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Warum ich Laufen gehen liebe – Tipps und Tricks für eure Motivation

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Laufen gehen? So ein langweiliger Sport!?

Motivation ist alles beim LaufenHeute Morgen stolperte ich über einen nagelneuen Blogartikel vom Outdoormädchen Corinna. Der Titel „Warum ich Joggen hasse und es trotzdem immer wieder mache – meine Tipps zum Durchhalten“ ließ mich kurz aufschrecken. Was? Wie kann man Joggen, bzw. mittlerweile sagt man ja eigentlich Laufen gehen, nicht mögen? Aber dann dachte ich kurz zurück an die Zeit vor ein paar Jahren und wie sehr ich damals immer darauf gepocht habe, dass Laufen gehen wohl eine der langweiligsten und eintönigsten Sportarten überhaupt sei. Laufen, einen Schritt vor den anderen zu setzen, keine Abwechslung, Monotonie in Reinform.

So dachte ich bis, ja bis vor etwa eineinhalb Jahren! Aber was war passiert? Warum hat sich meine Einstellung komplett gewandelt?

Laufen macht Spaß!

Damit fing's an, der Trail Marathon HeidelbergIm August 2013 entschied ich mich, eine Teilstrecke des Trailmarathons in Heidelberg zu laufen. Mehr, um einfach ein Ziel zu haben, auf das ich hin trainieren kann und um etwas mit einer netten Gruppe zu machen als deshalb, weil mir Laufen damals schon getaugt hätte. Angemeldet war ich schnell, also musste ich noch regelmäßig Laufen gehen, um meine Kondition und vor allen Dingen meine Knie zu trainieren, denn die mochten diese monotone Belastung tatsächlich noch weniger als ich.

Dank technischer Hilfsmittelchen wie Smartphone-Apps zum Tracken von Distanz und Geschwindigkeit ist es heutzutage ja ein Leichtes, seinen Trainingsfortschritt zumindest rudimentär zu überwachen. Das hatte den Vorteil, dass ich nach jedem Training genau ablesen konnte, inwieweit ich mich verbessert hatte, oder eben auch nicht. Natürlich musste ich mit Rückschlägen leben, dass zum Beispiel die Knie auf einmal wieder viel eher schmerzten als beim letzten Lauf zuvor. Aber mein Ziel klar vor Augen fiel es mir nicht so schwer, mich wieder für die nächste Trainingseinheit zu motivieren. Ich wurde besser und besser und meine Skepsis, ob die Anmeldung für den Trailmarathon so eine gute Idee war, schwand.

Laufen macht vor allen Dingen im Team SpaßEnde Oktober 2013, der Traillauf in Heidelberg war vorüber. Ich hatte jede Menge Spaß bei dem Event, meine Knie taten das, wofür sie verdammt nochmal da sind, sie liefen und liefen und liefen und so suchte ich mir direkt im Anschluss das nächste Ziel aus, auf das ich hin trainieren konnte. Anfang Mai 2014 stand für mich die Halbdistanz beim Gutenbergmarathon Mainz an. Statt 7km beim Traillauf standen nun 21km auf der Straße auf dem Plan, das sollte doch Ansporn genug sein, den Winter hindurch fleißig zu trainieren und regelmäßig Laufen zu gehen.
Und wieder, Rückschläge gab es von Zeit zu Zeit, aber insgesamt konnte ich den Fortschritt klar sehen, sowohl auf dem Smartphone, als auch auf meiner Standardrunde am Rhein, bei der ich immer weiter und weiter kam und das ohne schmerzende Knie.

 

Halbmarathon - check!Mein oberstes Ziel beim Halbmarathon: Überleben!
Noch nie war ich im Training weiter als 16km gelaufen, also war die oberste Prämisse, überhaupt erst einmal anzukommen. Sollte ich das schaffen, dann würde ich gerne unter zwei Stunden und im Idealfall sogar unter 1:45h bleiben.
Gesagt, getan: Meine Zielzeit betrug 1:41:05h und spätestens beim Überlaufen der Ziellinie hatte mich das Laufffieber gepackt, ich war infiziert! Hier ist übrigens unser Artikel zu meinem Halb- und Flo’s Marathon 2014.

 

Stand heute: Warum ich das Laufen gehen so liebe

Ich bin dem Laufen also treu geblieben, versuche mich immer noch regelmäßig zu steigern und das Training bestmöglich in meinen eh schon voll gepackten Alltag mit einzubauen. Aber warum das Ganze?

