindung zwischen Fernbedienung und Epic abbrechen, die Batterie des Gerätes versagen oder sonst etwas, verfügt es natürlich immer noch über eine integrierte, mechanische Bremse, die einen Sturz verhindert und kann den Kletterer wieder ablassen.

Das Konzept klingt schon mal interessant. Auch wenn ich mich wohl anfangs etwas komisch fühlen würde, keinen Menschen am anderen Ende des Seils zu wissen. Bleibt zu hoffen, dass die eine oder andere Kletterhalle in unserer Nähe das Gerät anschafft, damit wir es bald mal testen können! Auf einer Roadtour soll es außerdem vorgestellt werden. Hoffentlich dauert es nicht mehr lange bis dahin.

 

Textilen und Schuhe bei Adidas

Bei Adidas sahen wir uns beide die Produktneuheiten für die ersten zwei Quartale 2017 an. Insbesondere begeistert hat uns eine Jacke sowie besonders Flo die Trailrunning-Ausrüstung von nur 625g für Schuhe, Hose und Shirt!

 

TERREX Agravic Alpha Hooded Shield Jacke

Terrex innovative WindjackeMit dieser Jacke bringt Terrex eine Windjacke mit „Pfiff“ auf den Markt. Die Hybridkonstruktion dieser Jacke ist an den besonders dem Wind ausgesetzten Stellen mit Polartec gefüttert und bietet damit besseren Schutz gegen Kälte als die meisten gängigen Windjacken. Mit 180g (Herrenmodel)  ist sie dennoch ein Leichtgewicht! Großartig! Die leichte Jacke kann zudem platzsparend in der Pack-it-Tasche verstaut werden.

Wir hoffen, dass wir euch einmal im Herbst diese revolutionäre Windjacke einmal genauer im Test vorstellen können.

 

TERREX Agravic

Terrex Agravic TrailschuhMit dem Terrex Agravic und Agravic Speed will Adidas im nächsten Jahr den Trailrunning-Schuhmarkt erobern. Dabei setzt Terrex auf die langfritige Kooperation mit dem Premium-Reifenhersteller Continental. Als Vorlage für die Schuhsolen dienen die Profile der Mountainbikereifen von Continental, welche Adidas direkt für die Schuhe anpasst. Der Terrex Agravic mit integrierter BOOST Technologie eignet sich hervorragend für Läufe durch unwegsames Gelände, bei denen Flexibilität und Schutz erforderlich sind. Die revolutionäre Dämpfungstechnologie BOOST sorgt angeblich für eine höhere Energierückführung als jedes andere Dämpfungsmaterial der Laufbranche. Wir sind gespannt was der Schuh wirklich kann.

Ergänzend zu dem Schuh gibt es Hose und Shirt dazu. Alles zusammen soll dann nur 625g wiegen. Wenn das nicht der ideale Begleiter für neue Projekte ist.

Terrex Parley Logo Tee

Besonders interessant fanden wir auch das für seine Nachhaltigkeit mit dem OutDoor Industry Award 2016 ausgezeichnete Parley Logo Tee, welches ab Frühjahr/Sommer 2017 im Handel ist.

Bei dem Tshirt handelt es sich um ein Produkt aus einer Kooperation zwischen adidas und Parley for the Oceans, welche erstmals ein T-Shirt aus Parley Ocean Plastic® entwickelt haben. Parley for the Oceans und adidas gehen damit aktiv gegen die Verschmutzung der Ozeane vor. Dies finden wir wirklich lobenswert und anerkennend und werden sicher mit dem Kauf eines solchen Tshirts das Projekt unterstützen. Übrigens trägt sich das T-Shirt auch noch wirklich gut!

Randnotizen

Den allseits bekannten und beliebten Mythos von La Sportiva wird es scheinbar in neuen Farben geben.

Mit BaroCook könnt ihr Speisen nur mit Wasser erhitzen.Bei Optamit gibt es unter der Marke BaroCook Gefäße, in denen sich ohne Feuer oder Brennstoffe Gerichte erhitzten oder Wasser kochen lässt. Einfach ein Pad (HeatingPack) in die Dose legen und mit Wasser auffüllen. Sofort beginnt das Wasser für etwa 30 Minuten zu kochen. Das essen kommt dann in einer zweiten Dose oben drauf und erhitzt sich.

Bei The North Face gibt es mit Apex Flex den perfekten Mix aus Soft- und Hardshell. Die Jacken bieten die gleiche Bewegungsfreiheit und Komfort wie eine Softshell, sind aber 100% wasserdicht.

Die KletterRetter Handcreme, eine Alternative zum allseits bekannten ClimbOn dürfen wir aktuell mal ausprobieren. Der erste Test jedenfalls ist schon mal positiv.

Auch wasserfeste Socken und Handschuhe haben wir gesehen, auch wenn wir noch nicht ganz glauben, dass dies wirklich auch in Eisrouten hält, aber wir werden wieder berichten.

Fazit zur OutDoor 2016 in Friedrichshafen

Oh Mann, wir sind immer noch überwältigt!

Man schafft es kaum, sich alle interessanten Neuheiten zu merken, vor allen Dingen nicht inklusive aller entsprechenden Details.

Nichts desto trotz haben wir haufenweise wirklich interessante und neue Produkte gesehen und werden uns ins Zeug legen, das eine oder andere davon in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft testen zu können.

Für das nächste Jahr steht für uns eines schon mal fest: Die OutDoor 2017 ist ein Pflichttermin! Und dann mit deutlich besserer Vorbereitung und hoffentlich auch mehr Zeit auf der Messe, damit wir noch mehr berichten können.

Die Social Media Wall auf der OutDoor 2016

Danke an das Outdoor Blogger Network!

Unser spezieller Dank geht an dieser Stelle an das Outdoor Blogger Network!

Das vierköpfige Team, bestehend aus Georg Haas, Hendrik Morkel, Carsten Jost und Kathrin Deter hat sich voll ins Zeug gelegt. Das OBN setzt sich dafür ein, die Zusammenarbeit zwischen Outdoor Bloggern und Herstellern aus dem Segment effizienter und für beide Seiten angenehmer zu gestalten und steht als Ansprechpartner für beide Seiten zur Verfügung.

Darüber hinaus hat das OBN mit der Outdoor Blogger Base eine Location zur Verfügung gestellt, in der wir Blogger uns nicht nur begegnen, sondern auch fachsimpeln oder einfach nur quatschen konnten. Ein gemeinsames Frühstück am Samstag war nur einer der geplanten Programmpunkte, die jedes Outdoor Blogger Herz höher schlagen lassen 🙂

Danke, dass ihr die OutDoor 2016 für uns so erfolgreich gemacht habt!

Berichte anderer Blogger

Hier findet ihr noch den einen oder anderen Bericht von befreundeten Bloggern. Klickt euch doch mal rein.

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

4 Kommentare

  1. […] unserer Reiseroute liegen und wo lässt sich’s gut biwakieren? Vorher waren wir ja noch auf der OutDoor 2016 in Friedrichshafen und der nächste, größere Zwischenstopp war für das Ötztal […]

  2. […] den Alpen zu planen bot es sich an, den Flug gleich mit einzubauen. Zwischen unserem Besuch auf der OutDoor in Friedrichshafen und unserer Begehung des Mindelheimer Klettersteiges sollte es passieren: Wir würden uns, hängend […]

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