  1. Laufen fördert meine Ausdauer, welche ich bei meinen anderen Sportarten ebenso benötige
  2. Es stärkt außerdem das Immunsystem und beugt so Krankheiten vor
  3. Ich kann immer und überall laufen gehen, egal ob nur kurz nach der Arbeit, ausgedehnt am Wochenende oder während eines Kurztrips in eine andere Stadt
  4. Beim Laufen kann ich perfekt abschalten, mich nur auf meine Schritte konzentrieren und alles andere um mich herum ausblenden
  5. Ich bin immer an der frischen Luft, denn selbst im Winter oder bei Regen macht Laufen draußen Spaß. Ein Laufband im Fitnessstudio? Nein danke!
  6. Es braucht nicht viel, um Laufen zu gehen, ein paar Schuhe und wenn man es regelmäßig tut, vielleicht auch mal ein Satz Laufklamotten

Feierabendrunde am Rhein bei perfektem Laufwetter Laufen könnt ihr überall, auch während eines Kurztrips

 

Tipps für mehr Motivation beim Laufen

Ein paar gute Tipps hat Corinna schon aufgezählt, aber da gibt es für mich noch mehr. Der Vollständigkeit halber zähle ich hier mal all meine Tipps auf, die mich motiviert haben und immer noch motivieren:

  1. Setze dir Ziele. Eine feste Distanz, die du schaffen möchtest oder einfach weiter bzw. schneller zu laufen als beim letzten Workout kann enorm viel helfen.
  2. Protokolliere deinen Trainingsverlauf mit Smartphone-Apps, die dich während deines Laufs über Distanz und Geschwindigkeit informieren und dir im Anschluss eine Zusammenfassung liefern. Natürlich gibt es auch genug andere Möglichkeiten ohne Smartphone, dies zu tun, aber es ist einfach und kostenlos.
  3. Vernünftige Schuhe: Kauf‘ dir ein paar gute Laufschuhe! Die müssen nicht zwangsläufig gleich ein Vermögen kosten, aber es macht keinen Spaß, wenn der Schuh bei jedem Schritt zwickt und zwackt. Lass dich kompetent beraten und kaufe einen Schuhe, der zu dir passt, dann läuft es sich schon viel leichter.
  4. Auch wenn ich mittlerweile lieber ohne Musik laufe: Beginne mit passenden Beats. Was du hörst ist völlig egal, so lange es dich während dem Laufen bei der Stange hält und dich motiviert. Zwischendurch kannst du die Musik auch immer mal ausschalten und dir selbst zuhören, deinen Schritten, deinem Atem oder der Welt um dich herum.
  5. Wechsle öfter die Strecken! Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die Eintönigkeit, wenn du immer und immer wieder die gleiche Strecke läufst. Hier geht die Motivation irgendwann flöten, also probiere immer mal wieder neue Strecken aus oder laufe deine Hausstrecke einfach mal in umgekehrter Richtung.
  6. Halte deine Laufsachen parat: Gerade wenn deine Motivation zu wünschen übrig lässt, leg‘ dir deine Laufsachen schon morgens, wenn du aus dem Haus gehst so hin, dass du bei deiner Rückkehr quasi darüber stolperst. So ist die Hemmschwelle viel, viel größer, lieber den Weg zur Couch anzutreten, als raus auf die Straße!
  7. Lauf‘ nicht allein: Such‘ dir nette Leute, mit denen du gemeinsam laufen gehen kannst. Vereinbart feste Termine, so bist du quasi gezwungen, an deinem Trainingsplan festzuhalten und die anderen motivieren dich auch dann, wenn du es selbst mal nicht schaffst. Gerade Plattformen wie Facebook, auf denen es zig Laufgruppen für jeden Ort gibt machen es einfach, auch außerhalb des vielleicht nicht so motivierten Freundeskreises Laufpartner zu finden.

Wie geht’s weiter?

Mittlerweile gehört das Lauftraining für mich fast so sehr zum Leben dazu, wie das Essen und Trinken. Ich muss mich nur noch wirklich selten richtig motivieren, die Laufschuhe anzuziehen, denn ich weiß genau, wie gut es mir während und vor allen Dingen nach meinen Trainingseinheiten geht. Das Gefühl des Endophins in meinem Körper hat sich schon längst auch im Gedächtnis verankert. Ich selbst habe hier in Mainz zum Glück mittlerweile auch genug Leute, mit denen ich gemeinsam laufen gehen kann und auch die Auswahl an Strecken, die ich kenne sorgt für Abwechslung.

Abseits der Straßen kann man sogar noch schöner laufen gehenAber nicht nur das! Weil ich mittlerweile so regelmäßig laufen gehe, werden selbst die diversen Standardstrecken irgendwann langweilig. So kam es auch, dass ich mich von Flo immer mehr für’s Trailrunning begeistern ließ und spätestens seit meinem Lauf während des SportScheck OutdoorTestivals bin ich von diesem Virus infiziert. Abseits befestigter Straßen und Wege durch die Wälder zu rennen, über Steine und Wurzeln zu springen, das kickt mich sogar noch mehr als auf der Straße Laufen zu gehen. Gerade wenn das Wetter den meisten anderen Läufern einen Strich durch die Rechnung macht, hat man mit den passenden Schuhen auf matschigen oder sogar verschneiten Trails im Wald jede Menge Spaß! Davon abgesehen bringen die meist dazugehörigen Höhenmeter, die man dabei mit abspult, noch ein Extra-Quäntchen an Kondition.

Und wie war das noch mit dem Ziele setzen? Natürlich halte ich mich auch selbst an meine Tipps und so habe ich mir für die nächsten Monate schon diverse Trainingseinheiten und Laufevents in den Kopf gesetzt. Von der Idee, mich bei meinen Eltern auf Kaffee und Kuchen einzuladen und die knapp 2okm dorthin laufend zurückzulegen über den Plan, meine Halbmarathonzeit zu verbessern bis hin zu weiteren Trailrunning-Events ist alles dabei. Wir werden sehen, wie es läuft und natürlich werde ich darüber berichten.

Und nun raus mit euch

Das Team Abenteuersuechtig.de beim Trailrunning im TaunusJetzt seid ihr an der Reihe! Motiviert euch, zieht die Schuhe an, geht raus an die frische Luft und lauft! Der Frühling steht vor der Tür und was gibt es Besseres, als sich bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen draußen zu bewegen? Und wie schon erwähnt, auch bei  schlechte(re)m Wetter kann Laufen Spaß machen. Ihr müsst eben nur den ersten Schritt wagen!

 

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Dennis
Dennis
Flachlandtiroler und Bergliebhaber! Im normalen Leben IT’ler, ab und an auch Klettertrainer, aber am liebsten selbst in den Bergen unterwegs. Ob im Fels oder Eis ist eigentlich egal, Hauptsache rauf da!

5 Kommentare

  1. Ach Dennis… jaja, das Laufen ist nicht so einfach 😉 Und den Schritt zum wirklichen ‚Gefallen‘ am Laufen habe ich wohl noch lange nicht erreicht… lustigerweise liebe ich das Wandern, aber beim Joggen funktioniert das nicht…
    Na ja, ich bin gerade dabei, mir neue Laufschuhe zu holen – schöne Schuhe kaufen kann ich gut als Mädel ^^

    Lieben Gruß!

    • dennis sagt:

      Hey Corinna,

      dann kann ich nur auf unseren Tipp mit den fest gesteckten Zielen hinweisen. Meld‘ dich halt für nen Lauf an, muss ja nicht gleich ein Halbmarathon sein, dann kommt mit der Motivation vielleicht auch gleich das „Gefallen“.
      Vielleicht sollte aber der erste Weg auch ins Sportgeschäft deines Vertrauens führen, schöne Laufschuhe kaufen und dann ab auf die Straße und Kilometer runter reißen 🙂

      Liebe Grüße
      Dennis

  2. […] zum Läufer wurde und mittlerweile sogar an Wettkämpfen teilnehme, erfahrt ihr diesem und diesem […]

  3. […] mich heißt es jetzt: Erstmal wieder richtig gesund werden. Danach werde ich mir meinen eigenen Artikel zur Motivation beim Laufen und noch diverse weitere zu Gemüte führen, um endlich wieder voller Elan, aber langsam, frisch […]

  4. […] dürft ihr euch gerne mal meinen Artikel zum Thema Laufen und Motivation durchlesen. Dort findet ihr auch den einen oder anderen Tipp, wie es mit der Selbstmotivation […]

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